Kommunikationschefs fürchten bei ihrer Arbeit vor allem inhaltliche Fehler

Von wegen Shitstorm! Versagen in der Krisenkommunikation ist die größte Angst von Kommunikationsprofis

Diese Untersuchung ist höchst aufschlussreich. Die dpa-Tochter News aktuell fragte 530 PR-Schaffende nach den größten Ängsten von Kommunikationschefs. Das Ergebnis überraschte insofern, dass Shitstorms mit nur 24 Prozent auf Position vier landeten. Die beiden größten Horror-Szenarien für Öffentlichkeitsarbeiter sind demnach „inhaltliche Fehler“ (41 Prozent) und ein „versagen in der Krisenkommunikation“ (38 Prozent).

Hier sind alle Ergebnisse im Überblick:
1. Inhaltliche Fehler (41 Prozent)
2. In Krisenkommunikation versagen (38 Prozent)
3. Von Vorstand/Geschäftsführung übergangen zu werden (28 Prozent)
4. Shitstorms (24 Prozent)
5. Zu wenig Wissen (22 Prozent)
6. Vorstand/Geschäftsführung blamieren (22 Prozent)
7. Mangelnde Eloquenz (7 Prozent)
8. Bohrende Journalisten (6 Prozent)
9. Sichtbares Lampenfieber (5 Prozent)

Besonders große Sorgen sollten sich übrigens Journalisten machen. Vor ihren bohrenden Fragen haben nur noch sechs Prozent aller Kommunikationschefs angst. Das spricht nicht gerade für die Bissigkeit der Reporter und Redakteure.

Kommunikationschefs fürchten bei ihrer Arbeit vor allem inhaltliche Fehler

Hier gehts zur Pressemeldung.

influcener marketing survey augure emarketer_2014

Influencer Marketing: Produkt-Launch, Content-Sharing, Reputation-Management

Bei jedem Marketer steht die Zusammenarbeit mit Influencern – also mit besonders gut vernetzten Personen innerhalb der Social Networks (Digital VIPs) mit einer großen und bedeutenden Anzahl an Kontakten, Followern und Freunden – weit oben auf dem Wunschzettel. So jedenfalls interpretieren wir die aktuellen Umfrageergebnisse von Agure und eMarketer.

Influencer Marketing steckt noch in den Kinderschuhen, denn noch ist es eine der effektivsten Maßnahmen, um erfolgreich neue Produkte in den Markt einzuführen. Dieser Meinung waren 76% der von Agure befragten Marketing-Manager. 57% nutzen Influencer Marketing um eigene Marken-Inhalte und Botschaften besonders erfolgreich zu teilen. 50% der Befragten sehen in den Influencern vor allem gute Supporter bei Webinaren und Events. In Krisensituationen würden 44% der Umfrage-Teilnehmer versuchen, die Reputation mittels Influencer-Support wieder in den Griff zu bekommen.

eMarketer hat dazu neue Zahlen veröffentlicht, die wir uns genauer ansehen wollen:

influcener marketing survey augure emarketer_2014

Die Erwartungen der Influencer an Marken und Unternehmen sind klar: Sie wollen gute Inhalte und Informationen, nicht unbedingt materielle Gegenstände. Etwa drei von zehn Befragten sagten, sie erwarteten von den Marketers, dass sie mit Material unterstützt werden, welches sie bei der Produktion eigener Inhalte nutzen können. Ein ähnlicher Prozentsatz zitiert exklusive und wertvolle Informationen als Grund für eine solche Zusammenarbeit.

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Mehr als vier von zehn Marketers plant, das Influencer Marketing-Budget zu erhöhen und ein Viertel der Social-Media-Strategen gibt an, es wird in Richtung der Blogger- und Influencer-Netzwerke gehen.

Premium-Market-Intelligence2

Online-Reputation als SEO-Faktor

Zwei Meldungen ließen in den vergangenen Tage aufhorchen, die beides vor allem eines belegen: die eigene Reputation wird ein immer wichtigerer SEO-Faktor, wenn es darum geht, dass die eigenen Texte über ein besonders gutes Suchmaschinen-Ranking verfügen.

Erstens:
Google stärkt den AuthorRank. Mit diesem Wert wird der Einfluss eines Autors gemessen. Als je wichtiger die Suchmaschine einen Autor einstuft, umso höher werden die Texte dieser Person bewertet. „Einen positiven Einfluss auf den Google AuthorRank haben u. a. ein hohes Engagement in Googles Social Network Google+ – inklusive Anzahl der Kommentare, Likes, Shares etc. – sowie Faktoren wie Twitter-Follower, Wikipedia-Eintrag oder YouTube-Channel“, erklärt t3n.

Zweitens:
Microsoft hat sich an Klout beteiligt und integriert den Klout-Score nun in die Sidebar seiner Suchmaschine Bing. Bing-Highlights wiederum sollen in einigen Klout-User-Profilen auftauchen. Die Einbindung dieser Daten soll der Bing-Suche helfen, noch besser Experten für bestimmte Themen zu identifizieren und deren Texte als wichtiger einzustufen als die Postings von anderen Nutzern.

Fazit:
Es lässt sich festhalten, dass es auch für Autoren immer wichtiger wird, die eigenen Texte und Postings auf möglichst vielen sozialen Plattformen zu teilen. So lässt sich die eigene Reputation und damit auch die Ego-Suchmaschinen-Optimierung im Web 2.0 am besten steigern.

Importance Of Parent Brands

CEO-Kolumne: Shitstorm, Reputation und Brand Engagement im Social Web

Je offener, transparenter und kommunikativer Brands und Companys agieren, umso relevanter wird die Reputation für ein Unternehmen. Denn längst wissen wir: Vertrauen ist die wichtigste Schlüsselwährung im Social Web. Ohne einen guten Ruf ist es schwer bei Facebook & Co. Freunde zu finden, die eigenen und potentiellen Kunden von den eigenen Produkten zu überzeugen und ernsthaft mit der eigenen Community auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Nicht umsonst hatten in den vergangenen zwei Jahren die Mehrheit aller Unternehmen mit einer Reputationskrise zu kämpfen. Eine Schlüsselposition in ihrer Bewältigung kam dabei dem CCO zu. Die Frage, die sich für die Kommunikationsverantwortlichen oftmals stellt: Ist Social Media eine Bedrohung für die Reputation oder eher ein Tool um diese aufzubauen und zu pflegen?

Wir alle kennen natürlich längst die Antwort: Social Media ist die wohl effektivste Brücke zwischen Unternehmen und Kunden. Allerdings konzentrieren sich noch immer viele Firmen zu stark auf die Kommunikation der eigenen Marken und lassen dabei die Pflege der Dachmarke außer Acht. Dabei sind sich die meisten Companys sogar deren Relevanz bewusst.

Importance Of Parent Brands

So glauben laut einer Studie von Weber Shandwick und KRC Research 75 Prozent der Führungskräfte in Multi-Brand-Unternehmen, eine positive Reputation der Dachmarke sei genauso wichtig wie die einzelnen Produktmarken des Unternehmens. Der wichtigste Fakt dabei: Zudem gibt die Mehrheit der befragten Firmen an, ihre Bemühungen um eine starke Unternehmensmarke in den letzten Jahren verstärkt zu haben.

„Der Verbraucher von heute ist gut vernetzt und informiert. Er berücksichtigt bei seinen Kaufentscheidungen zunehmend auch das Unternehmen hinter der Marke und dessen Werte“, sagt Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick. „Bisher haben sich Konzerne in der Vermarktung eher auf ihre Produktmarken konzentriert. Um das Potential einer starken Reputation voll ausschöpfen zu können, sollte man sich zukünftig mehr darauf konzentrieren auch die Unternehmensmarke ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.“

Noch stärker als beim klassischen Branding kommt es allerdings bei der Steuerung einer Dachmarke auf ein funktionierendes Issues- & Reputation-Monitoring an. Denn hier geht es tatsächlich darum, echte Reputationskrisen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Zudem hilft nur eine auf Monitoring-Daten basierende Analyse (Brand Reputation Research) durch erfahrene Experten wirklich, die Ist-Wahrnehmung bzw. die Einflussfaktoren auf die Reputation einer Marke zu bestimmen und den tatsächlichen Status des Reputation-Managements bzw. des Prozesses zu bestimmen.

Tatsächlich unterschätzen immer noch viel zu viele Firmen die Relevanz von Social Media für das eigene Geschäft, so dass aufgrund von fehlenden Prozessen und Zuständigkeiten hier keine klare Unternehmensstrategie verfolgt werden kann. Mangels definierter Ziele und dazugehöriger KPIs kann also auch kein ROI ermittelt werden und die Angst vor dem sog. Shitstorm steht der wesentlich positiveren und nachhaltigeren Auswirkung auf die Reputation durch eigenes Brand Engagement z.B. mit dem Aufbau von Marken-Community’s innerhalb der Social Media Plattformen und Channels entgegen. Ob es immer Facebook oder Twitter im Mix sein muß, sei dahingestellt und hängt von der Zielsetzung ab. Das Verfolgen einer Enterprise 2.0-Strategie hat also komplexe Anforderungen und bedingt viele neue Prozesse, was aber vor allem eine positive Wirkung auf das gesamte Geschäftsergebnis haben wird, und somit eine sichere und notwendige Investition in die Zukunft vieler Unternehmen ist. Die Chance, mittels Social Media eine höchst loyale und aktive Fan- und Kundenbasis aufzubauen, sollte jede Marke jetzt nutzen, um längerfristige Kommunikations- und Absatzziele erreichen zu können.

So kommt eine neue Gartner-Studie zu dem Schluss: Bis 2014 wird es für Unternehmen genauso wichtig sein, mit Kunden per Facebook, Twitter und Co. zu kommunizieren wie heute per E-Mail oder Telefon. In bester britischer Understatement-Tradition spricht Gartner davon, dass ein Ignorieren der Herausforderungen des Social Webs „harmful“ für die entsprechenden Brands sei.

Wir können das Kind ruhig noch einmal beim Namen nennen: Shitstorm – Die Angst davor lähmt nach wie vor die Entscheidungsfreude für ein Social Media Engagement von Marken und Unternehmen. Doch wer die Chancen und Risiken von Facebook, Twitter & Co. ignoriert, oder zu spät auf Kundenkritik in diesen Kanälen reagiert, riskiert einen Reputationsgau für Produkt- oder Dachmarke und kann nicht auf den weißen Ritter aus der eigenen Marken-Community hoffen.

Prepareness for a Social Media Threat

CEO Kolumne: Reputation & Issues Management und Social-Media-Krisen

Die Mehrheit aller globalen Unternehmen hatte in den vergangenen zwei Jahren mit einer Reputationskrise zu kämpfen. Eine Schlüsselposition in ihrer Bewältigung kam dabei dem CCO zu. Die Frage die sich für die Kommunikationsverantwortlichen oftmals stellt: Ist Social Media eine Bedrohung für die Reputation oder eher ein Tool um diese aufzubauen und zu pflegen?

Im Kampf gegen Kommunikationskrisen müssen die modernen Chief Communications Officers den Spagat schaffen, sich sowohl um die Pflege der Opinion-Leader in den klassischen Medien zu kümmern und sich zeitgleich auf die Influencer und Consumer 2.0 einlassen, die dank Social Media erheblich mehr an Einfluss gewonnen haben.

Aus der täglichen Praxis wissen wir, dass in Deutschland im Gegensatz zu anderen Märkten, wie z.B. hier in den USA, leider noch allzu oft die Meinung vorherrscht: Eine Öffnung des Unternehmens für das Engagement in Social Media birgt erhebliche Risiken, insbesondere den Verlust der Kontrolle, so dass diese Möglichkeit des „Dialoges auf Augenhöhe“ eher aufgeschoben wird und man lieber an den traditionellen Kommunikationsmethoden und -kanälen festhält, die ja bis jetzt immer funktioniert haben. Dass dieses Denken veraltet und überholt ist, sollten jene Verfechter der traditionellen Kommunikation eher früher als später lernen. Insbesondere muss sich die deutsche exportorientierte Wirtschaft fragen: Wie lange kann man es sich leisten, in einem globalen Wettbewerb dieses Kommunikationstool nicht oder nur geringfügig zu nutzen? Nun ist Deutschland nicht für die innovativste Marketing- und Kommunikationskultur bekannt – das wissen wir. Jedoch frage ich mich: Was läuft schief? Denn das Thema Social Media wird leider immer noch zu oft in die Hände (Hauptverantwortung) von Praktikanten und Werksstudenten (ist im Übrigen für diejenigen eine tolle Chance und soll nicht abwertend klingen) gelegt, um die Relevanz und Bedeutung für das Unternehmen zu untersuchen. Aufgrund mangelnder Kenntnisse unterschätzen Unternehmen bzw. deren Management noch zu oft die Bedeutung von Social Media, nicht nur für die Kommunikation, sondern insgesamt auch auf dem Weg zum Enterprise 2.0, der früher oder später bevorsteht. Ich hoffe, hier findet bei den Verantwortlichen bald ein Umdenken statt und die ganzheitliche Implementierung und Anwendung von Social Media wird als ein zentraler Managementprozess etabliert (Anregungen dazu: Digitaler Darwinismus).

Hier nun einige der zentralen Erkenntnisse der neuesten Ausgabe der globalen Studie The Rising CCO. Seit 2007 haben Spencer Stuart und Weber Shandwick nun schon die Rolle und den Aufgabenbereich der Kommunikationsleiter untersucht.

Auf die Frage, welche Posten das Marketing-Budget im kommenden Jahr besonders fordern wird, lautete mit 39 Prozent die häufigste Antwort „Social Media Trends“. Auf Position zwei folgte „State of the Global Economy“ (37 Prozent).

„Der Shitstorm-Vorsicht zum Trotz gaben nur sieben Prozent an, eine Krise sei in Social Media Kanälen losgetreten worden. Ganz im Gegenteil gaben 34 Prozent der CCOs an, Social Media habe ermöglicht, Krisensituationen zu lösen“, analysiert Martina Bürge. „Social Media gilt laut Studie als das am schnellsten wachsende Kommunikations-Tool für CCOs’ – weltweit.“

Weber2

40 Prozent aller CCOs glauben zudem, dass sie auf eine Social Media-Bedrohung gut vorbereitet sind. Dieser Wert lag 2010 noch lediglich bei 33 Prozent. Als eher mittelmäßig vorbereitet sehen sich zurzeit 29 Prozent und als nicht vorbereitet bezeichnen sich 30 Prozent.

Weitere wichtigste Erkenntnisse:
– Unter den wichtigsten Management-Herausforderungen für dieses Jahr liegt „Expand Social Media Capabilites“ mit 55 Prozent auf Position vier. Knapp  danach „Increase Support of Brand Reputation/Marketing“ (56 Prozent) und „Increase positiv Media Coverage“. Top-Herausforderung ist demnach ein generelles „Improve Corporate Reputation“.
– Alle Unternehmen, die in den vergangenen Jahren mit einer Kommunikationskrise zu kämpfen hatten, brauchten rund 15 Monate, um die Krise zu überstehen. Bei 74 Prozent half der CEO öffentlichkeitswirksam mit, um die Krise zu bewältigen.

Zudem lieferte die Untersuchung eine wunderbare Übersicht über die regionalen Unterschiede. Aber sehen Sie selbst:
Weber1

Sicherlich sind die Ergebnisse dieser Umfrage doch ein wenig überraschend und bieten genug Argumentationsmaterial für das Management, um zusätzliche Mittel für den Weg in Social Media frei zu machen oder die „Wege zu Straßen“ ausbauen zu können und somit professionelle Strukturen zu schaffen. Ich freue mich über Kommentare und Anregungen und sende hiermit die besten Grüße aus unserem Office im tropischen Miami. Wie man hier sagt: Have a good one!

Prepareness for a Social Media Threat

CEO Kolumne: Reputation & Issues Management und Social-Media-Krisen

Die Mehrheit aller globalen Unternehmen hatte in den vergangenen zwei Jahren mit einer Reputationskrise zu kämpfen. Eine Schlüsselposition in ihrer Bewältigung kam dabei dem CCO zu. Die Frage die sich für die Kommunikationsverantwortlichen oftmals stellt: Ist Social Media eine Bedrohung für die Reputation oder eher ein Tool um diese aufzubauen und zu pflegen?

Im Kampf gegen Kommunikationskrisen müssen die modernen Chief Communications Officers den Spagat schaffen, sich sowohl um die Pflege der Opinion-Leader in den klassischen Medien zu kümmern und sich zeitgleich auf die Influencer und Consumer 2.0 einlassen, die dank Social Media erheblich mehr an Einfluss gewonnen haben.

Aus der täglichen Praxis wissen wir, dass in Deutschland im Gegensatz zu anderen Märkten, wie z.B. hier in den USA, leider noch allzu oft die Meinung vorherrscht: Eine Öffnung des Unternehmens für das Engagement in Social Media birgt erhebliche Risiken, insbesondere den Verlust der Kontrolle, so dass diese Möglichkeit des „Dialoges auf Augenhöhe“ eher aufgeschoben wird und man lieber an den traditionellen Kommunikationsmethoden und -kanälen festhält, die ja bis jetzt immer funktioniert haben. Dass dieses Denken veraltet und überholt ist, sollten jene Verfechter der traditionellen Kommunikation eher früher als später lernen. Insbesondere muss sich die deutsche exportorientierte Wirtschaft fragen: Wie lange kann man es sich leisten, in einem globalen Wettbewerb dieses Kommunikationstool nicht oder nur geringfügig zu nutzen? Nun ist Deutschland nicht für die innovativste Marketing- und Kommunikationskultur bekannt – das wissen wir. Jedoch frage ich mich: Was läuft schief? Denn das Thema Social Media wird leider immer noch zu oft in die Hände (Hauptverantwortung) von Praktikanten und Werksstudenten (ist im Übrigen für diejenigen eine tolle Chance und soll nicht abwertend klingen) gelegt, um die Relevanz und Bedeutung für das Unternehmen zu untersuchen. Aufgrund mangelnder Kenntnisse unterschätzen Unternehmen bzw. deren Management noch zu oft die Bedeutung von Social Media, nicht nur für die Kommunikation, sondern insgesamt auch auf dem Weg zum Enterprise 2.0, der früher oder später bevorsteht. Ich hoffe, hier findet bei den Verantwortlichen bald ein Umdenken statt und die ganzheitliche Implementierung und Anwendung von Social Media wird als ein zentraler Managementprozess etabliert (Anregungen dazu: Digitaler Darwinismus).

Hier nun einige der zentralen Erkenntnisse der neuesten Ausgabe der globalen Studie The Rising CCO. Seit 2007 haben Spencer Stuart und Weber Shandwick nun schon die Rolle und den Aufgabenbereich der Kommunikationsleiter untersucht.

Auf die Frage, welche Posten das Marketing-Budget im kommenden Jahr besonders fordern wird, lautete mit 39 Prozent die häufigste Antwort „Social Media Trends“. Auf Position zwei folgte „State of the Global Economy“ (37 Prozent).

„Der Shitstorm-Vorsicht zum Trotz gaben nur sieben Prozent an, eine Krise sei in Social Media Kanälen losgetreten worden. Ganz im Gegenteil gaben 34 Prozent der CCOs an, Social Media habe ermöglicht, Krisensituationen zu lösen“, analysiert Martina Bürge. „Social Media gilt laut Studie als das am schnellsten wachsende Kommunikations-Tool für CCOs’ – weltweit.“

Weber2

40 Prozent aller CCOs glauben zudem, dass sie auf eine Social Media-Bedrohung gut vorbereitet sind. Dieser Wert lag 2010 noch lediglich bei 33 Prozent. Als eher mittelmäßig vorbereitet sehen sich zurzeit 29 Prozent und als nicht vorbereitet bezeichnen sich 30 Prozent.

Weitere wichtigste Erkenntnisse:
– Unter den wichtigsten Management-Herausforderungen für dieses Jahr liegt „Expand Social Media Capabilites“ mit 55 Prozent auf Position vier. Knapp  danach „Increase Support of Brand Reputation/Marketing“ (56 Prozent) und „Increase positiv Media Coverage“. Top-Herausforderung ist demnach ein generelles „Improve Corporate Reputation“.
– Alle Unternehmen, die in den vergangenen Jahren mit einer Kommunikationskrise zu kämpfen hatten, brauchten rund 15 Monate, um die Krise zu überstehen. Bei 74 Prozent half der CEO öffentlichkeitswirksam mit, um die Krise zu bewältigen.

Zudem lieferte die Untersuchung eine wunderbare Übersicht über die regionalen Unterschiede. Aber sehen Sie selbst:
Weber1

Sicherlich sind die Ergebnisse dieser Umfrage doch ein wenig überraschend und bieten genug Argumentationsmaterial für das Management, um zusätzliche Mittel für den Weg in Social Media frei zu machen oder die „Wege zu Straßen“ ausbauen zu können und somit professionelle Strukturen zu schaffen. Ich freue mich über Kommentare und Anregungen und sende hiermit die besten Grüße aus unserem Office im tropischen Miami. Wie man hier sagt: Have a good one!

Global RepTrak™ Pulse 2012

Social Media-Strategie: Der Wert von Reputation und Glaubwürdigkeit

Es gibt einen Umstand, den viele Social Media-Experten und Strategie-Berater immer wieder vergessen, aber für die meisten Corporate Communications Manager ein ganz wichtiger Faktor ist. Noch wichtiger wie die Fan- und Followerzahlen, die eine Marke oder ein Unternehmen bei Facebook, Twitter & Co. haben, sind ihre Reputations- und Image-Werte. Denn das ist im Wirtschaftsleben noch immer eine der wichtigsten Währungen. Dies belegen zwei Studien gerade mal wieder eindrucksvoll.

Erste Studie: Reputation von CEOs
Zum einen hat das Deutsche Institut für Kommunikations- und MedienTraining (DIKT) gerade die Schwerpunkte ergründet, die Unternehmen bei Auftritten ihrer Führungskräfte in Medien besonders hoch bewerten. Das Ergebnis laut Pressemitteilung: “91 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass ihre Manager vor allem ‚Glaubwürdigkeit‘ vermitteln sollen. Gleichauf, da Mehrfachnennungen von Kriterien möglich waren, liegt ‘Kompetenz’. Weniger Wert wird dagegen auf einen ‘sympathischen’ Eindruck (31 Prozent) sowie auf die ‘Verkörperung des Unternehmens im Sinne der Corporate Identity’ (17 Prozent) gelegt.”

Befragt wurden die Kommunikationsverantwortlichen von Unternehmen aus DAX, M-DAX, Tec-DAX und S-DAX, sowie weitere ausgewählte Großunternehmen. Ein weiteres spannendes Ergebnis förderte die Frage zu Tage, wie die Manager in Interviews durch die Journalisten wahrgenommen werden sollten. Nur neun Prozent antworteten mit „auskunftsfreudig“. Hundertprozent sagten „kompetent“, 74 Prozent  „offen“ und 52 Prozent „detailstark“.

Zweite Studie: Global RepTrak Pulse 2012
Die zweite spannende Studie beschäftigt sich mit der Reputation einzelner Unternehmen. Diese hat das Reputation Institute in seiner jährlichen Global RepTrak™ 100-Studie untersucht.

Global RepTrak™ Pulse 2012

Global RepTrak™ Pulse 2012

“Demnach ist BMW das Unternehmen mit der weltweit besten Reputation. Sony und die Walt Disney Company liegen auf den Plätzen zwei und drei”, fasst Karsten Füllhaas die Ergebnisse auf seinem Blog zusammen. “Google – in den beiden vergangenen Jahren noch auf Platz eins – ist auf den sechsten Rang abgerutscht. Auch Apple muss eine schlechtere Platzierung in Kauf nehmen und findet sich dieses Jahr auf dem fünften Platz, nach Platz zwei in 2011.”

Für die Social Media-Strategie eines Großunternehmens bedeutet dies, dass Reputationsthemen wie z.B. Nachhaltigkeit (CSR) oder Innovation stärkere Berücksichtigung finden sollten. Die Stakeholder erwarten von modernen Top-Managern auch die Kommunikation über eigene Social Media-Profile. In meiner Tätigkeit als Berater sehe ich natürlich auch die damit verbundenen Herausforderungen und höre viele Argumente gegen das persönliche Engagement von CEOs. Vor allem die Angst vor dem Shitstorm, fehlende Strukturen und der Mangel an Zeit werden häufig als Gründe gegen ein Engagement genannt.

Siehe dazu auch: Social Media Impact – Warum CEOs und Top-Executives selber twittern sollten.