Die Zukunft der Vermarktung von Social Networks- Teil 2

By ethority - social media intelligence team
In Februar 9, 2008

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In diesem Blog wurde ja schon im Zusammenhang mit Martins Sorrells Aussagen in der FTD auf die Vermarktbarkeit von Social Networks hingewiesen. In der neusten Ausgabe der Horizont steht es geschrieben: Marketer testen munter weiter: Trotz Targeting-Diskussion ist das Interesse der Werbetreibenen an Social Networks groß.
Dem Artikel zufolge, gehen die Einschätzungen des WPP Chefs doch etwas an der Realität vorbei. Die Aussagen des deutschen Vermarkters von Facebook, der Microsoft Digital Advertising Solutions, lassen ein anderes Bild entstehen. Wie die Erfahrungen des Vermarkters zeigen, ist das Interesse von Marketern an der Nutzung der unglaublichen Reichweite der Communities immer noch sehr groß. Die Kunden sind nach den großen Diskussionen um das Targeting wohl vorsichtiger geworden. Doch nachdem die Markenartikler einige Tests in den Communities durchgeführt hatten, scheinen sie wohl von der Vermarktungsfähigkeit überzeugt zu sein.
So haben großen Markenartikler, wie Warsteiner auf MyVideo, Mc Donalds auf Portalen wie studiVZ oder Lokalisten mit ihren Marketingkampagnen, großen Erfolg gehabt. Schließlich sind, bei der Entscheidung die Social Networks für ihre Marketingkampagnen zu nutzen, drei Punkte entscheidend: die Interaktivität, die Reichweite und das lokale Targeting.
Sorrells Aussagen scheinen sich zu relativieren, zu mindestens teilweise. Sicherlich gibt es immer noch Punkte, die von den Betreibern der Portale nachgebessert werden müssen. Aus der Sicht der Marketer sollten die Targeting-Kriterien ausgefeilter werden. Darüber hinaus sollten sich die Preisvorstellungen der Netzwerkbetreiber im Bezug auf Marketingkampagnen reduzieren.
Letztendlich sollten die Marketing Departments bei der Networkvermarktung peinlichst genau auf die Zielgruppenrelevanz der Communities achten. Zusätzlich sollten sie auch darauf achten, mit ihren Netzwerkkampagnen einen Mehrwert für den User zu schaffen.
Die Marketer scheinen sich also nicht an die Prognosen des WPP Chefs zu halten. Der Reiz der immensen Reichweite ist einfach zu verlockend. Man sollte nicht davon ausgehen, dass die Wellen die von der aktuellen Debatte über das behavioral targeting ausgegangen sind, langfristige Konsequenzen für die Vermarktungsfähigkeit der sozialen Netzwerke haben wird.
Einige Netzwerke sind einfach viel zu plump an die Vermarktung herangegangen. Im Moment wird die Netzwerkvermarktung neu justiert. Es wäre ja nicht das erste Mal in der jungen Geschichte des Onlinemarketings, dass die Marketingkonzepte auf den Konsumenten eingestellt werden müssten. Man denke nur an die Anfangs wenig verbraucherfreundlichen Pop Ups.
Man kann es drehen und wenden wie man will, zukünftig werden Marketer, die schnell große Reichweiten mit ihren Kampagnen erreichen wollen, nicht an den Social Networks vorbeikommen.

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