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Snapchat-Schlüsselfakten: Was Marken, Startups und Marketing-Profis über den Social-Media-Star wissen müssen

Wenn, dann verstehen noch junge Startup-Teams das Netzwerk mit dem Geister-Logo einigermaßen. Allen anderen Marken fehlt es meistens an jeglichen Wissen und Interesse an dem neuem Social-Media-Star. Aber auch von den jungen Unternehmen kommen kaum kreative und smarte Ideen, wie man mit Snapchat wirklich die Zielgruppe und Neu-Kunden begeistert.

Grundsätzlich lässt sich schon einmal sagen, dass der erste Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Snapchat im Faktor Zeit begründet liegt. Es dauert einfach viele Stunden und Tage, um das Netzwerk,  seine Logik und seine gesamten Potentiale annähernd zu verstehen. 

Um einen ersten effektiven Überblick zu liefern, hat sich die US-Agentur MDG Advertising einmal die Arbeit gemacht, die wichtigsten Schlüsselfakten zu Snapchat zu sammeln und grafisch aufzuarbeiten.

– Die Grafik zeigt, dass mittlerweile rund 150 Millionen Menschen Snapchat täglich nutzen und dabei über 400 Millionen Snaps verschicken.

– Das US-Netzwerk wächst rasant – noch. Allerdings ist noch kein Ende der Nutzer-Zunahme in Sicht. Die Datenanalysten gehen davon aus, dass bis 2020 ein Viertel aller Mobil-Nutzer in den USA auch via Snapchat aktiv ist.

– Noch vor Instagram und Twitter ist der Dienst mit dem Geister-Logo der Liebling aller Teenies zwischen New York und Los Angeles.

– Bislang sind nur fünf Prozent aller Marken bei Snapchat aktiv. Als größte Hürde geben die meisten Marketers an, dass es kaum möglich sei, Zugang zur Zielgruppe zu finden und diese zu begeistern.

– Auch hadern noch viele mit den bisherigen Wegen der ROI-Messung. 

Snapchat Erfolgsfaktoren

Video-Marketing-Infographic

Content Marketing Strategie: Branded Videos generieren besten ROI

Es gibt kaum ein Thema, bei dem sich Marketer derart einig sind: Web-Videos sind eines der mächtigsten Instrumente in Ihrem Content Marketing-Arsenal. Allein die Viralität, die in jedem Clip steckt, darf man nicht unterschätzen. Immerhin lässt sich jedes Video beispielsweise von YouTube aus über alle wichtigen Social Media-Kanäle einfach und effektiv teilen. Zudem sind sich fast alle Analysten einig:

1. Branded Entertainment mit Video-Content ist der wichtigste Traffic-, Engagement- und Awareness-Treiber
2. Video-Marketing ist daher ein essentieller  Bestandteil jeder Content Marketing Strategie (http://ethority.de/weblog/2013/06/19/das-unterschatzte-youtube-potential/)

Über die richtige Strategie im Umgang mit Video-Content lässt sich schon immer vortrefflich streiten. Harte Fakten sprechen allerdings eine eindeutige Sprache: Auf die richtige Mischung kommt es an. So kommt eine Untersuchung von Jefferies zusammen mit Demand Metric und Ascend2 (http://www.emarketer.com/Article/Theres-More-Digital-Video-Marketing-than-YouTube/1011179) zu dem Ergebnis, dass der ROI eines Unternehmens- bzw. Branded Videos dann am besten ist, wenn es sowohl auf der Webseite der Company und in einem großen Video-Portal wie YouTube oder Vimeo platziert wird.

So ist es wichtig über einen eigenen kontrollierten Channel bei einer großen Mainstream-Plattform zur verfügen, um für die nötige Viralität zu sorgen. Andererseits lassen sich über die eigene Company-Seite wesentlich mehr Daten über die Zuschauer des Videos erfassen. Das hilft wiederum bei der Generierung von Insights für die Produktion der nächsten möglichst noch erfolgreicheren Clips.

Neben diesen Überlegungen sei noch auf einen weiteren wichtigen Player im Web-Video-Markt hingewiesen: Facebook: „Der Videokonsum steigt auf Facebook und Instagram dramatisch an. Ein Video auf Facebook sehen heute mehr Menschen als bei den Top-10-Fernsehshows zusammen. Die Reichweite ist größer als beim Super-Bowl – und das schaffen wir jeden Tag“, zitiert der Netzökonom Carolyn Everson, die weltweite Werbe-Chefin des Netzwerkes (http://netzoekonom.de/2014/09/08/das-grosse-werbethema-von-facebook-heisst-video-werbung/).

Bereits Anfang der Woche verschickte das Social Network eine Infomail an Journalisten. Der entscheidende Absatz (http://newsroom.fb.com/news/2014/09/the-latest-on-facebook-video/): „Seit Juni diesen Jahres zählt Facebook täglich über eine Milliarde Aufrufe von „nativen“ Videos – Bewegtbild, das direkt auf Facebook hochgeladen wurde. Mehr als 65 Prozent davon kamen mobil. Behält man im Hinterkopf, dass Facebook für die bekannten Video-Plattformen der größte Traffic-Lieferant ist, kann man eines mit Überzeugung sagen: Facebook ist nicht nur die reichweitenstärkste Kommunikationsplattform, sondern auch eine der größten Bewegtbild-Plattformen weltweit.“

In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis auf die Infografik von Bonomotion zum Thema Video Marketing: Why Video works!

SEO & Social Media: Google-Ranking mit Social Signals steigern

Viele Betreiber von Webseiten (insbesondere von kleineren und mittelständischen Unternehmen) werden sich immer wieder Fragen wie diese stellen: „Wie kann ich Social Media sinnvoll und vor allem mit einem hohen ROI einsetzen? Lohnt es sich denn überhaupt diesen Aufwand zu betreiben? Unsere Zielgruppe sind Ingenieure, von denen hat doch keiner Zeit noch auf Facebook, Twitter, Google+ oder Youtube herum zu springen…“

Mal abgesehen von all den positiven Aspekten des „Engagen(s)“ mit der Zielgruppe, welche wir hier im Blog schon öfter besprochen haben, bietet Social Media auch knallharte und meßbare Kriterien, um den Erfolg und die Performance der eigenen Webseiten im Google-Ranking zu steigern. Eine schöne Case Study von Moz.com zeigt die folgende Infografik. Es wurden 6 branchengleiche Webseiten mit Social Media Aktivitäten unterstützt.

Ergebnis:
– 100 Google+ Followers = 14,63% (Steigerung im Google Ranking)
– 300 Google+ Votes/+1 = 9,44% (Steigerung im Google Ranking)
– 70 Facebook-Shares & 50 Facebook-Likes = 6,9% (Steigerung im Google Ranking)
– 50 Tweets = 2,88% (Steigerung im Google Ranking)

Fazit: Vor allem die Google+ Aktivitäten zahlten auf das Ranking ein. Sicherlich wird es einfacher sein mit Facebook zu agieren, da die Penetration von Google+ in Deutschland noch nicht sonderlich hoch ist. Denn noch, Retweets, Google+’s, Facebook Likes und Shares haben eine große Auswirkung auf das Ranking insbesondere bei nicht so hart umkämpften Keywords.

SEO & Social Media - Mit Social Signals Rankings steigern

Frage: Insbesondere würde mich natürlich interessieren welche Erfahrungen ihr beim Zusammenspiel von Social Media und SEO, insbesondere dessen Einfluß auf das Ranking gemacht habt? Schon mal Danke im Voraus für Kommentare, Anmerkungen oder Links zu anderen Case Studies. Stay tuned! 😉

Welcher Content bringt den besten ROI?

Es ist ein geflügeltes Wort im Online-Marketing: Content is King. Texte, Bilder und Videos sind die Basis für fast alle Unternehmens-Kommunikation, die im Web stattfindet. Ob auf der eigenen Homepage, bei Facebook oder im Firmen-Blog: die Nutzer und Kunden erwarten und würdigen gute Inhalte.

Das war schon immer so. In Zeiten, in denen alle über Content-Marketing reden, steigt die Wichtigkeit von guten Inhalten sogar noch. Allerdings kosten gute Texte, tolle Bilder und professionelle Videos auch Geld – und das nicht wenig. Umso entscheidender ist deshalb die Frage, welches Genre den besten Return on Investment (ROI) bringt.

Nach einer Studie von CopyPress haben Artikel, Videos und White Papers den besten ROI. 62,2 Prozent aller Marketers waren mit dem Return on Investment von Artikeln zufrieden. An zweiter Stelle nannten die Experten Videos mit 51,9 Prozent. Allerdings wurde dabei hervorgehoben, dass Videos wichtig für den Content-Mix, aber auch schwierig zu produzieren und eigentlich zu teuer seien.

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Ein besonders spannendes Ergebnis der Studie ist die Frage nach der Autorenschaft. Sollte ein Text in Namen der Company publiziert werden oder soll es einen klaren Autoren geben? Die Antwort ist eindeutig: eine klare Mehrheit ist der Meinung, dass ein Text einen klaren Autoren haben soll.

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Am besten ist es sicherlich, wenn der Verfasser eines Artikel oder eines White Papers auch ein bereits bekanntes Gesicht des Unternehmens ist. Leser und Kunden wissen einfach gerne mit wem sie es zu tun haben. Ideal wäre es, wenn ein klares, bekanntes Team für die publizierten Artikel verantwortlich ist. Teil dieser Content-Mannschaft dürfen ruhig auch hochrangige Manager sein.

Facebook führt Conversion Tracking ein

Für Werbeschaltende auf Facebook gibt es eine Neuerung, die einen Mehrwert in Hinblick auf die Messung der KPIs mit sich ziehen wird: Das Conversion Tracking für Facebook Ads.

Unter Conversion Tracking versteht man die Analyse von Benutzeraktionen auf einer Website, indem überprüft wird, ob ein Besucher eine bestimmte gewünschte Aktion durchführt. Diese gewünschten Aktionen können z.B. ein Einkauf im Online Shop, die Bestellung eines Newsletters oder eine Registrierung sein. Welche Benutzeraktionen durch das Facebook Conversion Tracking überprüft werden können, lässt sich diesem Screenshot entnehmen:

Bildschirmfoto: Besuchsaktionspixel

Für diejenigen, die Facebook Ads schalten, bedeutet das Folgendes: Der Werbeschaltende kann nun nicht nur sehen, dass der User über die Ad auf seiner Website gelandet ist, sondern genauestens seine Aktionen tracken. Für die Erstellung von Ads kann das sehr wichtig sein. Angenommen man verfolgt das Ziel, durch die Ad möglichst viele Online-Bestellungen zu gewinnen: dank Conversion Tracking kann man überprüfen, ob dieses Ziel erreicht wurde oder ob die Benutzer beispielsweise die Website nach Klicken der Ad wieder verlassen und diejenigen, die den Online-Shop nutzen, von einer anderen Website kommen. Dieses Verfahren bietet nicht nur Aufschluss über die Erstellung von Werbeanzeigen, sondern ist auch hilfreich für die Definition der Zielgruppe und somit das Targeting bei Facebook.

Facebook schreibt auf dem Facebook Studio Blog, dass vergangene Studien ergeben haben, dass Conversion Tracking das Budget, das in Werbeanzeigen investiert wird, um 40% minimieren kann.

Eine Step-by-Step-Anleitung, wie man Facebook Conversion Tracking aktiviert, wird von Facebook zur Verfügung gestellt:

„Conversion measurement is currently available in power editor, the ads manager, and to API partners. Here’s how to get started:

  1. Click on the conversion tracking tab in power editor in Chrome (www.facebook.com/ads/manage/powereditor/) or on the conversion tracking link on the left hand nav in ads manager (www.facebook.com/ads/manage)
  2. Create your conversion tracking pixel(s) and implement it on your conversion page(s)
  3. Once the pixel has been placed on your website, create ads and select “track conversions on my website for this ad”
  4. Set a budget and choose optimized CPM to deliver the ad to people most likely to convert” (Quelle: Facebook Studio Blog)

Die neue Funktion wird sich für Werbeschaltende sicherlich als nützlich herausstellen. Speziell für Werbeschaltende aus den Bereichen E-Commerce oder dem Einzelhandel ergeben sich große Vorteile. Die Messung des ROI wird einfacher gestaltet und die Definition der Zielgruppe kann klarer stattfinden. Somit zieht Conversion Tracking eine Optimierung des gesamten Ad Managements mit sich.

Social Local: Der gigantische Wert lokaler Fans

Social Local ist das Facebook-Thema der Stunde: Denn immer mehr Firmen stellen fest: Der Punkt an dem lokale Verkäufer im Social Web auf ihre tatsächlichen Nachbarn/Kunden treffen, ist einer der potentiell lukrativsten Orte im gesamten Social Web.

Am konsequentesten geht diesen Trend zur Zeit wohl die US-Kette Walmart an. Der Mega-Store hat tausende von Facebook-Seiten für jeden seiner Offline-Läden gestartet und gleichzeitig in jedem Laden einige Angestellte einem speziellen Social Media-Training unterzogen. Die Verkäufer vor Ort antworten jetzt direkt auf lokale Anfragen und managen die jeweiligen regionalen Werbe-Aktionen. Zudem versuchen sie, die lokale Community stärker an ihren Store zu binden, indem sie typische, hyperlokale Gespräche auf der Markenseite zulassen. Sei es über die neueste Niederlage des örtlichen Football-Teams oder andere Nachbarschaftsdebatten.

Ein Whitepaper von Mainstay Salire und Hearsay Social unterstützt nun die These von den riesigen Potentialen, die im lokalen Facebook-Marketing liegen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass lokale Facebook-Seiten eine signifikant höhere Marketing-Power hätten, als normale Headquarter-gesteuerte Marken-Seiten.

Social local

Logischerweise haben die zentral überwachten Pages in der Regel eine wesentlich höhere Fan-Anzahl, mehr Kommentare und Foto-Klicks. Aber das ist nun wirklich kein spannendes Ergebnis, im Gegensatz zu den wichtigsten Resultaten der Studie:

– “We found that when you normalized the data per fan, smaller, locally produced pages have a higher level of fan engagement across the board,” erklärt Craig LeGrande, Managing-Partner von Mainstay Salire.

– Die lokalen Seiten haben – nach Meinung von Facebook – eine wesentlich höhere Relevanz für die Nutzer in der direkten Umgebung. Dies erhöht erheblich die Sichtbarkeit der Postings der Lokal-Teams im Vergleich zu Postings des Social Media-Teams in der Firmenzentrale. “If a retail store knows about events going on in your area and they tailor a promotion around that, that would be more interesting for a Facebook user to see in their News Feed,” erklärt LeGrande die Logik, warum Facebook selbst die lokalen Postings bevorzugt behandelt.

– Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass ein Foto auf lokaler Ebene rund 70 Mal mehr Views per Fan erzielt als auf der überregionalen Company-Seite.

– Ein lokaler Post soll ein acht Mal höheres Fan-Engagement erzielen als übergeordnete Unternehmens-Posts.

Das Resultat: Ein lokaler Fan ist rund 40 Mal mehr wert als ein Fan der Unternehmens-Website.

Social Media Status Quo in deutschen Unternehmen – Hoffnung vs. Realität – KPIs?

Gute Zahlen, schlechte Zahlen: Zwei aktuelle Studien ermöglichen erstmals einen ganz sinnvollen Überblick über den Stand der Social Media-Bemühungen in deutschen Unternehmen.

So kommt der Branchenverband Bitkom zu dem Ergebnis, dass 47 Prozent der rund 3,6 Millionen Unternehmen in Deutschland Facebook, Twitter oder Blogs nutzen. „Die Zahl klingt erst einmal nicht schlecht“, schreibt Netzökonom Holger Schmidt. Er schränkt aber auch ein. „Wie wenig ernst die Unternehmen Social Media immer noch nehmen, zeigt die personelle Ausstattung“. Denn die Umfrage kam auch zu dem Schluss, dass 80 Prozent der Unternehmen ihr Social-Media-Management lediglich ein oder zwei Mitarbeitern überlassen.

Social Media Campaign - The Big Idea

Social Media Campaign - The Big Idea

„Besonders schlecht ist die Personalausstattung in der Industrie, noch vergleichsweise gut bei den Dienstleistern“, schreibt Schmidt. Was am meisten fehlt, ist eine klare Organisationsstruktur und das Fehlen jeglicher Ziele bzw. klarer Key Performance-Indikatoren (KPIs). „Zwei Drittel der Befragten haben auch keine festen Ziele definiert, was erreicht werden soll. Sogar im krassen Widerspruch zum Mitteleinsatz steht die Erwartungshaltung: Fast 90 Prozent der Großunternehmen gehen von einer steigenden Bedeutung der sozialen Medien aus.“

Vor allem das Fehlen von KPIs dürfte sich schon bald zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Denn nur mit klaren Indikatoren, mit denen sich Erfolg und Wirkung von Social Media-Kampagnen messen und analysieren lassen, kann auch anständig und seriös der Return on Investment (ROI) ermittelt werden. Unabdingbar hierfür ist logischerweise auch ein solides Social Media Monitoring, welches auch die entsprechenden KPIs (gridmaster KPI Dashboard) auswertet.

gridmaster Social Media Monitoring KPI Dashboard

Wie groß der Nachholbedarf in diesem Bereich innerhalb der deutschen Wirtschaft noch ist, zeigt die neue Untersuchung „Turning Buzz into gold“ der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Denn nur 37 Prozent der Unternehmen, die via Facebook, Twitter und Blogs kommunizieren, haben KPIs (Key Performance-Indikatoren) für ihren Social Media-Einsatz festgelegt. Lediglich 20 Prozent messen den Return on Investment.

Die Hoffnungen, die mit dem Social Media-Einsatz verbunden sind, sind dennoch sehr groß. Denn 71 der 200 befragten Unternehmen spekulieren auf ein „signifikantes Gewinnpotenzial“.

Allerdings sind die meisten Firmen bei ihrem Status Quo realistisch. So glauben nur zehn Prozent der deutschen Unternehmen, dass sie mit ihren jetzigen Social Media Aktivitäten ihr Ergebnis steigern können.

Die Lösung: Die Unternehmen müssen in Manpower und Monitoring investieren. Denn nur so können die jeweiligen Aktivitäten gesteigert und deren Erfolg gemessen werden.

Neue Studie belegt ROI von Social-Media-Kampagnen

Es hat viele Jahre gedauert, aber so langsam kommt die Tatsache, dass man durch Social Media durchaus einen positiven Return on Invest zu erzielen kann, auch in den höchsten Chefetagen an. Und das trotz der manchmal hohen laufenden Kosten.

Eine Befragung von Senior Executives aus dem Februar dieses Jahres, die  von der PulsePoint Group und dem Economist Intelligence Unit durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die eine aktive Social-Media-Präsenz aufgebaut haben, ein viermal höheren Resturn on Invest erzielen können, als Companys deren Social Network-Engagement nur niedrig oder gar nicht vorhanden ist.

eMarketer
Quelle: eMarketer.com

Die weiteren Ergebnisse dürften vor allem den Vertrieb der meisten Unternehmen freuen. Denn die  amerikanischen Manager hoben insbesondere die positiven Verkaufseffekte von Social Media heraus. So sagten 84 Prozent der Befragten, dass die Social-Media-Kampagnen die Effektivität ihrer Marketing- und Verkaufs-Bemühungen gesteigert hätten.

81 Prozent gehen sogar noch einen Schritt weiter und gaben an, dass sie mit Hilfe von Twitter, Facebook & Co. ihre Marktanteile steigern konnten.

Das Erstaunliche: Den Konsumenten scheint vor allem wichtig zu sein, dass die Social-Media-Angebote der Unternehmen ihnen genügend Platz einräumen, um mit den Firmen zu sprechen. Die Manager beobachten immer dann einen positiven Effekt von den Social-Media-Plattformen auf den Verkauf, wenn die Kommunikation bei Facebook oder Twitter besonders intensiv war. Dabei ist es sogar gar nicht so wichtig, ob die Kundengespräche eher positiver oder negativer Natur waren.

Klingt alles nach eitel Sonnenschein. Es gibt aber auch ein ABER. Viele der Senior Manager beklagen, dass es noch immer keine standardisierten Messmethoden für die unterschiedlichen Social-Media-Kennzahlen gibt. Da haben die US-Manager teilweise recht.

Ich bin sogar davon überzeugt, dass dies noch ein paar Jahre so bleiben wird. Allerdings gibt es Mittel und Wege, dieses Dilemma zu lösen. Mit einem intelligenten Monitoring-Dashboard, wie wir es anbieten, lassen sich die wichtigsten KPIs immer auf einen Blick erfassen. Ein effizienterer Überblick über die jeweiligen Social-Media-Aktivitäten ist kaum möglich.

Trotzdem zeigt diese Untersuchung, dass das Bedürfnis nach einheitlichen Messstandards unheimlich groß ist. Immerhin fangen jetzt aber immer mehr Senior Manager überhaupt an, den Wert und den ROI (siehe oben) von Social Media zu entdecken und ernst zu nehmen.

FC Bayern startet eigenes Social Network: myFCB

Sekt oder Selters FCB? In seiner Social-Media-Strategie geht der FC Bayern München seit dem gestrigen Mittwoch einen radikalen Schritt über die Nutzung der klassischen Mittel hinaus. Statt nur auf Facebook oder Twitter zu setzen, haben die Münchner beschlossen einfach ein komplett eigenes Social Network aufzuziehen.

Unter Myfcb.de können sich die Fans des deutschen Fußball-Rekordmeisters nun in einer geschlossenen Umgebung über Spieler, Taktik und anderen Buffer-Gossip austauschen. In dem neuen Angebot können sich die Fans ein eigenes Profil basteln, Freunde einladen, Fotos und Videos hochladen und in Gruppen diskutieren.

myFCB

Aus Sicht der Verantwortlichen bringt der Schritt aus Facebook hinaus – eigentlich genau darum geht es ja im Grunde – gleich mehrere Vorteile. So sind die Münchner die Hausherren. Wenn sich schon die Fußball-Diskussionen immer mehr von den Stammtischen ins Web verlagern, wollen die Münchner doch am liebsten dafür sorgen, dass sie die Kontrolle über die Gespräche ihrer Anhänger behalten.

In gewissem Sinne versuchen sich die Münchner mit diesem Schritt einen ganz eigenen Return on Investment. Denn mit dem Kniff über die eigene Plattform versucht der Verein seine riesige Reichweite, die er auf vielen anderen Web-Angeboten generiert, auf dem hauseigenen myFCB.de zu bündeln. So kommt die Web-Seite laut Google-Ad-Planner auf 510.000 Unique Visitors. Zudem haben die Kicker bei Facebook mehr als 3,3 Millionen Fans.

Der Schritt des FC Bayern München ist nicht neu. Einige Unternehmen haben bereits versucht ein eigenes Social Network aufzuziehen. Meist ohne großen Erfolg. Der Grund: den Angeboten gelang es nie eine kritische Masse an Mitgliedern zu gewinnen, die für das nötige Grundrauschen sorgen, dass die Seite als belebt angesehen wird. Erst, wenn die Nutzer das Gefühl haben auf einer Plattform nicht alleine zu sein, fühlen sie sich auch wohl.

Bei den Bayern könne genau dieser Effekt eintreten. Denn die hundertetausenden von Fans des Vereins könnten tatsächlich das hauseigene Social Network zu einem vollen Erfolg werden lassen. Damit hätten die Münchner eine erfolgreiche Web-Umgebung geschaffen, über die sie die volle Kontrolle haben –ein Traum aus Sicht einer funktionierenden Social Media-Intelligence. Zum anderen werden die tausende an Mitgliedern eine Vielzahl an Daten liefern, die der Verein alleine kontrolliert und so für einen beachtlichen ROI und eine beeindruckende Conversion-Rate für lukrative E-Commerce-Konzepte sorgen kann.

Eine besonders schöne regionale Komponente birgt myFCB auch noch: Statt des „Gefällt mir“-Buttons gibt es einen „Guad“-Knopf.

Google Analytics soll jetzt auch den ROI analysieren

Google hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die Frage nach den Return on Investment (ROI) bei Social Media-Kampagnen ist wohl eines des wichtigsten Themen des Jahres. Denn viele Unternehmen sehnen sich geradezu nach funktionierenden und einfachen Lösungen.

So kommt eine neue Untersuchung von Iron Mountain zu dem Schluss, dass die meisten europäischen Unternehmen nach wie vor nicht wissen, wie sie mit Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder XING umgehen sollen. „Zwar sind sich 94 Prozent (europaweit 86 Prozent) der in der Studie befragten deutschen Unternehmen darüber bewusst, dass Kommunikation über Social Media-Kanäle unter Umständen als formaler Geschäftsvorgang einzuordnen ist“, heißt es in dem Papier. „Gleichzeitig sehen sich aber 72 Prozent der deutschen Unternehmen (europaweit 63 Prozent) nicht in der Lage, die in sozialen Netzwerken ausgetauschten Daten und Informationen entsprechend zu erfassen“.

Tatsächlich existieren längst Tools und Lösungen mit denen sich sehr exakt der ROI fast aller Social Media-Kampagnen messen lassen. Unser gridmaster ist beispielsweise eines.

Solche Angebote wie unsere und andere Monitoring-Tools befriedigen ein immer größer werdendes Bedürfnis. Google will in diesem Markt jetzt auch mitmischen und bohrt deshalb sein Analyse-Tool Google Analytics auf. Denn schon bald soll es auch den ROI messbar machen. Allerdings nur bei einigen weniger wichtigen Quellen wie Blogger.com. Eine tiefe Anaylse von Top-Angeboten wie Facebook oder Twitter ist noch nicht möglich.

„Google Analytics will damit nach eigener Aussage die Lücke zwischen Social Media und den belastbaren Geschäftskennzahlen schließen“, schreibt t3n. „Gelingen soll dies, indem der Traffic, der über die verschiedenen sozialen Kanäle reinkommt, nicht nur gemessen, sondern auch weiterverfolgt wird.“ So sollen sich direkte Rückschlüsse auf die Conversions-Rate schließen lassen.

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Google verspricht Rückschlüsse auf den Social Value

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Besucherzahlen aus dem Social Web

Tatsächlich ist der ROI ist jedoch nur eine Seite der Medaille, die andere sind die Key Performance Indikatoren (KPI). Denn ohne sie ist kaum eine relevante und nachvollziehbare Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen möglich. Möchte man diese messen, so hilft Google Analytics hier noch nicht weiter. Dazu greift man besser zu etablierten Monitoring-Tools, wie etwa unserem gridmaster. Diese können neben dem ROI auch Sentiments, Buzz, Demographie, Trends und semantische Daten erheben. Nur so können die Aktionen auch wirklich nachhaltig und zielorientiert platziert werden. Global betrachtet geht es immer darum: Brand Awareness, Sales, Profit, Kundenzufriedenheit und -Loyalität zu steigern. Noch immer definieren jedoch viele Unternehmen bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen die reine Masse der drei F (Friends, Follower und Fans). Ob bei Facebook oder Twitter – die reine Anzahl der Freunde, Anhänger oder Follower sagt wenig über deren Interaktionsrate aus.

Mit den fünf wirklich wichtigen Standard-KPIs scheint das neue Google-Tool offenbar nicht zurecht zu kommen. Heißt: Das neue Angebot krazt nur an der Oberfläche. So einfach die Bedienung von Google-Analytics auch immer ist, ersetzt es jedoch nicht ein ausgefeiltes Profi-Tool. Tatsächlich hat das neue Angebot der Web-Company das Zeug den vielen rudimentären Monitoring-Angeboten, denen die nötige Tiefe fehlt, künftig das Leben sehr schwer machen können.