Die Schlacht der Netzwerke beginnt- Facebook vs. StudiVZ

By ethority - social media intelligence team
In März 1, 2008

Der deutsche Social Network Dino StudiVZ scheint  ernsthafte Konkurrenz aus Übersee zu bekommen. Mit der freundlichen Unterstützung der Samwer Brüder will Zuckerberg mit seiner globalen Community nun auch den deutschen Markt erobern.
Doch was macht Facebook so speziell und inwieweit unterscheidet sich das Angebot zu den großen deutschen Netzwerken? Bei Facebook sind drei Features zentral, die das Angebot dieser Web-Community so speziell machen. Ein zentrales Marketinginstrument ist auf Facebook der News Feed. Diese News Feed  Anwendung lässt den eigenen Freundeskreis wissen, was der einzelne Freund auf Facebook so macht. Ob es nun neue Freunde sind, Hobbys oder der Beitritt zu einer neuen Gruppe, der News Feed informiert alle Facebook- Freunde darüber. Eine andere Anwendung ist das umstrittene Feature beacon.
Beacon ist eigentlich nur eine Erweiterung von News Feed. Hier werden die Freunde, nach vorheriger Einwilligung des Users, neben den gewöhnlichen Netzwerkaktivitäten, z.B. über seine Shopping Aktivitäten auf Ebay, informiert, schließlich ist das Netzwerk von Zuckerberg offen für externe Entwickler. Eine besondere Attraktion, die Facebook seinen Usern bietet, sind Applikationen die gerade durch externe Entwickler den Usern zur Verfügung gestellt werden. Von Online- Games über Landkarten bis zum Quiz, die User sind so in der Lage ihr Profil auf ihre persönlichen Präferenzen einzustellen. Der Vermarkter von Facebook, die Microsoft Digital Advertising, ist begeistert von dem immensen viralen Effekt dieser Applikationen und dem damit verbundenen Vermarktungswert.

StudiVZ, dessen Tore bislang für externe Entwickler geschlossen  waren, scheint auf die kommende Konkurrenz zu reagieren. So äußert sich der StudiVZ  Sprecher gegenüber der OneToOne wie folgt: Wir werden nur Applikationen zulassen, die unseren Nutzern einen Mehrwert bieten.“ StudiVZ biete zur Vermarktung aber noch weitere Tools an. Neben der klassischen Banner-Werbung biete das Holtzbrinck Netzwerk Unternehmen an, Anzeigen zu schalten, die dem StudiVZ Design  angepasst sind. Darüber hinaus können Marketing-Departments von Markenartiklern Premium- Gruppen auf  StudiVZ etablieren. In diesen Gruppen haben dann diese Unternehmen die Möglichkeit ihre Produkte den Konsumenten direkt zu präsentieren und zu bewerben.
Microtargeting ist auch ein Tool welches die StudiVZ Betreiber neuerdings ihrer zahlenden Kundschaft anbietet. Das Microtargeting ermöglicht den auf StudiVZ aktiven Marketern Daten wie Alter, Wohnort, Geschlecht und Studienrichtung der vernetzten Studenten zu generieren. Behavioral Targeting ist für StudiVZ, nach eigenen Angaben, erst einmal kein Thema mehr. Diese Entscheidung ist wohl auf die Online- Reputationsfalle zurückzuführen in die das Studenten Netzwerk, bei dem Versuch neue Geschäftsbedingungen einzuführen, getreten ist.
Im laufenden  Jahr 2008 wird es auf dem deutschen Markt für Web Communities wohl interessant werden. Man darf wirklich gespannt sein wer die Gunst der User erlangen wird. StudiVZ hat in Deutschland ca. 8.000.000 User auf ihren Seiten vereint.  Facebook verfügt dagegen,  nach eigenen Angaben, bereits über 600.000 Mitglieder allein in Deutschland, obwohl die Community bis gestern rein englischsprachig war. Seit heute sind die deutschen Seiten von Facebook im Netz zu finden. Die deutsche Übersetzung des Facebook Angebots wird  die Mitgliederzahlen dieses Netzwerks  in Deutschland sicher in die Höhe schnellen lassen.

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  1. [Anmerkung zum Beitrag von fendomir]
    Hundert Prozent kostenlos und gleichzeitig werbefrei können Bildungsinstitutionen und gemeinnützige Organisationen auf der OpenNetworX Plattform eigene soziale Netzwerke gründen. Bereitgestellt wird die Plattform von der OpenNetworX Stiftung, die sich aus Spendenmitteln und Zuwendungen finanziert, was allen Beteiligten den maximalen Schutz ihrer Daten garantiert.
    Ziel der OpenNetworX Stiftung ist es, Bildungsinstitutionen und gemeinnützigen Organisationen einen kostenlosen Zugang zu einem der modernsten Kommunikationsmittel zu eröffnen: dem sozialen Netzwerk im Internet. Die Netzwerke ermöglichen es Schulen, Hochschulen und Vereinen, ihre Schüler, Studenten und Mitglieder miteinander zu verbinden und mit diesen zu kommunizieren – und tragen somit ganz erheblich zur Erfüllung ihrer Bildungsaufträge bzw. Stärkung ihrer gemeinnützigen Aktivitäten bei.
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    Die Plattform ist technologisch hochwertig und wird kontinuierlich erweitert. Über die Open Social Schnittstelle können auch externe Entwickler eigene Module beisteuern. Für die Weiterentwicklung der Plattform ist die OpenNetworX Stiftung offen für Kooperationen z.B. mit Bildungsinstitutionen und anderen Organisationen. Eine Kooperation mit der Universität Magdeburg besteht bereits. Die ersten offiziellen sozialen Netzwerke von Hochschulen werden im ersten Quartal 2009 online gehen.
    kaioo ist Teil der OpenNetworX Plattform, die von der OpenNetworX Stiftung aus Hamburg spendenfinanziert betrieben wird. Weitere Informationen unter http://www.kaioo.com bzw. http://www.OpenNetworX.org.
    clicks4charity ist eine von Studenten gegründete Gesellschaft aus München. Weitere Informationen unter http://www.clicks4charity.net.
    Bedienungsanleizung: http://wiki.kaioo.com/w/index.php/OpenNetworX_FAQ

  2. Pingback: Auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) folgte Suchmaschinenmarketing (SEM) folgt SNS: Social Network Strategien | Matias Roskos

  3. Eine Alternative zu studiVZ/MeinVZ könnte kaioo.de in Kombination mit kaioomusic sein. Mir erscheint diese Seite zumindest als hoffnungsvoller Ansatz in einer mittlerweile sehr stark kommerzialisierten Web 2.0-Welt. Klar wurde kaioo auch durch Schmidtholtz eine kräftige Finanzspritze als Starthilfe zuteil, doch kaioo ist gemmeinnützig und spendet alle künftigen, durch Werbung erzielten Einnahmen an wohltätige Zwecke. Meiner Meinung ist http://www.kaioo.de also eine echte Alternative zu studiVZ/MeinVZ, Myspace, Facebook, StudiVZ, MeinVZ und wie sie alle heißen. Eine Unterstützung durch rege Teilnahme lohnt sich also auf jeden Fall, denn hier kann man sogar Inhalte und AGB durch aktive Teilnahme mitgestaltet und vorgeschlagen werden. Das ist wirklich Web 2.0 und sozial!

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