Reputation Defender: US-Dienst für Monitoring und Reputation Management startet jetzt in Deutschland

By Alexander Becker
In Januar 29, 2008

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Das Geschäftsmodell  ist einfach. Das Unternehmen durchstöbert das Web auf der Suche nach allen persönlichen Informationen, die ihre Auftraggeber im Laufe der Jahre im Internet hinterlassen haben. Finden die US-Amerikaner peinliche Bilder oder gar Rufschädigendes von oder über ihre Kunden, versuchen sie diese Inhalte löschen zu lassen. Auch wenn der Dienst den Eindruck vermittelt, als ob er besondere Kniffe beherrscht oder gar juristische Profis beschäftigt, die sich um die Löschung kümmern, ist es tatsächlich viel einfacher. Eine Mail, die der Handelsblatt-Redakteur Thomas Knüwer in seinem Blog abdruckte, zeigt, dass Reputation Defender bei den entsprechenden Webseiten einfach höflich anfragt und um eine Löschung bittet. 
Das US-Angebot profitiert von der Tatsache, dass die virtuellen Jugendsünden vieler User noch Jahre später die Karriere ruinieren können. Laut Reputation Defender-Gründer Michael Fertik überprüft mindestens jeder dritte Personalchef in den USA  Job-Bewerber via Google und lehnt sie ab, falls er Negatives findet. In Deutschland – so behauptet Fertig – sind es fast genauso viele.
Nach eigenen Angaben durchsucht Reputation Defender die Profis Social-Networking-Websites, wie MySpace, Facebook, Xing, Blogs, Online-Nachrichtenquellen, Foto-Communitys sowie Millionen weiterer Websites im „offenen Internet“. Als Kosten müssen die Kunden einen Monatsbeitrag von 9,95 Dollar zahlen. Findet Reputation Defender einen negativen Eintrag, schlägt die Löschung noch einmal mit 29,95 zu Buche. Den Machern gelang es zwar die Homepage ins Deutsche zu übersetzen, aber nicht die Preise in Euro umzurechnen. Das vermittelt den Eindruck, als ob man mit dem europäischen Markt gar nicht umgehen könnte.


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