Studie beweist die Existenz deutscher „Klick-Inder“

By Alexander Becker
In Februar 26, 2008

Eine der klassischen Legenden der New Economy war die vermeintliche Mär der „Klick-Inder“. Auf dem Subkontinent sollte es ganze Dörfer geben, die gegen kleines Geld Webseiten oder Werbebanner klicken und damit für Werbeeinnahmen in den USA und Europa sorgten. Allgemein hielt man dies für eine Schnack ohne Wahrheitsgehalt und der „Klick-Inder“ wurde schnell zum geflügelten Wort. Bis letzte Woche. Andreas Göldi berichtet von einer höchst Spannenden Studie der Firma Click Forensics  der zufolge nicht weniger als 16.6% der Klicks auf Internetwerbung betrügerisch sind, Tendenz steigend. Noch schlimmer sieht es bei den Pay-per-Click-Werbungen aus, also z.B. Google AdWords. Dort sollen gar 28.3% der Klicks nicht von echten Kunden stammen. “Click Fraud” nennt man das im Online-Slang.“Ob es jetzt tatsächlich ganze Dörfer gibt, in denen fleißig geklickt wird, lässt sich nicht feststellen. Höchst interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings die Länderverteilung bei den Fake-Klicks: Führend ist Indien mit 4.3 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 3.9 Prozent. Für die Werbebranche und Vermarkter müssten die Zahlen ein wahres Horrorszenario darstellen. Das Interesse von Webmultis wie Google und Yahoo gegen die Betrüger vorzugehen dürfte gering sein. Denn alle Web-Werbevermarkter verdienen nicht nur an den normalen, sondern auch an den gefälschten Klicks.

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