Die nutzergenerierte Suchmaschine: Wikia Search

By ethority - social media intelligence team
In Januar 10, 2008

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Ein Rauschen ging durch den Online-Blätterwald: Jimmy Wales bläst zum Angriff gegen Google. Der amerikanische Wertpapierhändler und Gründer von Wikipedia hat seit ein paar Tagen seine Suchmaschine Wikia Search als Alpha Version im Netz. Doch anders als mit Wikipedia hat Wales die Absicht mit diesem Projekt Geld zu verdienen –  14 Millionen Dollar ließ sich Wales seine neue Suchmaschine kosten, allein 10 Millionen Dollar steckte Amazon in dieses Vorhaben. Die technische Grundlage der Suchmaschine ist der Web-Crawler Grub.Die Grundlage der Suchmaschine des Wikipedia-Gründers soll hierbei die  Usergemeinde darstellen. Die User sollen durch ihre Bewertungen über die Qualität von einzelnen Websites einen direkten Einfluss auf die Suchergebnisse haben.Jimmy Wales setzt sich ehrgeizige Ziele mit diesem Projekt. So soll Wikia Search  eine höhere Suchqualität erzielen als Google, eine transparentere Arbeitsweise an den Tag legen und dem Datenschutz einen wesentlich höheren Stellenwert einräumen.Jimmy Wales hat also Großes mit seiner Suchmaschine vor. Wie es  halt so ist, wer sich so weit aus dem Fenster lehnt, macht sich zu einer Zielscheibe für Kritiker. In diesem Fall dauerte es auch nicht lange bis die ersten Kritiker der neuen Suchmaschine auf der Bildfläche erschienen.So bloggte Michael Arrington vom Tech-Blog Techcrunch: The search results are poor and thin […] this product is an inexcusable waste of time.Doch vielleicht hatte Arrington in diesem Fall auch zu hohe Erwartungen an die neue Suchmaschine. Aber wer mag es ihm verdenken nachdem Wales zum Angriff auf den Goliath Google blies. Man muss der neuen Suchmaschine ihre Idee zu Gute halten. Auf der Grundlage eines offenen Suchalgorhytmus werden die Suchergebnisse mit  der zunehmenden Menge an aktiven Usern, ähnlich wie bei Wikipedia, immer besser werden. Man sollte sich an die Anfänge von Wikipedia erinnern, denn dort fing es auch mit nur ca. 100 aktiven Usern an und die damaligen Kritiker behielten auch nicht Recht. Führt man sich den heutigen Stand der Online-Enzyklopädie  vor Augen, dann hat Wikipedia eine  erstaunliche Entwicklung vollzogen. Genau dieser Mitmacheffekt soll auch in Zukunft diese offene Suchmaschine stark machen, sicherlich wird es aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen bis der Mitmacheffekt zum Tragen kommt.

>> Financial Times Deutschland

>> TechCrunch blog 

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