UMTS – das mobile Internet erwacht aus dem Dornröschenschlaf

By ethority - social media intelligence team
In April 2, 2008

Nach der Versteigerung der UMTS Frequenzen im Jahr 2000 war die Euphorie groß. Für 50 Milliarden Euro erstanden die drei großen Mobilfunker Vodafone, O2, T-Mobile und E-Plus damals die Rechte an den UMTS Wellen. Dieser anfänglichen Euphorie folgte schnell die Ernüchterung, die Gründe hierfür waren schlechte Netzabdeckung, nutzerunfreundliche Datengeschwindigkeit und sehr hohe Kosten für den User. Totgesagte leben aber bekanntlich länger.
"Mit 8,7 Millionen UMTS-fähigen Mobiltelefonen oder Laptop-Karten ist der Knoten jetzt geplatzt und das mobile Internet auf der Überholspur" ließ der Präsident der Bundesnetzagentur auf seiner letzten Pressekonferenz verlauten. Kurth begründete die Prognose mit der steigenden Anzahl der UMTS-Nutzer, denn die Zahl der Nutzer wuchs von  2005 bis 2007 um 263 %, dabei verdoppelte sich das transferierte Datenvolumen auf rund 1,7 Millionen Gigabyte, so seine Angaben.Die Einschätzung der Bundesnetzagentur deckt sich auch mit den neuesten Zahlen zur Akzeptanz des schnellen mobilen Datentransfers von Forrester.Das amerikanische Marktforschungsinstitut geht davon aus, dass in fünf Jahren knapp 40% aller europäischen Handynutzer mit ihren mobilen Endgeräten regelmäßig online gehen werden. Die Einschätzung begründen die US- Analysten mit der immer besser werdenden  Abdeckung von mobilen Hochgeschwindigkeitsdatennetzen und der immer stärkeren Verbreitung von UMTS fähigen Endgeräten. Es würde aber nicht ausreichen, so die US- Marktforscher, einfach nur die Netze zur Verfügung zu stellen, vielmehr muss die Nutzung durch Flatrates und bedienerfreundliche Endgeräte konsumentenfreundlicher werden. Die Erwartungen der großen Mobilfunkunternehmen scheinen langsam einzutreten. E-Plus konnte nach eigenen Angaben eine Verdreifachung der UMTS Nutzung innerhalb eines Jahres im eigenen Netz verbuchen. Man darf gespannt sein, wann sich die investierten 16 Mrd. Euro der jeweiligen UMTS Käufer für E-Plus, T-Mobile etc. amortisiert haben. Bis zum ROI wird es aber vermutlich noch ein langer Weg sein.

>> Spiegel Online 

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