Social Networks- Das Ende der Privatsphäre

By ethority - social media intelligence team
In April 17, 2008

Es gibt tatsächlich immer noch Menschen die ihr Profil noch nicht bei Facebook, MeinVZ oder Xing eingestellt haben. Trifft man auf diese spezielle Spezies und fragt sie nach einem Wieso, ist die Antwort oft bestimmt durch den Widerwillen ein Teil seiner Privatsphäre zu opfern. Der kanadische Word of Mouth Evangelist Sean Moffitt hat folgenden Tip für notorische Netzwerkverweigerer:

 

Privacy is Dead – It Might Suck, But Better Get Used To It

 

Sean führt in seinem Beitrag fünf Gründe an, wieso man sich dem allgemeinen Netzwerk-Trend auf jeden Fall hingeben sollte:

 

– being considered old and a tech luddite by any early adopting web inhabitant and anybody under 25 years old
– being irrelevant to headhunters and job kingpins, who find your Google value lacking
– being considered by your work colleagues, too uptight, perhaps not a team player or collaborative teammate 
– being considered by your friends and prospective friends as being on the outer perimeter, perhaps inadvertently not worth the effort to invite out on meetings or social function you might find interesting
– in a future world, being viewed by a number of essential institutions (i.e. chamber of commerce, governement/NGO work groups/new money VCs and enterprises) as lacking the social net for competitiveness in the job economy.

 

Besonders aus der Perspektive der beruflichen Karriere werden Social Networks in der Zukunft ein Segen, wie auch ein Fluch sein. Es gehört ja heute schon zum Alltagsgeschäft der Personalchefs und Verantwortlichen nach potentielle Anstellungskandidaten zu googlen und diese auch in den einschlägigen Netzwerken zu suchen. Diese neuen Kommunikationstools versetzen den Personaler schnell in der Lage, innerhalb kürzester Zeit, viele Informationen über eine Person zu erfahren.

Ein selbst eingestelltes Onlineprofil, bei gleichen Qualifikationen, kann sicherlich zum Vorteil gegenüber dem Bewerber werden, der überhaupt keine Online Identität besitzt. Voraussetzung für diesen Vorteil ist natürlich ein geschärftes Bewusstsein für das was von der eigenen Person im Internet zu erfahren ist. Die Aktivität als Trainer der ortsansässigen Fußball F-Jugend Mannschaft macht sicherlich einen besseren Eindruck als die Schnappschüsse von einem Volltrunkenen auf der Schinkenstrasse in Arenal.

Die Grundlage für einen positiven Effekt auf die eigene Karriere ist also eine gut überlegte Online Reputation als Management Strategie. Eine solche Strategie sollte zwei Grundsätzen folgen:

 

  1. Grundsatz: Nur die Informationen von sich selbst ins World Wide Web stellen, mit denen auch die eigene Schwiegermutter einverstanden wäre. Besonders auf StudiVZ etc. ist man doch immer wieder erstaunt unter welchen widrigen Umständen sich manche Community Mitglieder ablichten lassen, um diese Fotos später der StudiVZ Gemeinde zu präsentieren. Aber auch der Beitritt in obskuren Gruppen bei StudiVZ wie Malle 08 – Wer tanzt, hat zu wenig Geld zum Saufen!!, werden potentiellen Arbeitgebern sicher nicht gefallen, selbst wenn sie sehr liberal eingestellt sind.

 

  1. Grundsatz: Das WWW vergisst nicht. Egal was sie ins Internet einstellen, eines ist sicher, das Gedächtnis des Internets ist fast unendlich. Es können schon Jahre vergangen sein seitdem Sie sich aktiv im Internet bewegt haben und man findet Sie immer noch. Man sollte sich über diesen Umstand im Klaren sein, falls man sich im Internet verewigen möchte. Was in einem Moment vielleicht lustig scheint, kann ein halbes Jahr später zu einem wirklichen Reputationskiller werden.

 

 

Die diversen virtuellen Netzwerke werden in der Zukunft einer der wichtigsten Kommunikationskanäle werden. Daher sollten sich die Netzwerk-Zauderer lieber zügig für das Netzwerken entscheiden. Mit dem richtigen Reputation Management lässt sich der dortige Verlust der Privatsphäre auf ein erträgliches und sehr nützliches Maß reduzieren.

 

 

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