Print, TV, Radio: Im Web werden alle gleich

By Alexander Becker
In April 14, 2008

Tina Günther beschäftigt sich mit einem Text über die Verschmelzung verschiedenster Medien im Internet.

„Internetauftritte von Tageszeitungen, Rundfunksendern, Fernsehprogrammen und Mediengruppen sind in keiner Weise mehr durch ihr Ursprungsmedium bestimmt. Folglich werden die Angebote einander immer ähnlicher. In ihren Inhalten, ihrem Erscheinungsbild, Funktionen, Medienmix und in immer weiter reichenden Konzessionen an die Werbetreibenden gleichen sich die Anbieter immer weiter an, zwar umso stärker, je mehr die Anbieter um Einzigartigkeit bemüht sind, je verbissener sie um Werbeeinnahmen kämpfen und je mehr sie ihre Krallen gegenüber Konkurrenten ausfahren.“

Günther geht davon aus, dass sich durch die Verschmelzung und Angleichung aller Medien viele User genervt abwenden werden und statt dessen kleine Spezialangebote wählen werden. Die klassischen Medien als Orientierungs- und Filter-Hilfe hätten dann ausgedient. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es gelingt, die Relevanz und den Erfolg von diesen kleinen Angeboten – jenseits der Klick- und IVW-Zahlen – zu messen. Das hat sich die Arbeitsgemeinschaft Social Media – der auch ethority angehört – zur Aufgabe gemacht.

0 Comments

  1. Danke für den Hinweis

  2. Nur eine Kleinigkeit: meine Vermutung aufgrund bisheriger Beobachtungen und theoriegeleiteter Annahmen ist, dass es zu eine immer weiter reichenden Angleichung kommerziell ausgerichteter Online-Angebote und Ablösung vom jeweiligen Ursprungsmedium gibt; aber das ‚genervt abwenden‘ bezieht sich vor allem auf die Strategie mancher Online-Angebote mit Bezahlcontent und einem formalen Registrierungsprozess.

Leave A Comment