StudiVZ Reputation- Themenkarrieren zwischen Blogs und Nachrichtenportalen

By ethority - social media intelligence team
In Februar 27, 2008

StudiVZ unternimmt für ihren Teil gerade einiges dafür das lädierte eigene Image noch weiter zu schädigen. In einem aktuellen Interview von Spiegel- Online mit dem StudiVZ Geschäftsführer Rieke kam es zu einer bemerkenswerten Aussage.

Auf die Frage von Spiegel Online:  Zu Ihnen kommt ein Staatsanwalt mit 30 Fotos aus StudiVZ- Profilen, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigen. Er verlangt Klarnamen zu den Profilen und allen Kommentaren. Was machen Sie?  antwortete Ricke: Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsversuchen solche Daten nun herausgeben. Nutzungsdaten speichern wir bei allen Nutzern, die uns das erlaubt haben, durch ihre Einwilligung.

Anscheinend ist sich das Holtzbrinck Management einig darüber sich mit ihrem Studenten Netzwerk erneut in unruhiges Fahrwasser zu bringen. Die ersten Reaktionen in der Blogosphäre lassen nichts Gutes für die Reputation von StudiVZ erahnen.Die aktuelle ethority Studie zu Social Networks konnte belegen, dass eine positive Mundpropaganda innerhalb von Weblogs und Foren ein entschiedener Erfolgsfaktor bei der Generierung von neuen Usern ist. Das aktuelle Statement des StudiVZ Chefs sorgt aber sicherlich nicht für eine positive Mundpropaganda bei den Usern.

>> Rivva

Update: Weiter Infos gibt es dazu bei Internetszene, Themenblog und Sichelputzer

0 Comments

  1. ziemlich Ungeschickt ist eigentlich zu nett. Eigentlich sollte Herr Ricke es als Ex AOL Manager eigentlich wissen, wie man sein Unternehmen nach Aussen hin kommuniziert. Als Geschäftsführer des noch größten Netzwerks in Deutschland, sollte er sich darüber bewußt sein, das seine Worte in die Goldwaage gelegt werden. Es ist schließlich auch nicht das erste Kommunikationsfiasko des Holtzbrinck Netzwerks und aus Schaden sollten man eigentlich schlau werden. Herr Zuckerberg wird sich sicherlich freuen, das er bald ein paar mehr deutsche User auf Facebook begrüßen kann. Vielleicht sollte sich StudiVZ intensiver mit Online-Reputation beschäftigen, als Netzwerkbetreiber sollten Sie ja eigentlich genau wissen wie die Usergmeinde tickt ….

  2. Genau, fassen wir also zusammen: Online-Durchsuchungen am heimischen PC, Social Networks Observation, usw. Dazu kommen dann noch die Überwachungszentren, die etwa 20% aller Telefonate monitoren und die Hunderttausend von Kameras. George Orwell’s 1984 become a reality! Ich fühl mich so sicher! Blöd nur, dass ich meinen guten alten VOLVO nicht 15 min. auf dem Kiez stehen lassen kann, ohne das mein CD-Radio-Navi fehlt. Am Ende des Tages ist kein Budget für die Basics da, mal abgesehen von den etwas verunglückten Kommentaren des Herrn Ricke. Als ehemaliger AOL-Manager sollte er wissen was seine Kunden (nicht hören) wollen…

  3. “Gott sei Dank” ist schon eine ziemlich ungeschickt gewählte Antwort auf die Frage… Der Herr Ricke mag seine Kunden anscheinend nicht besonders gerne.
    Aber sind die Leute, die sich mit echtem Namen, persönlichen Daten, knallroten Augen und einer Bong in der Hand für jeden sichtbar ins Netz stellen, nicht selbst schuld? In der Einkaufspassage würde das doch auch keiner machen.

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