Content Marketing - Geschichte & Zukunft

Die Geschichte des Content Marketing – Back to the Future

Alle Marketers reden mittlerweile ständig und immer über Content Marketing. Dabei wissen natürlich nicht immer alle worüber sie reden und nur die Wenigsten kennen die lange Geschichte und Tradition dieser „vermeintlich“ noch jungen Disziplin, die vor tausenden Jahren ihren Anfang nahm: 

  1. Ca. 42.000 B.C. entstanden Höhlenmalereien der Neandertaler in Malaga – Wahrscheinlich das erste Format für die Kommunikation mit Inhalten.
  2. 1835 demonstrierte die New York Sun die Macht von einzigartigem Content in einer Serie von „wissenschaftlichen“ Beiträgen über die Entdeckung von Leben auf dem Mond, was sich später als Hoax herausstellen sollte. Denn noch, die Abonnentenzahl wuchs.
  3. 1895 ist das inoffizielle Jahr der Geburt des Brand Publishing mit dem Release von John Deer’s – The Furrow – das erste Kundenmagazin mit Artikeln, nützlichen Landwirtschafts-Tipps und Anzeigen – Der Erfolg machte es zu einer echten Content Marketing Legende.
  4. 1900 wurde der berühmte Michelin-Führer zum ersten Mal veröffentlicht. Ursprünglich für französische „Motorists“ ist der Michelin Guide noch immer der Premium-Restaurantführer mit einer Übersicht der besten Sterneköche und Restaurants unserer Zivilisation.
  5. 1904 wurde JELL-O’s Kochbuch veröffentlicht, um vor allem deren Pudding- und Desert-Zutaten mit leckeren Rezeptideen zu vermarkten und bis heute, natürlich als Online-Version, werden die Kundenbeziehungen gepflegt.
  6. 1924 ging Sears mit der ersten Radioshow „World’s Largest Store“ an den Start und baute diese mit Comedy- und Musikinhalten aus, um die Zielgruppe der Farmer zu erreichen.
  7. 1982 gelang Marvel und Hasbro mit der Kreation von  Comicbooks und TV-Serien rund um G.I. Joe – A Real American Hero ein Meisterwerk. Die innovative Cross-Channel-Promotion machte G.I. Joe zu einem der beliebtesten Actionhelden bis heute.
  8. 1993/1994 wurde der Online Content mit der Geburt des Internets gefeiert. Ein Jahr zuvor starteten O’Reilly & Associates die erste kommerzielle Website: The Whole Internet entstand die erste Online-Aktivität von O’Reilly: Der Global Network Navigator (GNN) war im Sommer 1993 das erste Online-Magazin. mit 529 Einträgen, ein Jahr später kam Netscape Communication mit dem ersten Internet-Browser.
  9. 2000 A.D. löste der Grandseigneur des modernen Marketing, Seth Godin (Vorwort übrigens von Malcom Gladwell), mit dem frei erhältlichen eBook „Unleashing the Ideavirus“ eine wahre Revolution – insbesondere für die Entwicklung neuer Formate – aus.

Hier nun die wunderbare Infografik, die die Geschichte des Content-Marketings nachzeichnet:

Zukunft & Geschichte Content Marketing 2017

Danke an überflip

ethority auf der dmexco expo – Bewertung!

Auch die diesjährige dmexco wird ein Erfolg, so viel ist sicher. Massen von Besuchern strömen durch verstopfte Gänge oder versuchen noch einen (Steh-)Platz in den Konferenzbereichen zu ergattern. Das Interesse an den zahlreichen mehr oder weniger spannenden Vorträgen ist riesig. Auch bei den Ausstellern gibt es neben den üblichen Playern neue Anbieter mit tollen Lösungen und besten Referenzen wie z.B. facelift, eine Marketing Software Suite für Facebook-Apps, Community und Ad-Management, wie der MD, Arist von Harpe, im Gespräch erläuterte.

Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Messe-Event, der Congresss-Part könnte sicherlich noch etwas optimiert werden, um dem Andrang der Besucher besser gerecht zu werden.

Danke den dmexco-Machern und Organisatoren!

ethority auf dmexco expo!

CEO Kolumne: dmexco 2013 – Digital Marketing Exposition & Congress

Es ist das Event des Jahres für die europäische digitale Szene – Media // Marketing // Analytics // Technology – und wie auch die Branche selbst, wächst die dmexco rasant.

So liest man auf der Website der dmexco: Rund 720 Aussteller aus aller Welt, erstmals drei Hallen, zwei Tage Conference-Programm auf internationalem Top-Niveau, verlängerte Öffnungszeiten am zweiten Tag und über 24.000 erwartete Besucher… klaren Fokus auf Marketing, Media und Technologie ist die dmexco im digitalen Zeitalter für alle Vordenker und Meinungsführer von Marken, für Werbungtreibende und Vermarkter sowie alle Agentursegmente und Medienhäuser die globale Plattform Nr. 1 – leading the global digital industry…

Zunächst einmal ganz beeindruckend und zugegeben, ich bin schon ein wenig gespannt darauf, ob sich neue Trends ausmachen lassen? Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf ein alljährliches Wiedersehen der digitalen Avantgarde.

Einige spannende Soundbites von Marktbegleitern und Mitstreitern sind im Vorfeld zu lesen, wobei mir das Zitat von Nigel Morris (CEO Aegis Media Americas & EMEA) am besten gefällt (Auszug): …Making our global strategy happens and valuing our clients’ business or saying in other words “Turning visions into reality by reinventing the ways brands are built by”!

Das Motto der dmexco “Turning visions into reality“ ist zukunftsweisend und erinnert mich irgendwie auch an unser ethority-Motto: „Turning Social Media Into Profits“ – Markttrends werden also zunehmend Realität: Ist Social Media am Höhepunt seiner Reife schon angekommen? Wird „Mobile“ alles andere in den Schatten stellen? What’s next?

Stay tuned!

Das Geosocial Universe – unendliche mobile Weiten

In einer Welt, in der Smartphones Kameras, Nannys, Nachschlagewerke, Messenger, Unterhaltung und sogar auch Telefone sind, ist es kein Wunder, dass sich die Nutzung von Online-Plattformen auf den mobilen Zugang verlagert hat. Im aktuellen Geosocial Universe von JESS3 schwebt die Supernova von beinahe sechs Milliarden mobilen Geräten, um die die Dienste durch das Web kreisen.

So sind Instagram und Foursquare als rein mobile Dienste in einer sehr engen Umlaufbahn um die Nova, und auch Facebook, Sina Weibo und Twitter, die zu je über 60% mobil genutzt werden, halten sich noch in sichtbarer Nähe der mobilen Perfektion auf. Google+ folgt mit Fifty-Fifty-Nutzung, Mailing-Dienste wie Yahoo oder Gmail hinken mit ca. 30% mobiler Nutzung hinterher. Skype hat zwar nach wie vor über 660 Millionen User, hängt mit seinen 4% aber deutlich am Rand des bewohnten Universums.

Wer sich in dieser Zeit nicht (auch) auf den mobilen Markt ausrichtet, läuft Gefahr, in das schwarze Loch des Vergessens zu rutschen – wie es zum Beispiel Bright Kite und Gowalla widerfahren ist. Bei einer so großen Auswahl an Plattformen (siehe Social Media Prisma) ist die mobile Verfügbarkeit ein entscheidender Punkt im Kampf um Userzahlen und –aktivität.

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Things to come: Ein Ausblick auf baldige Social Media Neuerungen

Nicht nur Facebooks neue Graph Search wurde zu Beginn dieses Jahres angekündigt. Viele kleine und größere Änderungen im Social Web finden jede Woche statt. Heute haben wir drei davon rausgepickt und stellen sie einem kurzen „Things to come“ vor.

Das Redesign der Youtube Channels

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Laut GoogleWatchBlog können sich Agenturen und Channel-Betreiber auf ein neues Design freuen, welches das Youtube-Layout mehr an die „Mutterplattform“ Google+ anpasst. Das Hintergrundbild verschwindet (und somit auch ein Stück Freiheit der individuellen Gestaltung) und wird durch einen breiten Header sowie einen Avatar ersetzt. Eine Sidebar soll auf der linken Seite dauerhaft sichtbar sein. Weitere Änderungen betreffen die Ansicht der Videos im Channel, der Playlists, Highlight-Videos und Video-Thumbnails. Das weiße, ordentliche Design folgt dem Trend, nur noch Kleinigkeiten individualisieren zu können, eine einheitliche Ordnung und Eleganz sich aber auf allen untergeordneten Ebenen (Sites/Channels) durchsetzt. (Modernes Webdesign erweckt mitunter den Eindruck, dass alles „Apple“ wird…)

Facebook-Ortung

Nicht nur RP Online berichtet, dass User von Facebook bald eine App erwarten können, die sie „einander näher“ bringt. Damit ist jetzt nicht die Skandal-Applikation „Bang your friends“ gemeint, sondern eine Anwendung, die den User und seine Freunde ortet und meldet, wenn man sich in der Nähe eines Freundes befindet – für spontane Treffen, zum Beispiel. Ein besonders praktischer „Nebeneffekt“: Superlokale Werbung. So kann man zum Beispiel blitzschnell eine Werbeanzeige auf das Smartphone bekommen, wenn man sich einem Schnäppchen in der Stadt nähert. Facebook hat damit eine vielversprechende Werbeoption angekündigt und gekonnt auf den Trend des Umstieges auf die mobile Nutzung des Netzwerkes reagiert.

Neues Facebook-Werbeformat

In der mittlerweile extremen Vielfalt der Werbeformate, die Facebook seinen Geschäftskunden anbietet, wird laut Inside Facebook nun eine weitere Option in Aussicht gestellt: Eine neue Sidebar Ad mit breiteren Bildern oberhalb des Werbetextes. Offizielle Begründung: User bevorzugen größere Bilder im News Feed, daher wird dieser Effekt nun auch in der Sidebar in einem Testlauf ausprobiert.

Spotted: … Der neue Facebook Trend

„Spotted:“ ist der neue Trend auf Facebook. Spotted: – Pages sollen Menschen, die sich an einem bestimmten Ort flüchtig begegneten, zueinander führen. Die Partnersuche auf Facebook.

Für Unternehmen kann dieser Trend sehr wertvoll sein, da sich diese Communities derzeit durch ein hohes Wachstum und eine hohe Reichweite auszeichnen. Besonders jüngere Zielgruppen sind momentan auf diesen Pages sehr aktiv. Ein interessantes Phänomen, denn die Inhalte solcher Seiten bestehen ausschließlich aus Text. Trotzdem erzielen sie eine Reichweite, die mit Bilder- oder Video-Content zu vergleichen ist und die Page-Likes explodieren. Ein Grund hierfür ist die Facebook-Funktion „Markieren.“ Oft markieren Leser eines Spotted: – Postings ihre Freunde im Kommentarfeld, die die gesuchten Personen sein könnten. Diese Freunde finden Gefallen an der Seite und „liken“ sie dann ebenfalls, wodurch sich die Reach weiter erhöht.

Der Content: Eine Mischung aus Reality Soap und Fun. Man sieht sich flüchtig an der Straßenecke oder in einer Bar und sucht in der Folge auf Facebook nach diesem Menschen. Viele User wollen helfen und das Schauspiel in real-time begleiten. Awareness ist die Folge.

Spotted:

Ausblick: Diese Seiten sollten das Facebook-Targeting erweitern. Speziell eine junge Zielgruppe kann hier generiert werden. Die „Spotted: – Pages“ beziehen sich immer auf einen stark eingegrenzten realen Ort, somit können Unternehmen hier von der steigenden Reichweite dieser Pages profitieren.

Beispiel: Bei der Zielgruppe „Studenten“ wären die Spotted: – Pages vom regionalen Verkehrsverband oder die der ansässigen Fitnessstudios eine Targeting-Option. Auch individuelle Social Media Kampagnen mit dem Fokus „Spotted:“ können jetzt Reichweite schaffen und Markenbotschaften auf eine sehr versteckte Art und Weise platzieren.

Reach, Relevance und Resonance

Direkt zur Zielgruppe kommunizieren, Konkurrenten ausstechen und in das Mindset der Zielgruppe eindringen ist die tägliche Competition jeder Marketing-Abteilung. Doch um dort einzudringen, muss die Unternehmenskommunikation die Zielgruppe kennen- und sie im nächsten Schritt verstehen lernen.

Wie denkt eigentlich (m)eine Zielgruppe, wann und warum?

Was erzählt sie mir gerade für Geschichten und welche sollte ich ihr erzählen?

Das gridmaster Dashboard

Das gridmaster Dashboard

Aufschluss bietet unser gridmaster Dashboard. Das gridmaster Dashboard misst die Vitalität jeder Marke oder ihrer Konkurrenz – übersichtlich, mit klaren Ergebnissen und in Echtzeit.

Das gridmaster Dashboard ist ein individuelles, flexibles Echtzeit-Listening und Engagement Tool. Es verknüpft Key Performance Indicators (KPI) mit Return on Investment (ROI) und vordefinierte Messungen mit einer Marke, Kampagne, Wettbewerbern sowie der Industrie.

Mit über 20 Tabellen und Grafiken analysiert das Dashboard Social Media Daten. Dies ermöglicht unseren Kunden, ihre Organisation zu priorisieren, zu optimieren und die jeweils richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wichtige Analysegrößen des  gridmaster Dashboards sind Relevance, Reach und Resonance.

Die Relevanz (Relevance) in der Zielgruppe identifiziert Topics (Issues) und misst die Autorität, das Vertrauen und die Affinität in der Zielgruppe. So ermöglichen wir Marken, ihre Zielgruppe besser zu verstehen und zielgerichtete Kampagnen zu entwickeln.

Antworten auf die Frage, ob und wie präsent eine Brand in dem Mindset einer Zielgruppe vertreten ist, liefert die Analysegröße Reach. Das gridmaster Dashboard verknüpft die gesammelten Informationen mit soziodemographischen Aspekten und bietet somit eine hochqualitative Grundlage, kommunikationspolitische Entscheidungen richtig zu treffen.

Resonanz (Resonance) ergibt sich aus Reichweite und Relevanz und bestimmt, wie lange etwas im Stream der Aufmerksamkeit lebendig bleibt. Wer (Influencer) beeinflusst wo (Quellen) die Resonanz meiner gespielten Themen – das gridmaster Dashboard liefert Antworten.

Neue Facebook-Funktion: Antworten auf Kommentare

Facebook testet seit dem Wochenende eine neue Funktion, welche das Kommentieren von Kommentaren ermöglicht. Betitelt ist dies passenderweise mit „Antworten“.  Ansonsten bleiben alle  üblichen Funktionen erhalten: Kommentare können ‘geliked’, bearbeitet oder gelöscht werden. Das Antworten steht zudem ausschließlich für neue Beiträge zur Verfügung. Doch ob diese Funktion wirklich sinnvoll ist und ob Community Manager jetzt einen weiteren Schlüssel zu gutem Community Management gereicht bekommen, ist fraglich.

Das Kommentieren von Kommentaren schließt eine riesige Lücke in der Interaktion mit dem Fan auf Facebook. Der Community Manager kann ab sofort direkter und persönlicher mit dem Fan kommunizieren. Tiefgehende Diskussionen können die Folge sein und dem Unternehmen wertvolles Feedback liefern. Ein großes Plus für jede Page! Facebook verspricht sich von dieser Maßnahme mehr Struktur unter den Postings. Vor allen Dingen beim Verhindern oder der Bewältigung eines Shitstorms auf der Page kann diese Funktion höchst bedeutsam werden. Eine detaillierte Stellungnahme zu verschiedenen Kommentaren kann einem Posting die gefährliche Eigendynamik nehmen.

Doch: Bringt die neue Funktion wirklich Struktur? Der Community Manager dürfte mit dieser Funktion wohl den einen oder anderen Stresskaffee mehr trinken. Er hat jetzt nicht mehr nur eine  Hauptdiskussion zu managen, sondern viele kleine Ableger derselben. Dies kann vor allen Dingen zum Problem werden, da viele Page-Management Tools diese Funktion noch nicht berücksichtigen.
Die Facebook Page von der Süddeutschen besitzt diese Funktion bereits. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Auf Kommentare antworten

(Update: 13.11.12 14:30)

Facebook testet einen Comment-Edge Rank! Wie wir heute in unserem Blog berichteten, testet derzeit Facebook auf vielen Seiten die „Antworten-Funktion.“ Diese ermöglicht das Kommentieren von Kommentaren. Jetzt haben wir auf der Facebook-Page der New York Times folgende Entdeckung gemacht.

Facebook testet scheinbar ein Facebook Edge Rank für Kommentare. Relevantere Kommentare werden angezeigt, weniger relevante rutschen in der Kommentarleiste nach unten. Indikatoren hierfür sind „Likes“ und „Antworten“ auf jeden einzelnen Kommentar. Der Zeitpunkt des Kommentares spielt keine Rolle mehr. Ob man überhaupt noch spätere Kommentare wahrnimmt steht auf einen anderen Blatt Papier.

Verirrt in Silent Hill? Dafür gibt es doch eine Map!

Pünktlich zu Halloween 2012 erschien die von Fans sehnsüchtig erwartete Fortsetzung des Horrorfilms „Silent Hill“ – diesmal natürlich in 3D. Begeisterte Anhänger der Spiele- und Filmereihe hatten schon lange vorher die Möglichkeit, sich online auf einer genretypisch gestalteten Website als „Einwohner“ der fiktiven Ortschaft Silent Hill einzutragen. Dazu mussten sie ein Foto hochladen, oder sich – wie praktisch – mit Facebook verbinden, um ihr Profilfoto auszuwählen. Diese konnte dann nach Vorbild der Filmmonster verzerrt  und mit einem „Missing“-Aktenblatt versehen in die Einwohnerliste gestellt werden. Über 10 000 Leute bevölkern mittlerweile die Geisterstadt. Dieser (nicht herausragend innovative) Ansatz, Fans und potentielle Kinogänger zu erreichen und sie zumindest online Teil der Geschichte sein zu lassen, steigerte seine Attraktivität vor allem durch die Fotobearbeitung, bei der die Fans ihre Bilder bis zu einem gewissen Grad individuell und kreativ „vergruseln“ konnte. Dadurch entstanden interessante, teilenswerte Inhalte.

Deutlich spannender ist allerdings die Google Map, die in die Website eingebettet wurde. Sie zeigt im extrem bekannten Google-Format einen Stadtplan von Silent Hill, auf dem Fans sofort das Symbol aus dem ersten Film sowie Straßennamen aus den Spielen wiedererkannten. Doch selbst für SH-Anfänger gab es einen massiven Wiedererkennungswert: Durch die Google-Optik, die beinahe jeder User bereits zur Routenplanung oder Orientierung genutzt hat, entsteht der starke Eindruck von Realität und Mitten-Drin-Sein. Die Karte hat zwar nicht die vollen Funktionen einer Google Map (zum Beispiel Satteliten-Ansicht) und ist auch an den Rändern begrenzt, dies tut dem Effekt aber keinen Abbruch. Eine gute Idee, bekannte Formate auf zu bewerbende Inhalte zu übertragen, um Wiedererkennung mit der Illusion von Realität zu verknüpfen.

Silent Hill Google Map

Silent Hill Google Map

Erzähl uns was Neues – Obama gewinnt

Die US Wahlen waren das bestimmende Thema der letzten Tage. Auch das Social Network beschäftigte sich ausgiebig mit dem Thema. Vor allen Dingen dienten Plattformen wie Facebook und Twitter als Hauptplattformen für den politischen Austausch – Millionen User verfolgten die Updates ihrer Favoriten online. Nie zuvor hat es einen solchen weltweiten Buzz über ein streng genommen lokales politisches Thema gegeben. Weltpolitik im Social Network!
In den Medien wurde während des Wahlkampfes stets von einem Kopf-an-Kopf-Rennen berichtet. In den sozialen Medien zeichnete sich dagegen ein klareres Bild ab:

Die Stimmung im Social Web kurz vor der Wahl

Die Stimmung im Social Web kurz vor der Wahl

Stand vor der Wahl also für diejenigen, die Buzz und Sentiment im Monitoring hatten, das Ergebnis schon längst fest? Konnte man da überhaupt noch überrascht werden? Jein. Selbst mit einem herausragenden Monitoring Tool war es nur möglich, die Wellen des Social Webs zu erfassen. Es war jedoch nicht genau vorherzusehen, wie sehr die Demographie des Webs die Demographie der echten Wählerschaft in den USA repräsentativ widerspiegelt. Handelt es sich bei den sich austauschenden Usern wirklich um eine Stichprobe, aus der man valide Ergebnisse ziehen kann? Was ist mit den stillen Beobachtern, den älteren Wählern, und denjenigen, die zwar reden, aber nicht wählen gehen?
Das Wahlergebnis war letztendlich der Faktor, der Social Media Monitoring als zuverlässiges und wertvolles Tool validierte. Die Repräsentativität der Online-Wähler ist offenkundig hoch genug, um statistische Schlüsse über die reale Population der Wählerschaft ziehen zu können.

Diese Wahlen bestätigen einen Trend:

Die Online Communitys waren nie zuvor repräsentativer. Hätte Romney vielleicht ein besseres Social Media Intelligence Team hinter sich gehabt, hätte er Trends und Meinungen der Bevölkerung früher erfassen und reagieren können: Denn ein hochwertiges Intelligence-System liefert nicht nur ein präzises Monitoring scheinbar unaufhaltsamer Abläufe, sondern auch das Wissen, wie man das Ruder herum reißt. Auch politisch.