Unter „Events“ finden sich Beiträge zu wichtigen und interessanten Events aus dem Social-Media-Bereich.

ethority auf der dmexco expo – Bewertung!

Auch die diesjährige dmexco wird ein Erfolg, so viel ist sicher. Massen von Besuchern strömen durch verstopfte Gänge oder versuchen noch einen (Steh-)Platz in den Konferenzbereichen zu ergattern. Das Interesse an den zahlreichen mehr oder weniger spannenden Vorträgen ist riesig. Auch bei den Ausstellern gibt es neben den üblichen Playern neue Anbieter mit tollen Lösungen und besten Referenzen wie z.B. facelift, eine Marketing Software Suite für Facebook-Apps, Community und Ad-Management, wie der MD, Arist von Harpe, im Gespräch erläuterte.

Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Messe-Event, der Congresss-Part könnte sicherlich noch etwas optimiert werden, um dem Andrang der Besucher besser gerecht zu werden.

Danke den dmexco-Machern und Organisatoren!

ethority auf dmexco expo!

CEO Kolumne: dmexco 2013 – Digital Marketing Exposition & Congress

Es ist das Event des Jahres für die europäische digitale Szene – Media // Marketing // Analytics // Technology – und wie auch die Branche selbst, wächst die dmexco rasant.

So liest man auf der Website der dmexco: Rund 720 Aussteller aus aller Welt, erstmals drei Hallen, zwei Tage Conference-Programm auf internationalem Top-Niveau, verlängerte Öffnungszeiten am zweiten Tag und über 24.000 erwartete Besucher… klaren Fokus auf Marketing, Media und Technologie ist die dmexco im digitalen Zeitalter für alle Vordenker und Meinungsführer von Marken, für Werbungtreibende und Vermarkter sowie alle Agentursegmente und Medienhäuser die globale Plattform Nr. 1 – leading the global digital industry…

Zunächst einmal ganz beeindruckend und zugegeben, ich bin schon ein wenig gespannt darauf, ob sich neue Trends ausmachen lassen? Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf ein alljährliches Wiedersehen der digitalen Avantgarde.

Einige spannende Soundbites von Marktbegleitern und Mitstreitern sind im Vorfeld zu lesen, wobei mir das Zitat von Nigel Morris (CEO Aegis Media Americas & EMEA) am besten gefällt (Auszug): …Making our global strategy happens and valuing our clients’ business or saying in other words “Turning visions into reality by reinventing the ways brands are built by”!

Das Motto der dmexco “Turning visions into reality“ ist zukunftsweisend und erinnert mich irgendwie auch an unser ethority-Motto: „Turning Social Media Into Profits“ – Markttrends werden also zunehmend Realität: Ist Social Media am Höhepunt seiner Reife schon angekommen? Wird „Mobile“ alles andere in den Schatten stellen? What’s next?

Stay tuned!

CeBIT 2013 – Eine Reise in die Zukunft

Diese Woche findet in Hannover noch bis zum 09. März die weltweit größte IT-Messe statt und voraussichtlich 350.000 Besucher werden sich einfinden, um nach Trends, innovativen Produkten sowie alten wie neuen Bekannten Ausschau zu halten. Natürlich war auch ethority vor Ort und bei insgesamt 16 Ausstellungshallen gab es sehr viel zu sehen.

Die CeBIT, die dieses Jahr das Partnerland Polen sehr stark positionierte, stellte das Messe-Programm unter das Leitthema „Shareconomy“. Das umfassendes Teilen von Wissen, Blogs, Wikis, Collaboration, Votings und weitere Software-Lösungen wird die Arbeitswelt in den kommenden Jahren sehr dynamisch verändern. Mit dem Schwerpunktthema Shareconomy rückt die CeBIT 2013 ein Thema in den Mittelpunkt, das unter Topmanagern, Branchenexperten und in der Netzgemeinde gleichermaßen heiß diskutiert wird. Dabei haben die fortschreitende Ausdehnung des Internets, die effektive Digitalisierung von Content und die Revolution der sozialen Medien zu einem spürbaren Paradigmenwechsel geführt: Einer repräsentativen BITKOM-Umfrage zufolge ist es für 97 % aller 14- bis 29-Jährigen bereits selbstverständlich, das Netz als Ort zum Teilen von Wissen, Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen. Zahlreiche Diskussionsrunden befassten sich mit diesen aktuellen Entwicklungen.

Das Thema Social-Media fand, wie in den Vorjahren, auch 2013 wieder ein Forum in einer eigenen Messearea namens Webciety, deren Größe und Relevanz jedoch auf dieser CeBIT nur noch ein Schatten der Webcietys vorhergehender Jahre war. Dies liegt sicher daran, dass der Hype um dieses Thema vorüber ist und die kommerzielle Nutzung sozialer Netze und Medien inzwischen bei allen relevanten Unternehmen zum Alltag gehört. Dass dennoch ein hohes Interesse an den sehr spannenden Webciety-Diskussionsrunden bestand, zeigten die vollen Reihen interessierter Zuhörer.
Viele Unternehmen kennen sich inzwischen bestens in diesem Bereich aus und suchen jetzt nach Lösungen, welche die Nutzung der zahlreichen Datenströme aus den sozialen Netzen optimieren. Stichwort „Big Data“, dem nächsten sehr dominierenden Trendthema der aktuellen CeBIT.

Der Markt für Big Data gewinnt an Dynamik. Eine Studie der Experton Group hat ergeben, dass 2011 weltweit insgesamt 3,38 Mrd. Euro in Big-Data-Projekte und -Services investiert wurden, die Hochrechnungen für 2012 gehen bereits von 4,5 Mrd. Euro aus. Den Wachstumspeak erwarten die Experten in den Jahren 2013 (38 %) und 2014 (40 %), getrieben durch die initialen Infrastrukturinvestitionen. Zahlreiche Unternehmen präsentieren ihre Produkte zu diesem Bereich auf der Messe und finden zahllose Big Data Expertenrunden statt.

Das in den Vorjahren sehr relevante Thema Cloudcomputing wurde auf der CeBIT 2013 insbesondere von den großen Telekommunikations- und Softwareanbietern aufgegriffen. Eine ganze Halle befasst sich mit diesem Schwerpunkt.

Als abschließendes Fazit der diesjährigen CeBIT lässt sich zusammenfassend sagen, dass sie wieder deutlich B2B-lastig wurde, was der Qualität der Messe sehr gut tut. Wer wissen will, wie sich der IT Markt entwickelt und daraus Vorteile für das eigene Unternehmen generieren möchte, kommt an dieser Messe nicht vorbei. Also hingehen!

#SMWHH “Social Discovery” und “Wann wird Recruiting mobil?”

Eines der Themen auf der Social Media Week lautete „Social Discovery – A mobile service road show“, referiert von Sebastian Schwerk der PR Agentur „Frische Fische“. Sehr anschaulich und informativ wurden diverse Mobile Apps vorgestellt, die Location Based Services (LBS) nutzen. LBS sind kein allzu neues Phänomen – interessanter hingegen die „Social Discovery“. Dahinter verbirgt sich der „Prozess, in sozialen Netzwerken nach anderen Nutzern zu suchen in Abhängigkeit von z.B. Ort, Alter, Geschlecht, Beruf oder Interessen.“ Der Mobile Service Markt ist definitiv ein Markt, der momentan sehr viel Bewegung erfährt. Egal ob es sich um ein gutes Restaurant in der Nähe, die Wohnungssuche via Augmented Reality oder um ein spontanes per App verabredetes Date handelt – für fast jede Lebenslage gibt es eine mobile App. Teilweise wird in Deutschland mit Location Based Apps noch etwas zögerlicher umgegangen als zum Beispiel in den USA. Sebastian Schwerk argumentierte das in etwa so: Der durchschnittliche Amerikaner hat ca. 500 Facebook-Freunde, wohingegen der durchschnittliche Deutsche nur 100 Freunde auf Facebook verzeichnet. Sprich: in Deutschland werden Social Media bei Weitem nicht so intensiv genutzt wie in den USA. Das Thema „Datenschutz“ wird in Deutschland immer noch relativ groß geschrieben. Doch wird sich auch das bald ändern? Sehr wahrscheinlich ja! Betrachtet man die Demographien, so stellt man fest, dass die Nutzergruppe vieler Location Based Apps sehr jung ist. Die Teenager von heute scheinen weniger sensibel mit ihren Daten umzugehen als App-Nutzer ab 20 Jahren. Die App-Nutzung wird in wenigen Jahren einen weiteren starken Anstieg erfahren.

Social Discovery

Dass nicht nur App-Entwickler, sondern auch HR-Abteilungen von der ansteigenden Nutzung mobiler Anwendungen profitieren können, zeigte der Vortrag „Wann wird Recruiting mobil?“, referiert von Tim Oliver Pröhm, Managing Director bei Flex Base.

Viele Unternehmen klagen über Fachkräftemangel –  laut Pröhm ist das häufig auf fehlende oder mangelhafte Möglichkeiten von Bewerbungsmöglichkeiten zurückzuführen. Aufgrund der intensiven Nutzung mobiler Geräte (81% der Generation Y nutzen mobile Geräte zur Jobsuche) ergeben sich für Unternehmen große Chancen, wenn sie mobile Recruiting nutzen. Zwar ist die Durchführung nicht ganz trivial, jedoch können sich erhebliche Wettbewerbsvorteile daraus ergeben. Zum einen ist eine zielgruppengerechte Ansprache sowie ort- und zeitunabhängige Kontaktaufnahme möglich. Dank schneller Reaktions- und Feedbackzeiten ist der Erstkontakt zu einem potentiellen Bewerber sehr einfach. Mobile Recruiting ist kostengünstig und erfordert einen geringen administrativen Aufwand. Auf die Frage, welche Kanäle sich für mobile Recruiting eignen, gibt es keine richtige oder flasche Antwort. Egal ob Jobboards, Career-Account bei Twitter oder Stellenanzeige bei Pinterest – alle Kanäle dienen dem Employer Branding, um sich als Arbeitgeber attraktiv und möglichst breit gefächert zu positionieren.

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In beiden Vorträgen wurde deutlich, dass das Thema „Mobile“ definitiv bereits eine große Rolle spielt, die sich in Zukunft noch weiter vergrößern wird. Für Unternehmen und Marketer eröffnen sich viele neue Chancen, die nicht ungenutzt bleiben sollten.

#SMWHH Word of Mouth

Die Social Media Week 2013 in Hamburg ist natürlich nicht spurlos an uns vorbeigegangen: ethority war täglich vor Ort und hat einige spannende Beiträge angehört. So zum Beispiel einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Word of Mouth Marketing“.  Nicola Stockmann (Managing Director @Wire) fasst die Grundlage des WOM Marketings folgendermaßen zusammen: “It’s all about trust.”

Konsumenten folgen verständlicherweise sehr viel lieber den Vorschlägen von Freunden, Familienmitgliedern und nahen Bekannten, wenn es um Produkt- und Kaufempfehlungen geht. 92% der Konsumenten weltweit geben an, dass sie derartigen Empfehlungen mehr vertrauen als allen (!) anderen Formen der Werbung. Laut Forbes behaupten 81% der Befragten, dass Social Media Posts von Freunden direkt ihre Kaufentscheidung beeinflussen würden. SproutSocial bestätigt, dass ca. 74% der Konsumenten sich auf Social Networks verlassen, wenn es um Kaufentscheidungen geht.

Stockmann stellt in ihrem Vortrag eine Reihe von Regeln und Richtlinien auf, die Werbetreibende im Umgang mit ihren Kunden –  also im Customer Relationship Management – beachten sollten. Dazu gehören zum Beispiel das Schaffen einer Atmosphäre in einem Online-Raum, in dem die User ehrlich und anonym ihre Meinung zu einem bestimmten Thema preisgeben können, sowie adäquate Reaktionen auf den Input der User. Der Gedanke dahinter scheint ein simpler Folgeschluss zu sein: Ist der User mit der Community (bzw. dem Community Management) zufrieden, wird er selbstständig das Word of Mouth Marketing für den jeweiligen Anbieter aufnehmen und Produktempfehlungen an Menschen weitergeben, die ihm vertrauen. Stockmann betont auch die Notwendigkeit eines kontinuierlichen, aufmerksamen Monitorings (vor allem des Sentiments): „Never stop listening.“  Wer seine Community kennt und beobachtet, kann positive Entwicklungen (Influencer? Neue Kampagne?) rechtzeitig annehmen und fördern, negative Ansätze aufgreifen und ins Gute umkehren (Produktverbesserungenn, Anpassen des Community Managements).

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Unser Rückblick auf das MonitoringCamp 2012

Das war es also. Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg das erste MonitoringCamp (Facebook, Twitter) Deutschlands statt. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Barcamp,  laut Wikipedia „eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden“. Für uns war das der erste Besuch einer derartigen Unkonferenz – und aller Voraussicht nicht der letzte.
Am 9. und 10. November wurde in passender Umgebung (sehr zu empfehlen: der Attraktor) das Thema Monitoring aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet: neben verschiedenen Monitoringanbietern waren auch zahlreiche Anwender anwesend, sowohl aus dem Agenturbereich als auch direkt von verschiedenen Unternehmen. Am ersten Tag ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde direkt mit unterschiedlichen Sessions los (der Plan ist noch hier zu finden): leider liefen viele interessante Sessions parallel, sodass man seine Favoriten herauspicken musste. Mit Vorträgen u.a. zur Relevanz von (Spam-)Beiträgen, zum Datenschutz im Monitoring (definitiv eines unserer Highlights) oder auch zum leidigen Thema EdgeRank fanden wir für uns aber einen gesunden Mix aus den verschiedensten Themen. Allen voran stand aber die Erkenntnis, dass alle Anbieter die gleichen Herausforderungen bewältigen müssen: sei es die Quellenabdeckung, das Filtern der Unmengen an irrelevanten Beiträgen, die Tonalitätsanalyse oder auch die qualitativen Insights, die letztendlich das Herzstück eines jeden Monitorings darstellen.
Wir haben uns sehr gefreut, in dieser einzigartigen Atmosphäre Erfahrungen austauschen zu können und so auch einen Blick über den alltäglichen Tellerrand zu erhalten. Was bleibt, ist die Vorfreude auf das #moca13, das nächstes Jahr garantiert wieder stattfinden wird.

Abschließend möchten wir uns natürlich noch bei den Organisatoren und Sponsoren bedanken, die das Ganze überhaupt möglich gemacht haben – nächstes Jahr sind wir dann vielleicht auch mit von der Partie.

Hier ein paar Impressionen vom MonitoringCamp 2012, fotografiert von Malte Klauck.

Monitoring Camp 2012

Ein NICHT LUSTIGES Crowdfunding – Interview mit Joscha Sauer

Joscha Sauer

Joscha Sauer

Am Sonntag (4.11.2012) begann ein besonderer Spendenaufruf seine Runde im Social Web zu machen. Joscha Sauer, der Cartoonist des Projektes „NICHTLUSTIG“ bat seine Fans via Facebook, Twitter und Youtube um finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung einer Trickfilmserie: Familie Lemming, die Yetis, Herr Riebmann und weitere beliebte Figuren des Zeichners sollen nun endlich zum bewegten Leben erweckt werden. 150 000 Euro hat der Frankfurter bereits selbst in das Projekt investiert und mit seinem Team die ersten 10 Minuten der ersten Folge produziert, die man schon kostenlos anschauen kann. Für die verbleibenden 10 Minuten sowie potentielle weitere Folgen aktiviert er nun seine Fans: In einer persönlichen Videobotschaft mit Teaser-Szenen aus dem Trickfilm und Behind-the-Scenes-Einblicken erklärt Sauer das Projekt und die anfallenden Kosten – 100 000 Euro müssen noch zusammenkommen. Spenden können Fans auf www.nichtlustig.tv, einer aufwendig illustrierten Seite, die man sich gerne zweimal anschaut. Wir haben den Zeichner zu seinem Crowdfunding befragt.

Das Crowdfunding-Projekt auf nichtlustig.tv

Das Crowdfunding-Projekt auf nichtlustig.tv

1. Du bist schon sehr aktiv in Social Media – deine zahlreichen Fans folgen dir auf Facebook und Twitter. Wie wichtig sind die sozialen Netzwerke für deine Arbeit?

Ich habe in der Zeit, in der ich an NICHTLUSTIG arbeite, immer probiert, möglichst direkten Kontakt mit den Lesern meiner Cartoons zu haben. Anfänglich funktionierte das recht klassisch per Mail und Newsletter.
Die Social Networks haben das vereinfacht. Die Kommunikation ist schneller und direkter geworden. Letzten Endes bleibt es im Kern aber immer das gleiche: Man präsentiert etwas vor Publikum, nur die Bühnen verändern sich eben. Vielleicht taucht irgendwann eine neue Möglichkeit auf, meine Sachen vielen Leuten zu präsentieren. Insofern sind die sozialen Netzwerke natürlich wichtig, aber sie haben nur übernommen, was auch vorher schon da war.

2. Du stellst deiner Community regelmäßig deine Comics zur Verfügung. Hast oder hattest du nie die Befürchtung, dass sich dadurch deine Bücher schlechter verkaufen? Die Nutzer können deinen  Content  schließlich umsonst im Internet bekommen.

Das war tatsächlich vor 12 Jahren der große Streitpunkt, als ich meine Cartoons Verlagen angeboten habe. Viele wollten nichts veröffentlichen, was es im Netz kostenlos gibt. Dass es Carlsen dann schliesslich doch gewagt hat und damit überwältigenden Erfolg hatte, zeigt ja, dass es nicht so war.
Allerdings war das mobilste Gerät, auf dem man damals online sein konnte ein Laptop. Mit iPhone, iPad und pipapo haben Bücher tatsächlich einen zunehmend schweren Stand. Insofern bin ich ganz froh, dass ich vor zehn Jahren mit Büchern angefangen habe.

3. Du bittest deine Community gerade zum ersten Mal großformatig um Spenden. Siehst du das Crowdfunding als eine Art Gegenleistung deiner Fans?

Tatsächlich habe ich vor ca. 11 Jahren schon mal um Spenden gebeten. Damals allerdings in anderen Größenordnungen, weil es darum ging, die Serverkosten für NICHTLUSTIG bezahlen zu können. Ich glaube damals kamen 2000 Mark zusammen, was wahnsinnig viel Geld war. (Schaukelstuhl-Geräusch und Pfeifenpaffen dazu denken) Ich sehe das Crowdfunding nicht als Gegenleistung. Ich erwarte von niemandem, dass er etwas gibt. Die Arbeit, die ich in den vergangenen 12 Jahren gemacht habe, habe ich reichlich entlohnt bekommen, dadurch dass viele Leute meine Bücher und andere Produkte gekauft haben.
Ich sehe das Crowdfunding als Angebot von meiner Seite: Ich würde gerne was Größeres (und Teureres) machen, aber die Sache lohnt sich nur, wenn das auch genügend Leute wollen. Und weil anders als bei der Buchproduktion ein großes finanzielles Risiko an Filmproduktion klebt, läuft das Geschäft diesmal zeitlich halt etwas anders. Leute zahlen erst etwas, dann produzieren wir und sie kriegen am Ende ihren Gegenwert in Form der fertigen Trickfilmfolge.
Dass das funktioniert, hat natürlich damit zu tun, dass mir Leute nach 12 Jahren NICHTLUSTIG ein bisschen vertrauen. Und dieses Vertrauen ist vielleicht am ehesten die Gegenleistung für meine bisherige Arbeit.

4. Deine Seite erinnert an Kickstarter – hast du dich vor Projektbeginn viel mit anderen Crowdfunding-Projekten auseinandergesetzt oder hast du deines „aus dem Ärmel geschüttelt“?

Nein, aus dem Ärmel schüttelt man sowas nicht. Ich habe natürlich auch andere Crowdfunding-Aktionen auf Kickstarter und Indiegogo etc. verfolgt und die für mich sinnvollen Elemente übernommen. Man muss ja nicht das Rad neu erfinden, sondern nur ein bisschen anpassen.

5. Die Fans kriegen für ihre Spenden auch etwas geboten – je mehr sie hergeben, desto größer die Belohnung. Sind einige Fans tatsächlich bereit, 1000 Euro für die Einladung zur Premiere und eine Originalzeichnung zu zahlen? Zeigen sich hier die Grenzen des Crowdfundings?

Die Aktion läuft ja erst vier Tage. Insofern ist es noch etwas früh, um ein allgemeines Urteil über die Grenzen des Crowdfundings zu fällen. Bisher hat nur EINE Person 1000 Euro gegeben: Mein Freund und Kollege Ralph Ruthe.
Aber es gibt schon ein paar Leute, die 500 Euro gegeben haben. Prinzipiell ist es aber natürlich so, dass die kleineren Beträge häufiger sind. Und das ist ja auch gut so. Schliesslich geht es ja auch darum zu zeigen, dass VIELE Leute Lust auf diese Trickfilmserie haben. Daher ist mir lieber 1000 Leute geben je 1 Euro als 1 Person, die 1000 Euro gibt.

6. Wie ist das Verhältnis von Reichweite und Spenden? Spenden die Leute auch fleißig, oder verbreiten nur viele den Aufruf?

Auch hier noch schwer zu sagen. Grade in den ersten Stunden war die Beteiligung extrem, weil die eingefleischten Fans natürlich sofort unterstützt haben. Nun ein paar Tage später normalisiert sich die Frequenz neuer Unterstützer allmählich. In welchem Verhältnis Reichweite und Unterstützer stehen, werden wir aber erst ganz am Ende sehen. Daumen drücken und mitmachen!
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Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und warten gespannt auf den Rest der ersten Folge!

Erzähl uns was Neues – Obama gewinnt

Die US Wahlen waren das bestimmende Thema der letzten Tage. Auch das Social Network beschäftigte sich ausgiebig mit dem Thema. Vor allen Dingen dienten Plattformen wie Facebook und Twitter als Hauptplattformen für den politischen Austausch – Millionen User verfolgten die Updates ihrer Favoriten online. Nie zuvor hat es einen solchen weltweiten Buzz über ein streng genommen lokales politisches Thema gegeben. Weltpolitik im Social Network!
In den Medien wurde während des Wahlkampfes stets von einem Kopf-an-Kopf-Rennen berichtet. In den sozialen Medien zeichnete sich dagegen ein klareres Bild ab:

Die Stimmung im Social Web kurz vor der Wahl

Die Stimmung im Social Web kurz vor der Wahl

Stand vor der Wahl also für diejenigen, die Buzz und Sentiment im Monitoring hatten, das Ergebnis schon längst fest? Konnte man da überhaupt noch überrascht werden? Jein. Selbst mit einem herausragenden Monitoring Tool war es nur möglich, die Wellen des Social Webs zu erfassen. Es war jedoch nicht genau vorherzusehen, wie sehr die Demographie des Webs die Demographie der echten Wählerschaft in den USA repräsentativ widerspiegelt. Handelt es sich bei den sich austauschenden Usern wirklich um eine Stichprobe, aus der man valide Ergebnisse ziehen kann? Was ist mit den stillen Beobachtern, den älteren Wählern, und denjenigen, die zwar reden, aber nicht wählen gehen?
Das Wahlergebnis war letztendlich der Faktor, der Social Media Monitoring als zuverlässiges und wertvolles Tool validierte. Die Repräsentativität der Online-Wähler ist offenkundig hoch genug, um statistische Schlüsse über die reale Population der Wählerschaft ziehen zu können.

Diese Wahlen bestätigen einen Trend:

Die Online Communitys waren nie zuvor repräsentativer. Hätte Romney vielleicht ein besseres Social Media Intelligence Team hinter sich gehabt, hätte er Trends und Meinungen der Bevölkerung früher erfassen und reagieren können: Denn ein hochwertiges Intelligence-System liefert nicht nur ein präzises Monitoring scheinbar unaufhaltsamer Abläufe, sondern auch das Wissen, wie man das Ruder herum reißt. Auch politisch.

ethority fördert Studenten der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation

Sten Franke (CEO @ethority)

Sten Franke (CEO @ethority)

Mehr als 60.000 Menschen arbeiten in Hamburg in der Medienindustrie. Der unmittelbar in der Hamburger City gelegene Campus der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) ist das ideale Sprungbrett für einen Karrierestart in diese dynamische und immer wieder neue Branche.

Die MHMK ist die größte private Medienhochschule und nach der Hochschule der Medien in Stuttgart die zweitgrößte Fachhochschule mit Medienschwerpunkt in Deutschland. Mit über 80 Professuren und 1.900 Studierenden in allen fünf Medienzentren München, Stuttgart, Köln, Hamburg und Berlin bildet die Hochschule den Mediennachwuchs für die internationale Mediengesellschaft aus.

ethority arbeitet im Rahmen einer Partnerschaft sehr eng mit der MHMK am Standort Hamburg zusammen und betreibt auf diesem Wege nicht nur aktiv Nachwuchsförderung, sondern begibt sich auch gezielt auf die Suche nach jungen Talenten für das eigene Unternehmen.

Und so freuen wir uns über die Gelegenheit, im Rahmen eines feierlichen Empfangs zum Semesterbeginn die neuen Studierenden nicht nur persönlich kennen gelernt zu haben, sondern diese auch mit der Überreichung von durch ethority gesponserte iPads aktiv unterstützt zu haben.

Sten Franke (CEO @ethority) und Claas Hansen (CFO) waren gestern Abend vor Ort und übergaben nicht nur die zu Verfügung gestellten iPads, sondern standen für Fragen aus der beruflichen Praxis zu Verfügung. Die Zusammenarbeit zwischen ethority und der MHMK wollen wir in den kommenden Monaten intensivieren und ausbauen u.a. durch Gastvorträge und Übernahme von Praktikanten.

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Herzlichen Dank an Prof. Dr. Philipp Riehm und Team, sowie den Studenten der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation.

http://www.macromedia-fachhochschule.de/

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Unser Social Media Prisma Version 5.0 ist da!

Pünktlich zur dmexco wurde es wieder Zeit für ein Update unseres Social Media Prismas.

Es hat sich viel getan seit dem ersten Prisma 2009. Plattformen kamen und gingen. Und so gab es auch dieses Mal wieder einige Änderungen.

Die wichtigsten gleich vorweg: Die Aufnahme von „Apps (mobile)“ in unser Social Media Prisma spiegelt die hohe Nutzung von Smartphones wieder. Über 50% aller Facebook-User gehen über ihr Mobiltelefon online aber auch Twitter und Google Plus sind mobil weit verbreitet. Services wie Instagram spielen für Social Media eine Rolle, die nicht als zu gering einzuschätzen ist, aber auch Foodspotting, Runtastic, Pocket und Flipboard sind eine enorme Bereicherung für die Social Media Nutzung.

„Social Media Tools“ ist insbesondere für Social Media Profis von Bedeutung. Mit ihnen lassen sich die Vielzahl an Kanälen effizient managen ohne den Überblick zu verlieren. Dienste wie Klout, Kred, Tweetgrader & Co. trennen in dieser Überfülle an Social Media Nutzern dabei die Spreu vom Weizen. Wer hat wirklich etwas zu sagen in Social Media? Welche Companies haben eine wirklich hohe Reichweite? Und wer ist in welcher Branche ein wahrer Influencer? Und so fand auch die Kategorie „Influence“ Eingang in unser Social Media Prisma Version 5.0.

Dafür nahmen wir die Kategorie „Blog Search“ heraus und fassten „Reviews / Ratings“ und „Special Interest Reviews“ ebenso zusammen wie „Browser Gaming“ und „Social Gaming“. Auch dank Eurer Hinweise berücksichtigten wir bestimmte Plattformen, während andere hinaus fielen. Deshalb freuen wir uns auch dieses Mal wieder über eure Kommentare. „Crowdsourced Content“ eben.