Eine Währung für den Blog-Journalismus

By ethority - social media intelligence team
In März 13, 2008

Das Thema bekommt Dynamik: In meinen Gesprächen mit Print Journalisten kommt immer wieder die Frage auf, ob Weblogs einen tatsächlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Willensbildung haben könnte, schließlich würde die Messbarkeit der Reichweite fehlen. Im Gegensatz hierzu stehen die klassischen Medien als Willensbildner. Dort ist es möglich den Erfolg an der verkauften Auflage oder der  Einschaltquote zu messen. Mit welchen Methoden kann man aber den Erfolg und die Relevanz von Blogs messen?  Die Messmethoden der AGOF und des IVW sind ja leider nicht wirklich in der Lage den Beitrag der Blogger an der Meinungsbildung und ihre Reichweite zu erfassen. Die konventionelle  Messung durch die Page-Impressions oder die Verlinkungen greift in diesem Fall sicherlich viel zu kurz. Es fehlt schon allein an den grundlegenden Daten, wie zum Beispiel über die soziodemographische Zusammensetzung der Blog-Rezipienten, um das damit verbundene Potential in der öffentlichen Meinungsbildung zu verifizieren
Es muss eine Währung für Blogs gefunden werden, welche die tatsächliche Relevanz und den Wert eines Blogs widerspiegelt. Es sollten Tools entwickelt werden, die einen intersubjektiv nachvollziehbaren Social Media Wert darstellen könnten. Vielleicht liegt die Lösung in einer betriebwirtschaftlichen Methodik wie die Swot Analyse, den Netpromoter Score oder einer Balanced Scorecard. Unabhängig davon, wie dieses Tool zukünftig aussehen wird, ist eine gemeinsame Entwicklung längst überfällig. Ein produktiver Diskurs zu diesem Thema sollte aber auch offline geführt werden. Ich stimme Benedikt Köhler zu, wenn er schreibt:

Der Forschungsbedarf ist nicht zu übersehen. Warum sollte sich die Blogosphäre mit diesem Thema überhaupt auseinandersetzen? Liegt der besondere Charme der Blogs nicht gerade in ihrer Authentizität, Leidenschaftlichkeit und Unprofessionalität? Das mag in zahlreichen Fällen zutreffen. Doch zugleich gilt: Wenn die Blogger das nicht selber machen, wird es jemand anderer für sie erledigen. Im Zweifelsfall sind das die großen Verlage und Medienhäuser, deren Engagement auf dem Web 2.0-Sektor nicht mehr zu übersehen ist.

Ergo, man sollte tatsächlich eine Forschungsgruppe Social Media bilden, die sich auf die Entwicklung einer Methode zur Messung der meinungsbildenden Relevanz verpflichtet sieht. Es geht schließlich darum, Social Media als feste und allgemein akzeptierte Größe in der gesellschaftlichen Meinungsbildung in die Medienlandschaft zu integrieren.

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  3. But I think in the beginning he was like, ‘You know on PAPER MOON I gave Tatum [O’Neal] line readings,’ and I was just like, ‘All right, Peter, whatever, you’re not going to give me line readings, buddy.

  4. @klimablog

    zu diesem Thema werde ich Dich gerne auf dem Laufenden halten.

  5. Sehr interessant für mich, ich beginne mich gerade mit dem Thema zu befassen.

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