Studie untersucht Social Media-Guidelines

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Eigentlich haftet Ausschnittsdiensten, die Print-Produkte nach den Nennungen bestimmter Namen und Themen durchforsten, etwas arg Altmodisches an. Doch diesmal hat die Medienbeobachtung Ausschnitt eine spannende kleine Untersuchung angestellt. Die Berliner haben 55 öffentlich (36 deutschsprachige,19 ausgewählte englischsprachige) verfügbare Social Media-Guidelines auf der Basis einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht.

Ausschnitt

Laut Studie sind dies die wichtigsten Ergebnisse:
• Unternehmen wünschen sich Angestellte, die im Social Web „ehrlich“, „authentisch“, „respektvoll“, „höflich“ und „transparent“ auftreten.
Häufig fordern Firmen zudem ihre Mitarbeiter dazu auf, ihren „gesunden Menschenverstand“ einzusetzen.
• 53% der Unternehmen nutzen Social Media-Guidelines nicht nur, um Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Social Media festzulegen, sondern auch, um eindeutige Inhaltsempfehlungen zu geben.
• Arbeitgeber fordern Verbindlichkeit. Fast zwei Drittel aller Regeln sind für Mitarbeiter bindend.
• 62% der Arbeitgeber bitten um Identifikation der Arbeitnehmer im Netz.
• Ein Drittel aller Arbeitgeber droht bei Nichtbeachtung der Social Media-Guidelines mit Konsequenzen. Diese können von der Löschung der Beiträge bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses reichen.
• Zwei Drittel der Unternehmen wünschen keine öffentlichen Kommentare zu ihren Social Media-Guidelines.

Allerdings schränken die Analyse-Experte ihre Ergebnisse selbst ein. Denn aufgrund der eingeschränkten öffentlichen Verfügbarkeit von Social Media-Guidelines und der daraus resultierenden relativ geringen Fallzahl, „sind die vorliegenden Ergebnisse als Tendenz zu verstehen“. Auch bei den Branchen gibt es keine repräsentative Verteilung. So stammt die Mehrheit der untersuchten Social Media-Guidelines von weltweit tätigen Konzernen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Industrie, Handel und der IT-Branche.

Weitere Infos zu der Studie gibt es unter Ausschnitt.de/socialmediaguidelines

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2 Antworten
  1. Rüdiger Kladt
    Rüdiger Kladt says:

    Auch, wenn diese Untersuchung nicht repräsentativ ist – Unternehmen, welche Social Media aktiv zur Kommunikation nutzen wollen, benötigen eine solche Guideline.

    Allerdings wollen viele Unternehmen Social Media nur als kostengünstigen Broadcast-Werbekanal nutzen. Die haben eben nicht verstanden, was Social Media im Kern bedeutet.

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  1. […] Thema Social Media-Nutzung im Job wird immer wichtiger: Zum einen arbeiten immer mehr Companys an eigenen Social-Media-Guidelines, zum anderen wird das Thema Social-Media-Monitoring innerhalb von Unternehmen immer wichtiger und […]

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