Microsoft untersucht die Theorie Six Degrees of Separation

By Alexander Becker
In März 18, 2008

Lang, lang ist es her. Nur noch alte Netzknacker erinnern sich daran, dass einer der ersten Grundpfeiler des damaligen OpenBC  die Theorie der „Six Degrees of Separation“ war. Diese Theorie wurde häufig als Werbeargument und wissenschaftlicher Hintergrund für die Plattform zitiert. Sie besagt, dass jeder Mensch jeden anderen Menschen über sechs Kontaktpersonen hinweg erreichen kann. Das klingt einleuchtend und gehört mittlerweile zur wissenschaftlichen Popkultur, nur beweisen ließ sich die Theorie bislang nicht zu hundert Prozent – bis jetzt: Im Sommer 2007 wagte Microsoft schließlich ein einmaliges Experiment, das Softwarehaus wertete die Daten eines ganzen Monats seines Messengers aus. ZDNEt  und Robert Basic  beschreiben das Vorgehen und das Ergebnis:

 „The compressed dataset occupies 4.5 terabytes, composed from 1 billion conversations per day (150 gigabytes) over one month of logging,” according to the researchers. The dataset which was collected in June 2006 contains summaries of 30 billion conversations among 240 million people. And they were very surprised to find that the average number of jumps to get from one random user to another was 6.6.” This is very close to the old ’six degrees of separation’ idea which states that everyone on Earth is six ’steps’ away from anyone else. … The dataset contains summary properties of 30 billion conversations among 240 million people. From the data, we construct a communication graph with 180 million nodes and 1.3 billion undirected edges, creating the largest social network constructed and analyzed to date.”

Für einen echten wissenschaftlichen Beweis wird auch das Microsoft-Experiment nicht reichen, aber zumindest Lars Hinrichs kann sich entspannt zurücklehnen, denn die  Geschäftsgrundlage seines Business-Netzwerkes hat sich Dank der besagten Theorie bereits etabliert.

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