Social Media als Gatekeeper

By ethority - social media intelligence team
In März 27, 2008

Schöner Beitrag von Martin Oetting, denn der trnd Mann macht sich  Gedanken um die zukünftige Entwicklung der Mediengesellschaft und entwickelt dabei die folgende These:

Ich behaupte: Es gibt in diesem Wirrwarr 2.0 nur eine einzige Entwicklung, die es zu verstehen gilt. Wem das gelingt, der kann der medialen Zukunft gelassen ins Auge sehen.
Und diese Entwicklung ist die folgende: Die Anzahl der relevanten Gatekeeper steigt radikal und stetig steigend an. Punkt. Wer das verstanden hat, wird sich von nichts mehr schocken lassen.

Man muss dieser These grundsätzlich zustimmen, denn die Medienlandschaft wird sich stark in der nahen Zukunft modifizieren. Die bisherigen Meinungsmonopolisten aus Print, Fernsehen und Funk werden Konkurrenz aus den neuen Medien erhalten. Das Internet ermöglicht mittlerweile jedem Nutzer eine öffentliche Meinungsäußerung im Web, somit kann  grundsätzlich jeder User aktiv in die öffentliche Willenbildung eintreten.
Diese Entwicklung wird neben der Mediensparte aber auch weitreichende Konsequenzen für die Kommunikationsbranche haben: Werbeagenturen, Marketingdepartments, PR- Agenturen und Pressestellen sollten sich von ihrer klassischen Auffassung von Dialog verabschieden, schließlich ist Kommunikation im Rahmen der konsumentengenerierten Medien kein Einwegkanal mehr. Ab sofort gilt es in den direkten Dialog mit den Kunden zu treten und Rückkanäle zu bilden.
Doch was muss man unter relevanten Gatekeepern verstehen?  Welches werden die Web 2.0 Gatekeeper sein, die Relevanz für die Meinungsbildung haben? Was ist in diesem Zusammenhang unter Relevanz zu verstehen?
Diese Fragen müssen auf jeden Fall bald geklärt werden. Insbesondere wird es für die Blogosphäre notwendig eine wissenschaftliche Methode zur Überprüfung der Relevanz der einzelnen Weblogs zu etablieren.
Ich freue mich sehr auf das kommende re:publika, denn dort soll der Startschuss zur Entwicklung einer validen Relevanzüberprüfung für den Bereich der Social Media fallen. Eine solche methodische Grundlage muss gefunden werden, um die steigende Zahl an Gatekeepern wissenschaftlich fundiert als Meinungsbildner in der Öffentlichkeit manifestieren zu können.

Leave A Comment