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Community 2011-Studie: Facebook beherrscht den Markt, Twitter ist Lückenfüller

Neues Datenfutter für Social Media-Strategen und Planer. Im Auftrag des ZDF hat das Marktforschungsinstituts Phaydon die Studie „Community 2011“ erstellt. Vor allen zwei Resultate sollte man sich merken:

1. Für mehr als drei Viertel der deutschen Nutzer ist Facebook die wichtigste privat genutzte Community.

2. Twitter wurde zwar nur von zwei Prozent der Befragten als wichtigste Community genannt. Das Spannende dabei ist allerdings, dass viele den Microblogging-Dienst als wichtige Ergänzung im Kreis der Social Media-Angebote betrachten. „Sie sehen Twitter als „Lückenfüller“ für unterwegs“, fasst Lead Digital einen Teil der Ergebnisse zusammen. 14 Prozent geben allerdings an, dass sie einen Twitter-Account haben. Unabhängig davon befindet sich Twitter auf der Überholspur. Wie der Netzökonom vermeldet, konnte der Kurznachrichtendienst im Mai seine Besucherzahl auf 4,4 Millionen steigern. Das bedeutet ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Community2011

Die weiteren Communitys, bei denen die Befragten angemeldet sind: StayFriends 30 Prozent, Wer-kennt-wen.de 24 Prozent, StudiVZ 17 Prozent. Google+ kommt immerhin schon auf 15 Prozent.

Ein weiteres Ergebnis, das vor allem Marketing-Experten freuen wird: Auf die Frage, aus welchen Bereichen die Fanseiten- oder Gruppen sind, denen die Mitglieder angehören, antworteten immerhin 43 Prozent „Marken und Produkte“. Nur Musikgruppen/Brands mit 55 Prozent liegen noch vor den Brands.

freitags news flash KW 19

Diesmal auch wirklich am Freitag. Die Linktipps zum Wochenende. Viel Spaß!

Geht’s Google jetzt doch an den Kragen? – Twitter crawlt nun auch Webinhalte

>> faz-community.faz.net

Auch StudiVZ goes Echtzeit – Buschfunk bringt die Statusnachricht auf die Startseite

>> basicthinking.de

Frühstück mit Chris Heuer – Vodcast vom Tweet Up Breakfast

>> digital-conversation.de

Was würde Google tun – Jeff Jarvis auf der Next 09

>> netzwertig.com

Was man lieber nicht öffentlich sagen sollte – Twitter als Karrierekiller

>> karrierebibel.de

Ad Agency Branding – Was ein Corporate Blog bringt

>> fuelingnewbusiness.com

Echtzeit-Berichterstattung – Tipps für die Berichterstattung von Events in Zeiten von Social Media

>> influentialmarketingblog.com

Social Media Release – Die Zukunft der Pressemitteilung?

>> pr-squared.com

Social Media Strategien – So bringt man die Unternehmensstrategie wieder ins Gleichgewicht

>> web-strategist.com

Kleine Umfrage – Wie sieht dein iPhone Startbildschirm aus?

>> iphone-fan.de

ethority Startup Barometer 2009 I – studiVZ flop & dawanda top

StudiVZ hat schon zum zweiten Mal den schlechtesten Imagewert bei deutschen Web 2.0 Usern. Die Shoppingplattform dawanda ist wieder einmal der Liebling in den nutzergenerierten Medien.

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ethority hat die Online-Gespräche über die deutschen Startups nun schon zum dritten Mal analysiert. Besonders für Startups im digitalen Bereich ist es wichtig auf den wichtigsten Plattformen der kollaborativen Medien, Weblogs und Online Foren stattzufinden. Kaufentscheidungen und Nutzung werden immer stärker durch Empfehlungen von anderen Usern geprägt. Daher kann die Intensität des Buzz in Kombination mit dem Image ein Gradmesser für den Erfolg einer Unternehmung in diesem Bereich sein.
Der ethority Startup Monitor 2009 I untersuchte im Zeitraum von Februar bis März 2009 rund 50.000 Meinungsäußerungen von Usern zu deutschen Startups in deutschsprachigen Weblogs und Foren. Für diese Buzz-Analyse wurden authentische Nutzeräußerungen zu rund 450 deutschen Startups klassifiziert. Diese Datenmenge wurde durch die ethority Crawler- und Klassifizierungstechnologie gridmaster® erhoben. Dabei wurde zum einen die bloße Quantität der Nennungen der untersuchten Unternehmen in Social Media erfasst, zum anderen das Image der Unternehmen anhand einer automatisierten qualitativen semantischen Analyse der Usermeinungen ermittelt. Der erhobene Imagewert drückt hier das Verhältnis zwischen positiven und negativen Nennungen in Bezug auf den ermittelten Gesamtbuzz aus. Durch dieses Vorgehen entsteht ein exaktes Bild über die Netzprominenz des einzelnen Startups in Verbindung mit seinem Image bei den Usern und potentiellen Kunden.

Die Ergebnisse der Buzzanalyse zeigen, dass über StudiVZ am intensivsten in den konsumentengenerierten Medien diskutiert wird. Dabei überwiegen aber die kritischen Töne. Dadurch schneidet StudiVZ in diesem Buzzmonitor in Sachen Image am schlechtesten ab. Dagegen können sich Dawanda und Spreadshirt freuen. Beide Startups kommen bei den Usern besonders gut an.

Trotz aller Kritik an StudiVZ muss man allerdings auch sehen, dass die Holtzbrink Community die Plattform ist, über die im deutschen Netz einfach am häufigsten gesprochen wird. Obwohl StudiVZ laut den neusten AGOF Zahlen mittlerweile gar nicht mehr das reichweitenstärkste Netzwerk in Deutschland ist. Das Abschneiden von Dawanda zeigt eindrucksvoll, was für ein Effekt eine starke Fan Community auf das Brand Image einer Marke haben kann. Gerade im Fall Dawanda gibt es eine große Anzahl von Markenevangelisten, welche ein positives Meinungsbild über das junge Social Commerce Unternehmen aus Berlin befördern.

>> Mehr dazu bei MEEDIA

Erfolg durch User ROI. Welchen Mehrwert haben Marken in Social Media für den User.

Social Media Marketing funktioniert nur, wenn der User einen echten Mehrwert als Entlohnung für sein Engagement erhält. Das bedeutet: Die Interaktion mit der Marke auf den nutzergenerierten Kanälen muss einen messbaren ROI für den User haben, damit Marketing in diesem Bereich Erfolg hat. Daher versucht sich Tom Smith in seinem Post an einem Perspektivwechsel. Es geht nicht um den Mehrwert von Social Media für Unternehmen, sondern um den Mehrwert für? User, welcher aus den Social Media Aktivitäten großer Brands resultiert. Smith leitet acht Vorteile für den Konsumenten durch Social Media Marketing her:

1. Social Media kann aus der Black Box Marke der Vergangenheit einen transparenten Dialogpartner machen. Social Media ermöglicht es dem User im besten Fall einen Blick hinter die Kulissen einer Marke zu werfen.

2. Social Media trennt schlechte Produkte von guten Produkten. Dank Social Media wird es für den User einfacher, sich vor dem Kauf über die Qualität des jeweiligen Produkts zu informieren.

3. Social Media ist ein perfekter Kanal für den Kundenservice. Comcast, Dell und Southwest sind nur ein paar gute Beispiele. Grundsatz für Marken sollte es sein, sich dort aufzuhalten, wo sich auch die Zielgruppe aufhält, um immer für den Kunden da zu sein.

4. Social Media bezieht den User mit in die Produktinnovation ein. Das Stichwort heißt Crowdsourcing und verspricht bessere Produkte. Tchibo, Dell und Procter & Gamble zeigen wie man den Kunden mit in die Produktentwicklung einbezieht.

5. Der User entscheidet, ob er mit dem Brand in eine Interaktion tritt. Im klassischen Online Marketing hatte der User keine Entscheidungsgewalt darüber, ob er mit einer Markenbotschaft bombardiert werden wollte oder nicht.

6. Social Media Bemühungen großer Brands sind eine Voraussetzung für eine kostenlose Nutzung von Facebook & Co. Für eine kontinuierliche Verfügbarkeit und Verbesserung von Social Media Plattformen benötigen die Betreiber Geld. Geld, welches durch eingebuchte Marketingkampagnen großer Marken erwirtschaftet wird.

7. Große Unternehmen haben interessante Geschichten zu erzählen. Marken wie Daimler oder Coke haben sicher einiges zu erzählen und bieten Kunden sicherlich echten Mehrwert.

8. Erst der User erweckt die Marke in Social Media zum Leben. Bei den User Gesprächen über Brands ist es aber völlig unerheblich, ob die Marke sich aktiv engagiert oder nicht, gesprochen wird über den Brand in jedem Fall.

Am Ende wird es deutlich: Social Media Marketing bzw. aktive Marken in Social Media bieten den Usern einen wirklich zählbaren Mehrwert. Angefangen von der Transparenz über einen direkten Kundenservice bis zur Selbstbestimmung, welcher Markenbotschaft der User sich aussetzen möchte: User profitieren deutlich von dieser Markenkommunikation 2.0. Dieser User ROI ist der entscheidende Indikator für den Erfolg einer Marke in den nutzergenerierten Medien. Markenkommunikation stiftet im Bereich Social Media also einen gegenseitigen Mehrwert – für den User und für den Brand. Dieser gilt aber nur, wenn sich Marketer auch an den oben genannten Mehrwerten orientieren. Dabei sollten Schlagworte wie weitestmögliche Transparenz und Authentizität im Vordergrund stehen.

Tischlein wechsel dich – schon wieder neuer StudiVZ Chef

Schon wieder ein neuer Chef: Markus Berger-de Leon wird neuer StudiVZ Chef. Nachdem im letzten Jahr Markus Riecke die Kommandobrücke des Brancheführers in Deutschland geräumt hat, wird sein Nachfolger als CEO von StudiVZ, Clemens Riedl, auch das Ruder aus der Hand geben. Wie es aussieht, hat sich Holtzbrinck bei der StudiVZ Top-Personalie auf einen erfahrenen Mann gesetzt. Der frühere Jamba Chef Berger-de Leon wechselt von der Handwerker Community MyHammer zu den denVZlern nach Berlin. Mit dem erneuten Führungwechsel scheint der Chefsessel von StudiVZ zu einem echten Schleudersitz zu werden.

V.i.S.d.P – mal richtig gut recherchiert

Da lese ich heute die aktuelle Ausgabe des V.i.S.d.P. und muss mich doch schwer über eine Grafik wundern. Die besagte Grafik soll die Reichweitenveränderung deutscher Internetangebot in PI darstellen. Interessant sind die StudiVZ Köpfe, die von der Redaktion ausgesucht wurden.

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Nachdem Herr Riecke und die Gründerväter von StudiVZ nachweislich und endgültig die VZ Gruppe verlassen haben, frage ich was in der Redaktion der V.i.S.d.P los war. Es scheint, als würde man es mit der Recherche nicht so ernst nehmen. Nachbessern bitte.

Trend 2009: Entfreunden- Qualität statt Quantität im Social Graph

Ein großer Trend im Bereich der täglichen Nutzung von Social Media wird dieses Jahr sicherlich das Entfreunden sein. Burger King hat diesen Trend schon antizipiert – werde 10 Facebook Freunde los und bekomm ein Whooper gratis. Ich frage mich immer wieder, wenn ich auf xing etc. unterwegs bin: wer zum Teufel ist in der Lage bei über 1000 Businesskontakten wirklich von tatsächlichen Kontakten zu sprechen, oder, wie erfasst man einen Twitterstream, der mehr als 1000 Streams folgt? Vielleicht gilt in Social Media, wie auch in der Welt außerhalb von Social Media: Weniger ist manchmal mehr.

Für Charlene Li ist die Entschlackung von Followern und Facebook „Freunden“ daher ein Trend für das Jahr 2009:
Having thousands of friends becomes „so 2008“ and defriending becomes the hot new trend, driven by overwhelming rivers of newsfeeds. The movement is rooted in a desire to have quality, not quantity, as people cocoon in the face of the economic crisis. Facebook apps will emulate Twitter Grader, allowing you to prioritize your friends based on their overall social ranking — and prune safely to ensure the highest quality friends.

Auch Peter Blackshaw von consumergeneratedmedia.com sieht eine ganz ähnliche Entwicklung für das  Jahr 2009:
Many of us will feel compelled to join the social media equivalent of Weight Watchers, eager to trim the excess and rediscover a modicum of don’t-follow-everything discipline.
Diese Entwicklung ist meiner Meinung nach völlig richtig. Ein Social Graph ist doch eigentlich nur dann wirklich funktional, wenn man mit seinen virtuellen Kontakten wenigstens im Ansatz kommuniziert. Eine solche Kommunikation muss natürlich weit über das bloße Betätigen des Bestätigungs-Buttons hinausgehen. Ich finde es schon schwer genug meinen vergleichsweise kompakten Twitterstream im Auge zu behalten oder zu all meinen facebook, xing, studiVZ, linkedin oder neuerdings HORIZONTpeople Kontakten in einem konstruktiven Dialog zu stehen. Mittlerweile entsteht eine alltägliche Informatiotsflut, welche zu einem großen Teil völlig irrelevant ist. Es sind wahrscheinlich Tools, wie das schon erwähnte TwitterGrader oder Benedikts Twitterfriends, nötig, um eine längst überfällige Netzwerkoptimierung durchzuführen. 2009 wird es also Zeit, sich der Social Graph Watcher-Bewegung anzuschließen, um seine Vernetzung wieder zu stärken.

Shoppen & Edelgruppen – Gewinnmodelle für StudiVZ & Co.

Nachdem thestrategyweb.com bereits ausführlich über die Ergebnisse der Studie Community Monitor 2008 der Unternehmensberatung Brain-Injection und der Cologne Business School berichtet hat, möchte ich mich auf die in der Studie vorgestellten Erlösmodelle der einzelnen Networks konzentrieren. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen erneut ein ernüchterndes Bild. Banner sind im Bereich Social Networks immer noch das vorherrschende Marketingtool, dabei scheint den Marketern der dort werbenden Brands es völlig egal zu sein, wie unwirksam solche Werbemittel im Umfeld von Social Media sind. MySpace & Google haben schließlich schon einschlägige Erfahrung gemacht, beispielsweise sind die Klickraten der Banner Werbung beim Social Network Dickschiff kontinuierlich in den Keller gerutscht:

The ads‘ so-called click-through rate plummeted from one in 100—a decent return by Web standards—in 2006 to one in 1,000 in 2007. „Users became more or less desensitized to the advertising,“ says Seremet, a veteran of Take-Two Interactive (TTWO) and now president of video game publisher Green Screen. „You won’t make money on it.“

Über diese Entwicklung war Google nicht sonderlich glücklich, schließlich hatte sich das Internet Imperium aus Mountain View (CA) andere Zahlen versprochen, als es sich 2006 für knapp 900.000.000 $ die alleinigen Vermarktungsrechte für das News Corp. Netzwerk sicherte.

Trouble is, Google pays News Corp. for that right even when the ads don’t generate much, if any, revenue. „We have found that social-networking inventory is not monetizing as well as expected,“ said Google Chief Financial Officer George Reyes…

Diese Entwicklung ist sicher kein Spezifikum für MySpace, sondern gilt auch für das Gros der Netzwerke. Ich gebe den Studienautoren recht, wenn sie meinen:

Wir vermuten einen Grund darin, dass die Werbeindustrie länger braucht, um sich auf die neuen Gegebenheiten und Möglichkeiten der Werbung im Web 2.0 einzustellen.

Richtig vermutet. Marketer müssen im Umfeld von Social Media erst einmal lernen zuzuhören. Nachdem sie Jahrzehnte lang nur reden durften, müssen sie in Social Media mit den Kunden in den Dialog treten. Invitational Ads als Banner können dabei sicher ein probates Mittel sein, um den User bzw. Kunden auf eine Brand Community etc. zu lotsen, aber der Dialog mit dem Konsumenten steht dabei immer im Mittelpunkt.

Bei dieser Untersuchung fehlt aber ein zentraler Untersuchungsgegenstand, wenn es um Erlösmodelle geht. Die Brand Communities, Fanpages oder vzlisch Edelgruppen hätten in jedem Fall auch Gegenstand der Analyse sein sollen. Es gibt schließlich schöne Beispiele die verdeutlichen, wie wichtig und sinnvoll diese Werbeform im Bereich Social Media ist. Die DACH Version von MySpace sei hier angeführt, an erster Stelle stehen für mich dabei die Gruppen von Jägermeister und das Niveacamp von Beiersdorf.

Auch StudiVZ hat in diesem Bereich Erfolge zu verbuchen. Die Edelgruppe von Brands4Friends ist eine der erfolgreichsten Brand Communities auf StudiVZ. Dieses belegt, wie gut und erfolgreich die Branded Communities auf Social Networks als dialogorientiertes  Marketingtool funktionieren.

Ich bin deshalb der Ansicht, dass die Studie mit ihrer Auswahl an untersuchten Erlösmodellen von Social Networks dabei einen entscheidenden Punkt vergessen hat, denn die Zukunft von Erlösmodellen liegt sicherlich auch im Bereich von Brand Communities.

Erlösmodelle, wie z.B. Mitgliedsbeiträge, sind sicherlich keine Erfolgsmodelle  für die großen Netzwerke. Für Nischenprodukte wie die Businessnetzwerke á la Xing oder Linkedin gestaltet sich das anders. Die User sind dort durch einen sehr konkreten Mehrwert, den sie aus der Nutzung erwarten, auch bereit einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Der Mehrwert bei Facebook & Co. ist dagegen viel zu defus.

Interessant ist, dass dem gegenüber immerhin 26 % der untersuchten Netzwerke ihren Kunden die Integration von Shops anbieten. In dieser Entwicklung liegt auch noch einiges an Potential. Ein gutes Beispiel von Social Media E-Commerce ist z.B. Brands4Friends, aber auch edrugsearch.com. Die amerikanische Suchmaschine für Arzneimittel hat sehr großen Erfolg mit der Implementierung einer Community gehabt. Ob nun zuerst das Shopping und dann das Netzwerk eingebaut wird oder umgekehrt ist unwichtig, denn das Resultat bleibt das gleiche. Communities und E-Commerce können eine erfolgreiche Beziehung sein. Der Ex StudiVZ Chef Markus Riecke meinte zu dieser Verbindung:

Dort lässt sich Online-Marketing leicht ansetzen, denn das Nutzerinteresse deckt sich exakt mit dem Angebot.
Daher können Shops in Zukunft sicherlich auch ein Erlöstreiber der großen Netzwerke werden.

Um es noch einmal zusammenfassen: Meiner Meinung nach liegen die Gewinntreiber für die Social  Networks zukünftig in den Branded Communities und in ihrer Verknüpfung mit dem E-Commerce. Diese beiden Werbeformen sind zumindest am ehesten dazu geeignet ein erfolgreiches Marketing im Umfeld von Social Media zu generieren, um dadurch auch rentable Erlösmodell für Social Networks darzustellen. Der zukünftige Erfolg der grossen Communities wird aber sicher weniger im Bereich der ausschließlichen Bannerwerbung noch in den Mitgliedsbeiträgen zu finden sein.

ethority startup monitor : studiVZ fällt bei den Usern durch

ethority hat die Online-Gespräche über die  deutschen Startups nun schon zum zweiten Mal analysiert. Besonders für Startups im digitalen Bereich ist es wichtig auf den wichtigsten Plattformen der kollaborativen Medien, Weblogs und Online Foren stattzufinden. Kaufentscheidungen von Konsumenten werden immer stärker durch Empfehlungen im Internet geprägt. Daher kann die Intensität des Buzz in Kombination mit dem Image ein Gradmesser für den Erfolg einer Unternehmung in diesem Bereich sein.


Der ethority Startup Monitor 2008 II untersuchte im Zeitraum von September bis Oktober 2008  rund 17.700 Meinungsäußerungen von Usern in deutschsprachigen Weblogs und Foren über die deutschen Startups. Für diese Buzz-Analyse wurden authentische Nutzeräußerungen zu rund 600 deutschen Startups klassifiziert. Diese Datenmenge wurde durch die ethority Crawler- und Klassifizierungstechnologie gridmaster® erhoben. Dabei wurde zum einem die bloße Quantität der Nennungen der untersuchten Unternehmen in Social Media erfasst, zum anderen das Image der Unternehmen anhand einer automatisierten qualitativen semantischen Analyse der Usermeinungen ermittelt. Der erhobene Imagewert drückt hier das Verhältnis zwischen positiven und negativen Nennungen in Bezug auf den ermittelten Gesamtbuzz aus. Durch dieses Vorgehen entsteht ein exaktes Bild über die Netzprominenz des einzelnen Startups in Verbindung mit seinem Image bei den Usern und potentiellen Kunden. Die Ergebnisse der Buzzanalyse zeigen, dass über StudiVZ am häufigsten auch in den konsumentengenerierten Medien diskutiert wird, doch beinhalten diese Unterhaltungen auch oft Kritik. Dadurch schneidet StudiVZ in diesem Buzzmonitor in Sachen Image am schlechtesten ab, dagegen können sich Plazes und Qype freuen. Beide Startups kommen bei den Usern besonders gut an.

David Nelles zu den Ergebnissen: Dass StudiVZ den Löwenanteil des Buzz auf sich vereint, verwundert nur wenig, denn StudiVZ sorgte in letzter Zeit für viel Aufsehen in der deutschen Blogosphäre. Besonders häufig wurde der Wechsel in der Führungsspitze thematisiert und die negative Einschätzung bezüglich des wirtschaftlichen Erfolgs des VZ Netzwerks. Das besonders gute Abschneiden von Plazes unterstreicht nur noch stärker, dass mobilen Anwendungen im Bereich Social Media mit großer Spannung und großen Erwartungen von den Usern entgegengefiebert wird. Grundsätzlich muss man feststellen dass Online-Gespräche und Weiterempfehlungen von Usern eine wichtige Kennziffer für das Wachstum und den Erfolg eines digitalen Startups sein können.

>> andere Studien von ethority aus dem laufenden Jahre: CEO Reputations Index, Internationale Social Network Studie, Brands in Social Media 08/09

studiVZ und msn präsentieren die Pietshow

Nachdem im Sommer die Candy Girls auf MySpace als Web-Soap ihre Runden drehten, hat das studiVZ nun auch seine eigene Web-Soap. Die Pietshow wird präsentiert von msn und soll aus dem Leben einer Studenten WG in Berlin berichten. Diese studiVZ/msn WG besteht aus Nick und Piet, die frisch nach Berlin gezogen sind und mit Melanie und Jessy zusammen wohnen. Die Einleitung der geschalteten Edelgruppe lautet wie folgt:

Ein großer Philosoph sagte mal: „Das Leben ist grausam und schön“. Das wollen wir erst mal sehen! Ich werde hier acht Wochen lang mein Leben dokumentieren. Wieso? Weil mein bester Freund Nick und ich grade nach Berlin gezogen sind und keine Ahnung haben, was hier auf uns zukommt. Erstmal ein Loch in der Wand. Dann zwei Frauen. Und dann wird’s meta. Klingt komisch, ist aber so.

Ich bin wirklich gespannt, ob dieses Konzept für msn aufgeht. Das gezeigte Bildmaterial erinnert doch stark an die Abschlussklasse (VIVA) und für dieses Format gibt es schließlich auch eine Nachfrage – zielgruppengerechtes Führen der Kamera natürlich inklusive.