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Social Network Nutzung: Frauen auf Pinterest & Instagram // Teens auf Twitter & Tumblr

Jedes Social Network hat seine eigene Identität, die vor allem durch seine Nutzer geprägt wird. So sind auf Pinterest und Instagram vor allem Frauen aktiv und auf Tumblr eher Jungendliche. Dank der Analysemöglichkeit demographischer Daten können wir sehr gut feststellen, welche Zielgruppen auf welchen Plattformen besonders aktiv sind und welches Einkommen sie haben. In einem neuen Bericht von BI Intelligenz wurden demographische Daten (US-Fokus) der größten Social Networks veröffentlicht, die wir uns noch einmal etwas genauer angesehen haben:

Fakten:

1. Facebook: Die Altersgruppe der 45- bis 54-jährigen wächst seit Ende 2012 um 45%, 73 % der Nutzer haben ein Einkommen von über 75.000 US-$

2. Instagram: 68% Prozent der Instagram-Nutzer sind Frauen

3. Twitter hat eine überraschend junge Nutzerschaft, denn 27% der 18- bis 29-Jährigen in den USA nutzen Twitter, im Vergleich dazu nutzen nur 16 % der Altersgruppe der Dreißiger und Vierziger den Dienst

4. LinkedIn hat einen kleinen Überhang an männlichen Nutzern

5. Google+ ist auch eher männlich orientiert, mit einem Anteil von 70% Männern

6. Pinterest wird von Tablet-Nutzern dominiert und 84 % der Nutzer bei Pinterest sind Frauen

7. Tumblr ist besonders beliebt bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Personen mit höherem Einkommen. 8% der US-Internetnutzer mit einem Einkommen von über $75.000 benutzen Tumblr.

2013 Social Network Demography & Income

Social Network Statistiken 2013 – Wachstumsraten und Nutzerzahlen

Statistiken zu den Wachstumsraten und Nutzerzahlen der größten Social Networks, die man als Social Media Marketer kennen sollte. Sieht man genauer hin, so kristallisieren sich folgende Fakten heraus:

1. Social Networks reifen: Zielgruppen ab 45+ sind die am stärksten wachsenden Nutzer-Segmente
2. Mobile Internet-Nutzung liegt global fast bei 1 Mrd. User
3. Twitter wächst am schnellsten unter allen Networks mit 44%
4. Youtube erreicht in den USA mehr Erwachsene im Alter von 18-34, als jeder andere Broadcaster bzw. Kabel-TV-Sender
5. Google+ legt mit 33% zu und hat fast 400 Mio. aktive Nutzer pro Monat
6. LinkedIn gewinnt jede Sekunde 2 neue Nutzer und liegt damit bei über 200 Mio.

Social Media & Network Statistiken Infographic 2013

Quelle: Infografik von growing social media und surgogroup

Pinterest, Glancee oder BranchOut: Warum Facebook längst ein eigenes Internet ist

Vor Jahren überraschte Mark Zuckerberg mit seiner Vision, dass Facebook eine Art eigenes Betriebssystem werden soll, auf dem alle Anwendungen laufen und miteinander vernetzt sind, die der Homo Sapiens 2.0 für eine glückliche und erfüllte Web-Existenz braucht.

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Bei aller Diskussion über die neue Timeline oder die Frage, welche Marke die meisten Fans hat, wurde lange übersehen, dass Facebook tatsächlich an diesem Projekt weiterarbeitet. Oder genauer: weiterarbeiten hat lassen. Denn in den letzten Monaten sind eine Vielzahl von neuen Web- bzw. Mobil-Angeboten entstanden, die auf die persönlichen Daten von Facebook zugreifen und zu einem wichtigen Teil ihres eigenen Netzwerkes machen. So wird Facebook zur Basis einer ganzen Generation neuer Social Networks und Angeboten.

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Die beiden aktuell wohl bekanntesten Angebote dieser neuen Prägung sind Pinterest und Spotify. Es gibt aber noch weitere höchst spannende. Zum Beispiel die Business-Networks BranchOut und Identified. „Identified bringt es laut Zahlen von AppData bereits auf 2,9 Millionen monatliche Nutzer, BranchOut gar auf stolze 11,2 Millionen – und damit auf Augenhöhe mit Xing“, hat Basic Thinking recherchiert. „Beide Apps geben Facebook-Nutzern etwas, was dem Social Network lange fehlte: ein seriöses, berufliches Netzwerk abseits des Spaßes.“

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Viel Spaß bieten dagegen Angebote wie Highlight oder Glancee. Für Marcel Weiss sind sie „ein perfektes Beispiel, welche neuen Dinge an der Schnittstelle zwischen Mobile Web und Social Web möglich werden“.
Highlight und Glancee zeichnen sich seiner Meinung nach dadurch aus, „dass sie nicht nur die Beziehungen von Facebook nehmen und etwa mitteilen, dass ein Freund oder der Freund eines Freundes in der Nähe ist (Sonar.me arbeitet so). Sie nutzen auch die Like-Daten, um auf Personen mit gleichen Interessen hinzuweisen.“

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Aus Gesichtspunkten der Social-Media-Intelligence sind diese Angebote ein unfassbar spannendes Feld. Denn sie greifen auf eine Vielzahl von Daten zu, die über die Facebook-API bereitgestellt werden. Das zeigt, welchen Wert mittlerweile die User-Informationen haben, die das US-Network zur Verfügung stellt.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – Neue Erlösmodelle für Social Networks

Vielen Social Networking Plattformen fällt es – trotz hoher Nutzerzahlen – schwer, Gewinne zu erwirtschaften. Denn die meisten von ihnen waren von Beginn an kostenfrei nutzbar. Die Gefahr viele Stamm-User zu verlieren wäre sehr groß, wenn plötzlich versucht würde, das zu ändern. Und das Anbieten von Werbeflächen allein reicht nicht immer aus, um schwarze Zahlen zu schreiben.

Vor allem US Networks experimentieren jetzt mit einer alternativen Einkommensquelle: Digital Goods. Das ist Ware, die nicht physisch existiert, sondern auf die ausschließlich digital zugegriffen werden kann. Auf Facebook sind solche Digital Goods zum Beispiel kleine Geschenke in Form von virtuellen Bildchen, die man ab 1$ pro Stück einem Freund an die Pinnwand pinnen kann.

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Problematisch ist allerdings oft die Abrechnung. Die Digital Goods können in der Regel nur via Kreditkarte bezahlt werden. Da aber ein nicht unerheblicher Teil der User – besonders in der Kernzielgruppe – keine eigenen Kreditkarten besitzen, stellen schon die Grundvoraussetzungen eine kaum überbrückbare Zugangsbarriere dar. Das schmälert mögliche Einnahmen.

Für dieses Problem hat jetzt das US-amerikanische Networking Portal Hi5 eine Lösung gefunden. Dieses ist kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Bezahlsystem Paymo getreten. User müssen ihre Handy-Nummer, ihr Land und ihren Mobilfunkanbieter auf der Website von Hi5 eintragen und daraufhin erhalten sie eine SMS von Paymo, auf die geantwortet werden muss. Digital Goods, die sie  jetzt kaufen, werden bequem über die Mobilfunkrechnung abgerechnet.

Dieses Beispiel könnte Schule machen, auf andere Dienste übertragen werden und eine lang angestrebte Entwicklung weitertreiben: User zahlen für Leistungen, die sie im Internet erhalten.

Trend 2009: Entfreunden- Qualität statt Quantität im Social Graph

Ein großer Trend im Bereich der täglichen Nutzung von Social Media wird dieses Jahr sicherlich das Entfreunden sein. Burger King hat diesen Trend schon antizipiert – werde 10 Facebook Freunde los und bekomm ein Whooper gratis. Ich frage mich immer wieder, wenn ich auf xing etc. unterwegs bin: wer zum Teufel ist in der Lage bei über 1000 Businesskontakten wirklich von tatsächlichen Kontakten zu sprechen, oder, wie erfasst man einen Twitterstream, der mehr als 1000 Streams folgt? Vielleicht gilt in Social Media, wie auch in der Welt außerhalb von Social Media: Weniger ist manchmal mehr.

Für Charlene Li ist die Entschlackung von Followern und Facebook „Freunden“ daher ein Trend für das Jahr 2009:
Having thousands of friends becomes “so 2008″ and defriending becomes the hot new trend, driven by overwhelming rivers of newsfeeds. The movement is rooted in a desire to have quality, not quantity, as people cocoon in the face of the economic crisis. Facebook apps will emulate Twitter Grader, allowing you to prioritize your friends based on their overall social ranking — and prune safely to ensure the highest quality friends.

Auch Peter Blackshaw von consumergeneratedmedia.com sieht eine ganz ähnliche Entwicklung für das  Jahr 2009:
Many of us will feel compelled to join the social media equivalent of Weight Watchers, eager to trim the excess and rediscover a modicum of don’t-follow-everything discipline.
Diese Entwicklung ist meiner Meinung nach völlig richtig. Ein Social Graph ist doch eigentlich nur dann wirklich funktional, wenn man mit seinen virtuellen Kontakten wenigstens im Ansatz kommuniziert. Eine solche Kommunikation muss natürlich weit über das bloße Betätigen des Bestätigungs-Buttons hinausgehen. Ich finde es schon schwer genug meinen vergleichsweise kompakten Twitterstream im Auge zu behalten oder zu all meinen facebook, xing, studiVZ, linkedin oder neuerdings HORIZONTpeople Kontakten in einem konstruktiven Dialog zu stehen. Mittlerweile entsteht eine alltägliche Informatiotsflut, welche zu einem großen Teil völlig irrelevant ist. Es sind wahrscheinlich Tools, wie das schon erwähnte TwitterGrader oder Benedikts Twitterfriends, nötig, um eine längst überfällige Netzwerkoptimierung durchzuführen. 2009 wird es also Zeit, sich der Social Graph Watcher-Bewegung anzuschließen, um seine Vernetzung wieder zu stärken.

150 Millionen Mitglieder: Facebook ist der globale Wachstums-Gigant

Verglichen mit Marc Zuckerbergs-Global-Plattform ist die deutsche Web-Landschaft mit StudiVZ, Wer-kennt-wen, Lokalisten & Co. die reinste Zwergen-Welt. So verkündete Facebook gerade, dass man nun 150 Millionen Mitglieder habe.

Eine beeindrucke Zahl, die sich am besten mit andern Zahlen erklären und verstehen lässt:

– Facebook hat mehr Mitglieder, als Japan, Russland oder Nigeria Einwohner.
– Seit Sommer kamen rund 50 Millionen Nutzer hinzu.
– Seit Dezember meldeten sich alleine 20 Millionen Neukunden an.
– Pro Tag wird Facebook von 70 Millionen Besuchern angesteuert.

Was bedeuten diese Zahlen:
– In Sachen Social Media gibt es Global kaum noch eine Alternative zu Facebook. In jeder Kampagne gehört das Netzwerk mittlerweile zu den Schlüsselfaktoren.

– Lokal kommt Facebook aber immer noch nicht vom Fleck. Es gilt die Regel: Würde die Plattform auch in Deutschland so rasant wachsen, würden sich die Verantwortlichen allergrößte Mühe geben, dies auch zu kommunizieren. Heißt: Lokalisten, Wer-kennt-Wen oder gar die VZ-Gruppe sind noch weit außerhalb der Schlagdistanz. Ein Faktor, der deshalb eine besonders genaue und akribische Social Medina-Planung verlangt. Die Unterschiede zwischen einheimischen Plattformen sind groß und die Fallstricke mannigfaltig. Social Media-Kampagnen in Deutschen Netzwerken ist noch immer ein echter Experten-Job. Hier bestehen nur Kenner der Szene.