Reputation Management- Arringtons twittern wird erhört

By ethority - social media intelligence team
In April 8, 2008

Michael Arrington hat es am vergangenen Wochenende erwischt. Der amerikanische Star Blogger aus Kalifornien hat am Wochenende von seiner Privatadresse aus keinen Zugang zum World Wide Web gehabt. Der Grund dafür war der Ausfall des Internets über den Provider Comcast in Kalifornien. Arrington war gezwungen zu Freunden zu gehen, um weiter an der virtuellen Welt teilzunehmen. Auch Gespräche mit Mitarbeitern des Internetproviders führten zu keiner kurzfristigen Lösung des häuslichen Internet-Blackouts für den Techblogger. Als Arrington dann schließlich feststellte, dass sich der kalifornische Internet-Blackout nach nunmehr 36 Stunden nur noch auf seine Privatadresse beschränkte, ließ er seinem Ärger freien Lauf. Er entlud all seinen Frust über den Internetprovider auf seinem Twitter Stream und fasste dabei einen Plan:

I am going to expend significant energy over the next three weeks trashing comcast.

Man kann sich wohl fragen, wie Arrington twittern konnte, obwohl er keinen Zugang zum Internet hatte. Aber wozu hat man schließlich Freunde?
Sagenhafte 20 Minuten nach Arringtons ersten Twitterpost erreichte ihn ein Anruf aus der Comcast-Zentrale in Philadelphia. Der Comcast Verantwortliche an der andern Seite der Leitung hatte das folgende Anliegen:

He said he monitors Twitter and blogs to get an understanding of what people are saying about Comcast, and so he saw the discussion break out  around my messages.

Es ist doch schon erstaunlich, dass dieser Internetprovider fast gar nicht auf telefonische Anfragen reagiert, aber fast unmittelbar auf Äußerungen in den Social Media. Die Frage ist natürlich, ob der Kabelbetreiber auch so fix auf ein Posting eines Middle Class High School Brats reagiert hätte. Eines wird dabei  aber deutlich: US-amerikanische Unternehmen haben es bereits verstanden wie wichtig Social Media Monitoring für ein gutes Reputation Management und CRM ist.
Neben der Tatsache der schnellen Unternehmensreaktion, überraschte auch die Aussage des Comcast Verantwortlichen, dass Twitter auch zum Monitoring Programm des Providers gehört. Damit wird wieder klar, dass die Aktzepanz der US- Wirtschaft, anders wie in Deutschland, bezüglich der Social Media als relevantes Medium zur Meinungsbildung sehr weit vorangeschritten ist.
Es wäre doch mal interessant zu beobachten, ob eine gepostete Beschwerde von Robert Basic, Don Alphonso oder Sasha Lobo über ihren Provider zu ähnlichen Reaktionen führen würde.

P.S.: Benedikt hat auch über diesen techrunch Post geschrieben 

0 Comments

  1. Pingback: comcast- State of the Art Beschwerdemanagement | ethority weblog

  2. Coole Geschichte 🙂

Leave A Comment