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ethority auf der dmexco expo – Bewertung!

Auch die diesjährige dmexco wird ein Erfolg, so viel ist sicher. Massen von Besuchern strömen durch verstopfte Gänge oder versuchen noch einen (Steh-)Platz in den Konferenzbereichen zu ergattern. Das Interesse an den zahlreichen mehr oder weniger spannenden Vorträgen ist riesig. Auch bei den Ausstellern gibt es neben den üblichen Playern neue Anbieter mit tollen Lösungen und besten Referenzen wie z.B. facelift, eine Marketing Software Suite für Facebook-Apps, Community und Ad-Management, wie der MD, Arist von Harpe, im Gespräch erläuterte.

Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Messe-Event, der Congresss-Part könnte sicherlich noch etwas optimiert werden, um dem Andrang der Besucher besser gerecht zu werden.

Danke den dmexco-Machern und Organisatoren!

ethority auf dmexco expo!

Digitaler Darwinismus – Social Media und die Neuordnung der Märkte

Dieses Schlagwort hat mal wieder das Zeug, zu einem neuen All-Time-Klassiker auf allen Konferenzen von Hamburg bis San Francisco zu werden: Digital Darwinism. Erfinder des Begriffes ist Brian Solis, einer der interessantesten Denker der digitalen Ära, Principal Analyst der Altimeter Group, Buchautor und Keynote Speaker.

Solis

Unter dem Schlagwort versteht er den Verdrängungswettkampf, dem Marken im Social Web ausgesetzt sind. Denn jetzt konkurrieren auf einmal hungrige und extrem Kunden-fokussierte Newcomer mit alteingesessenen Brands, die lange von ihrer Tradition, ihrem Bekanntheitsgrad und ihren eher behäbigen Produktzyklen lebten. Nun stellen diese Firmen fest, dass die Newcomer überproportional wachsen und Dank ganzheitlicher Implementierung von Social Media nur noch einen Klick weit davon entfernt sind, ihren Untergang einzuläuten.

Ein wichtiger Faktor dabei ist die neue Macht der Konsumenten – also das Mitsprache- und Kommunikations-Recht, das längst auf allen Social-Media-Plattformen aktiv gelebt wird.

Für Solis tobt bei Facebook & Co. ein Verdrängungswettkampf, den nur jene Companies überleben werden, die bereit sind, diesen Wandel zu akzeptieren und umzudenken. Um in diesem Verdrängungswettkampf zu bestehen, sollte man sich an zehn Grundsätze halten. Dazu gehören u.a. Strategy, Culture, People oder Vision. Unter dem letzten Punkt fragt Brian zurecht, wann man das letzte Mal das Mission Statement seiner Company gelesen hat? Ob man dazu steht und ob es zeitgemäß ist. Im Grunde geht es für ihn darum, dass es einer Firma gelingen muss, eine Kultur und eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die es jedem Mitarbeiter erlaubt, seine volle Kreativität und Innovationskraft einzubringen.

Ein Unternehmen, das im Digitalen Darwinismus bestehen will, muss sich immerzu hinterfragen und jederzeit bereit sein, seine Ziele und Strategien anzupassen. Weitere Schlagwörter, die für Solis unverzichtbar sind: Localization, Philanthropic Capitalism und Intelligence. Dazu heißt es wörtlich:

„One of the biggest trends in 2011 was the development of social media command centers. At the heart of these sophisticated data gathering silos were conversations and tools that allowed community managers to listen, respond, and promote engagement within the company. While social media is introducing the art & science of monitoring to marketing and service teams it is the organizations that invest in technology, teams and processes that will translate activity into actionable insights.“

Die allerdings wohl spannendste Überlegung von Brian Solis ist, dass er vom Top-Management mehr Führungsqualitäten einfordert. Sie müssen die Strategie vorgeben und vorleben. Sie müssen für die nötige Firmenkultur sorgen und sollen auch die Ersten sein, die den Nutzern und Konsumenten in den sozialen Netzwerken zuhören.

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Quelle: Emarketer.com

Damit bestätigt der US-Amerikaner einen Trend, mit dem wir uns gerade erst beschäftigt haben. Denn nach einer Studie von Brandfog wird die Social Media-Wahrnehmung einer Marke positiv von dem Umstand beeinflusst, ob der CEO der Company selbst bei Twitter, Facebook & Co. aktiv ist. So sind 78 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass es positive Folgen für die Kommunikation eines Unternehmens hat, wenn der Boss selbst in die Rechner- bzw. Smartphone-Tasten haut. 71 Prozent glauben, dass dadurch das Marken-Image gesteigert wird und 64 Prozent sind davon überzeugt, dass eine Firma mit zwitscherndem oder facebookendem Management als transparenter empfunden wird.

Persönlich finde ich Brian’s Ansätze extrem spannend, so dass ich darauf in den nächsten Blog-Artikeln noch tiefer eingehen möchte. Relativierend bleibt natürlich zu sagen, dass diese Grundsätze zunächst vor allem für Consumer-zentrierte Business-Modelle Gültigkeit besitzen.

Social Media Impact – Warum CEOs und Top-Executives selber twittern sollten

Im Social Web kann der Chef den Unterschied machen. Nach einer Studie von Brandfog wird die Social Media-Wahrnehmung einer Marke positiv von dem Umstand beeinflusst, ob der CEO der Company selbst bei Twitter, Facebook & Co. aktiv ist. So sind 78 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass es positive Folgen für die Kommunikation eines Unternehmens hat, wenn der Boss selbst in die Rechner- bzw. Smartphone-Tasten haut. 71 Prozent glauben, dass dadurch das Marken-Image gesteigert wird und 64 Prozent sind davon überzeugt, dass eine Firma mit zwitscherndem oder facebookendem Management als transparenter empfunden wird.

emarketer
Quelle: Emarketer.com

Einmal danach gefragt antworten 82 Prozent der Befragten, dass sie es für “wichtig” oder gar “sehr wichtig” halten, wenn der CEO selbst in den sozialen Medien aktiv ist. Ein besonders spannendes Ergebnis der Studie ist zudem, dass ein CEO, der persönlich bei Facebook oder Twitter die Interessen einer Firma vertritt, das Vertrauen der Mitarbeiter in die eigene Company steigert. Davon sind zumindest 82 Prozent überzeugt.

Es macht allerdings einen erheblichen Unterschied, ob der Chef selbst twittert, postet und kommentiert oder das an eine externe Agentur outgesourced hat. So belegt eine aktuelle schweizer Studie von Bernet PR aus Zürich wieder einmal, dass im Social Web Authentizität eine der wichtigsten Währungen überhaupt ist. „Das geht nur mit der eigenen Stimme“, schreibt Michael Walther dazu. „Delegieren lassen sich Konzepte, Strategien und Programmierung, sprechen soll man selbst.“ Zum Start würde es wohl reichen, wenn der Sprecher oder ein wirklich enger Mitarbeiter für den Boss spricht.

Angela Merkel und ihr Sprecher Steffen Seibert sind dafür ein gutes Beispiel. Seit der ehemalige ZDF-Journalist twittert, ist die Bundeskanzlerin – zumindest gefühlt – wieder näher am Bürger.

Am Ende des Tages geht es jedoch – zumindest in Firmen – immer um Umsätze und Gewinne, und auch hier kann ein CEO für positive Effekte sorgen. Denn die Brandfog-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass rund 77 Prozent der Befragten von einer Marke bzw. einen Unternehmen kaufen, dessen Management-Team selbst mit den Konsumenten über die eigenen Produkte spricht.

Nachdem wir uns die Ergebnisse einmal durch den Kopf haben gehen lassen, fragen wir uns: Welcher Deutsche CEO eines größeren Unternehmens twittert selbst? Nicht viele, das ist sicher. Dabei wird offensichtlich, welches enorme Potential so gut wie alle Unternehmen liegen lassen.

>>CEOs und Top Executives auf Twitter:

Ranking Tech Companies Executives on Twitter by Robert Scoble

Atkinson Public Relations – list of top executives using Twitter