Nur Monitoring reicht nicht mehr oder: Social Media Intelligence

Zugegeben: Den Begriff “Social Media Intelligence” zu deuten ist für viele nicht so einfach. Social Media Monitoring kennt jeder sollte jeder eigentlich mittlerweile kennen, der dieses Blog verfolgt. Ebenso Social Media Marketing. Doch was verbirgt sich hinter “Intelligence”?

Um es vorweg zu nehmen:

Wie setze ich meine gewonnenen Kenntnisse, die ich durch Status-Analysen und Monitoring erhalten habe, sinnvoll ein? Was kann ich in der Kommunikation mit den Usern verbessern, was kann ich anbieten? Wie muss ich mein Produkt / meine Produkte vielleicht anpassen, damit sie noch intensiver von den Kunden wahrgenommen und auch gekauft werden? Was muss ich nun tun, um im Social Web mehr beachtet oder besser bewertet zu werden? Im Großen und Ganzen: OPTIMIERUNG.

Ich möchte an dieser Stelle prreport.de zitieren, die zum Thema “Unternehmen bringen Ordnung in Social Media” folgendes schreiben:

So nutzen zwar mittlerweile 71,3 Prozent der Organisationen für ihre Kommunikation Social-Media-Kanäle und 74 Prozent verfolgen nach eigenen Angaben eine Social-Media-Stategie. Aber nur ein Drittel hat dafür personelle Ressourcen, Guidelines, Trainingsangebote oder Monitoring-Instrumente bereitgestellt. 28,7 Prozent der Unternehmen nutzen das Web 2.0 gar nicht.

Letzten Endes erhält man durch die Auswertung seiner Daten zum Beispiel die Information, wieso ein weiblicher Fan auf Facebook lieber das Produkt von der Konkurrenz kauft oder wieso männliche Besucher aus Deutschland eher negativ zur Marke stehen als Frauen.

Ein weiteres großes Thema: Consulting. Selbst wenn Unternehmen zum Beispiel bereits Apps gekauft / erstellt haben ist es möglich, die Mechanik und den Erfolg zu prognostizieren. Eben tiefer in die Materie zu gehen als nur zuzuschauen ohne maßgeschneiderte Schritte durch qualifizierte Reportings zu erhalten.

Es reicht nicht mehr aus, lediglich die Ergebnisse zu betrachten um eventuelle Krisenherde frühzeitig zu erkennen – man sollte das Geld in Workshops und Strategien investieren, um die gewonnenen Insights bestmöglich zu Geld zu machen. Denn letztlich geht es doch jedem Unternehmen um Einnahmen, Image und noch mehr Einnahmen. Wer bereit ist, einige Euro vorab zu investieren, wird über kurz oder lang durch die maßgeschneiderten Insights zu seinem Erfolg kommen. Nur geht es eben nicht von heute auf morgen.

Auf unserer Sommerparty haben wir die Gäste gefragt, was Social Media Intelligence für einen bedeutet:

Was bedeutet Social Media Intelligence für dich?

Zusammengefasst:

analyse
seeding
community management
strategie-entwicklung aufgrund der ergebnisse
workshops
guidelines
handbücher
lernen und umsetzen statt zuschauen und planlos machen
consulting
krisenmanagement
nachhaltigkeit
gezielter app-einsatz auf facebook, mobil und co.
bewerbermanagement
auf arbeitgeberbewertungsportale passend reagieren
Kurz: Social Media Intelligence. Intelligentes Vorgehen. Es kann so einafch sein – wenn man den richtigen Partner an der
Seite hat. Kontaktieren Sie uns am besten noch heute :-)
  • Analyse
  • Seeding
  • Community Management
  • Strategie-Entwicklung aufgrund der Ergebnisse
  • Workshops
  • Guidelines
  • Handbücher
  • Lernen und umsetzen statt zuschauen und planlos machen
  • Consulting
  • Krisenmanagement
  • Nachhaltigkeit
  • Gezielter App-Einsatz auf facebook, Smartphone und co
  • Bewerbermanagement
  • Auf Arbeitgeberbewertungsportalen passend reagieren

Kurz: Social Media Intelligence. Intelligentes Vorgehen. Es kann so einfach sein – wenn man den richtigen Partner an der Seite hat. Kontaktieren Sie uns am besten noch heute :-)

Von wegen Langeweile: Social Media so spannend wie lange nicht mehr

Wenn es eine Konstante in der Geschichte des Internets gibt, dann ist es der Wandel. Vor wenigen Jahren sprach alles noch von StudiVZ und MySpace. Holtzbrinck zahlte für das eine Network wohl einen Betrag zwischen 60 und 80 Millionen Euro und Rupert Murdoch bezeichnete seine MySpace-Übernamen als beste Investition seines Lebens. Beide Netzwerke sind längst überholt. Sie wurden von Facebook abgehängt.

Doch wie lange wächst Facebook noch? Eine neue Studie von Gartner kommt zu dem Ergebnis, dass 24 Prozent aller über 6.000 Befragten ihr liebstes soziales Netzwerk seltener aufzurufen als kurz nach dem Beitritt. Das wäre nicht so bedenklich, wenn es sich bei dieser Gruppe nicht um die Early Adopter handeln würde. Schnell war am Mittwoch bereits die Rede davon, dass die besonders technik-affinen Nutzer Social-Müde geworden wären.

Die weiteren Ergebnisse der Untersuchung bringen jedoch kaum Hinweise auf ein Ende es Web 2.0-Booms. Denn in allen anderen Gruppen steigt die Nutzung von Facebook & Co.

Die Ergebnisse reichen jedoch, dass der Untersuchungsleiter Brian Blau meint, dass mehr Innovationen von den Social Media-Anbietern gefragt seien.

Wie Martin Weigert völlig zurecht bloggt: “Während Google+ in rasantem Tempo neue Nutzer gewinnt, tauchen mit Heello und Subjot zwei weitere neue Social-Web-Aspiranten auf. Eine derartige Aufbruchstimmung gab es lange nicht mehr.”

Zu Google+ muss man nicht viel sagen, Heello und Subjot sind allerdings neue Player auf dem Markt.

Heello: Hinter dem spielerischen Namen steckt ein waschechter Twitter-Klon. Mastermind hinter dem Nachbau ist der Twitpic-Gründer Noah Everet. Der Service funktioniert wie Twitter, nur dass alles einen anderen Namen hat. So heiße “Follower” bei Heello beispielsweise “Listener”. “Allein die Tatsache, dass Web-Unternehmen sich wieder motiviert fühlen, einen bereits als verloren oder alternativ gesättigt geglaubten Markt in Angriff zu nehmen, spricht Bände”, schreibt Weigert. Subjot ist dagegen so etwas wie ein Mix aus Twitter und Google+.

Nimmt man die aktuellen Entwicklungen lässt sich viel eher feststellen, dass Gartner mit seiner Einschätzung der Langeweile richtig liegt. Allerdings wird die aktuelle Langeweile dazuführen, dass eine Vielzahl neuer Social Media-Dienste wieder starten wird. Die Folge: die Web-Zeiten werden spannend wie lange nicht mehr. Deshalb ist die Debatte, ob überhaupt noch Social Media-Experten gebraucht werden genauso überflüssig, wie die Frage, ob Monitoring-Anbieter noch gebraucht werden. Die neuen Social Media-Herausforderungen werden für Unternehmen und Nutzer nicht geringer. Sie steigen vielmehr.

Vor- und Nachteile des Klarnamenzwangs

Auch wenn viele Firmen nicht gerne darüber sprechen: Für die Werbewirtschaft, Marketing-Experten, Marktforscher und Analysten wäre es einfacher, wenn es im Web einen Klarnamenzwang gäbe, wie ihn Google+ und Facebook gerade durchsetzen wollen.

Die Unternehmen könnten ihre Werbung besser aussteuern und viele Datensätze ließen sich dann noch genauer matchen. Das ist Marketing-Sicht, die für die meisten Datenschützer sicherlich eine Horrorvision ist. Jenseits des Targetings und der Nutzer-Analyse gibt es jedoch noch weitere gute Gründe, die für oder gegen Anonymität im Web sprechen. Namesake hat sich die Mühe gemacht die Vor- und Nachteile in einer wunderbaren Grafik darzustellen.
Transparency-Infographic_thumb

Twitter verbessert Monitoring dank t.co

Klingt paradox, ist aber so: Obwohl Twitter neben Facebook das wichtigste Social Media-Tool ist, über das eine Vielzahl an interessanten und relevaten Web-Gesprächen geführt werden, ist es noch immer sehr schwer, den Traffic, der über den Zwitscher-Dienst auf die Seiten von Unternehmen, Medien oder Web-Shops fließt, zu messen.

Der Grund: Viele Nutzer des Microbloggindienstes zwitschern nicht über das Web-Frontend, sondern nutzen einen der unzähligen Clients und Mobil-Angebote, die es für Twitter gibt. Die Folge: In den Referrer-Stats der meisten Traffic-Analyse-Tools finden sich eine Vielzahl von Hinweisen, wo ein Nutzer herkommt, doch die Gesamtzahl aller Besucher via 140-Zeichen-Nachricht lassen kaum exakt bestimmen.

Für Webmaster ist dies besonders ärgerlich, weil sich im Gegenzug sehr genau sagen lässt, wie viele Besucher von Facebook den Weg auf ein Netzangebot gefunden haben.

Das soll jetzt aber besser werden, denn Twitter wertet nun seinen eigenen URL-Kürzer t.co auf. Ab sofort werden alle Links in Tweets und Direktnachrichten, wenn diese länger als 20 Zeichen sind, automatisch gekürzt. Das verbessert das Monitoring und sorgt zudem noch für einen verbesserten Schutz vor schadhafte Seiten, Phishing und Spam.

“Twitters t.co macht damit auch gleichzeitig den statistischen Fähigkeiten einiger URL-Verkürzer Konkurrenz”, analysiert t3n. “So kann der Traffic von Twitter jetzt mit Google Analytics sehr gut ausgewertet werden. Im Prinzip lässt sich sogar jeder einzelne Tweet mit einem Link auf die eigene Website analysieren, um neue Erkenntnisse über das Verhalten der Follower oder zum Aufbau eines erfolgreichen Tweets gewinnen.”

“Gleichzeitig verfestigt Twitter mit dem Schritt allerdings auch seinen zentralisierten Charakter”, schreibt Martin Weigert für Netzwertig. “ Bisher existierte für den Service keine automatisierte Möglichkeit, einzelne Links zu blockieren. Mit t.co kann dies zumindest in der Theorie nicht mehr ausgeschlossen werden.”

Die anderen URL-Verkürzer funktionieren auf jeden Fall auch weiterhin.

Facebook Like-Button und das Datenschutzgesetz

likeEin kleiner Button, der in zugegeben enorm vielen Webseiten eingebunden wurde, sorgt im Moment für Furore im Web. Facebook’s “Gefällt mir” – Button verstößt nach Ansicht des ULD gegen die deutschen Datenschutzbestimmungen. Und im Prinzip hat Thilo Weichert, Landesdatenschützer Schleswig-Holsteins, damit auch recht. Ich möchte einmal von meedia.de zitieren:

Das Problem liegt darin, dass an Facebook auch Daten von Menschen übertragen werden, die nichts mit Facebook zu tun haben. Letztlich werden die IP-Adressen sämtlicher Besucher einer Seite, auf der der Like-Button eingebunden ist, an Facebook übertragen. Von denen hat in der Regel kaum jemand den Datenschutzbestimmungen zugestimmt.

Und genau das ist der Knackpunkt. Das ULD hat dort angesetzt, wo Facebook am verwundbarsten ist. Und ich gehe stark davon aus, dass das ULD seine doch recht harte Linie durchziehen und ab Ende September Seitenbetreiber abmahnen wird, die den Button in unveränderter Form weiterhin online haben. Ob die Personaldichte des ULD ausreicht, alle Seitenbetreiber abzumahnen sei dahingestellt – wenn sich der Bund dem Vorstoß des ULD anschließt, könnte das in der Tat flächendeckende Konsequenzen mit sich bringen.

Man merkt aber anhand der geplanten Abläufe, dass das Datenschutzgesetz noch nicht im Web 2.0 angekommen ist. Fast jede Webseite bindet irgendwelche Plugins oder Scripte ein; das Nutzen dieser Dienste wäre dem ULD nach dann rechtswidrig, wenn Daten übertragen werden. Auch Google Analytics musste sich in der Vergangenheit mit diesem Thema auseinander setzen und letzten Endes ihre Technik datenschutzkonform anpassen.

Abhilfe wäre, den “Gefällt-mir” Button als Grafik ohne Funktion einzubinden und erst nach einem Klick auf das “image” dann eine “Like”-Funktion auszuführen. In meinen Augen hässlich, aber Stand heute die einzige Option, 50.000 Euro mehr in der Kasse zu haben.

gefaellt

Meine persönliche Meinung: Das ULD hat recht, auch wenn der bisherige Ablauf etwas rabiat ist. Ich bin eher daten-offen (das sollten einige wissen), aber irgendwo ist eine Grenze erreicht. Automatisiertes Übertragen von Daten, die nicht einmal von Facebook-Nutzern sind, muss nicht sein. Ich hoffe, dass Facebook hier rechtzeitig gegenlenken und die Technik dahingehend anpassen wird, dass wir alle weiterhin “liken” dürfen, ohne die Angst im Nacken zu spüren, gleich einen Oberklasse-Wagen finanziert zu haben.

Und wer uns mag, klickt uns: ethority bei Facebook >>

PS: Die Webseite des ULD

GamesCom und Social Media

Die GamesCom: mit rund 550 Ausstellern aus fast 40 Ländern und mehr als 300 neuen Spieletiteln eine der Hypemessen dieses Jahres international betrachtet. Vom 18. – 21.8. (17.8. nur Fachbesucher) sind die Türen in Köln für Daddler, Händler, Brancheninteressierte und Nerds geöffnet, um die neuesten Spiele und die besten Hardwareneuigkeiten zu erleben oder selber ins Spielgeschehen einzutauchen. Die Neuheiten halten sich in Grenzen, diese werden eher auf der E3 in Los Angeles präsentiert, sodass ich persönlich die GamesCom dazu genutzt habe, um mit den Ausstellern ein wenig intensiver das Thema Social Media zu betrachten.

Foto 1

Und das Thema hatte mehr Gesprächspotential als vorerst angenommen. Ich sprach mit kleinen Verlagen, mit mittelständischen Softwareschmieden und mit Weltunternehmen wie SEGA oder Konami. Der allgemeine Tenor lautete: “Wir wollen mit unseren Spielern / Käufern mehr interagieren, Ihnen unsere Branche im Social Web anfassbar machen!”. Hier kam ganz schnell das Thema Social Media Monitoring ins Gespräch weswegen ich zahlreiche Meetings hatte, die so eigentlich gar nicht eingeplant waren.

Foto 2

Es ist erfreulich zu sehen, dass die Hersteller der Spiele und Produkte erkannt haben, selber pro-aktiv mit dem Thema Social Media umgehen zu müssen, dass es eben nicht nur reicht, eine lieblos programmierte Facebook Fanpage zu erstellen und den Usern sich selbst zu überlassen. Vielmehr ist das Thema Community Management auf dem Weg nach oben sowie -wie eben erwähnt- das Monitoring. Wie werden Spiele angenommen? Wie laufen Werbekampagnen? Wie werde ich als Hersteller im Social Web gesehen – spießig? Zu teuer? Zu wenig Innovationen?

Foto 3

Erfreulicherweise kam ich mit vielen Terminwünschen und Produktanfragen zurück, sodass ich mir sicher bin, dass sich in dieser Branche in 2012 viel tun wird – letzten Endes profitieren die Käufer der Produkte davon und die Hersteller brauchen im ersten Schritt nur noch zuzuhören… am Besten natürlich mit den passenden Tools ;-)

Foto 4

Foto 5

Die 5 wichtigsten Onlinemarketing Trends der nächsten 12 Monate

Von media-treff.de bekam ich ich heute einen Artikel in meinen RSS-Reader gespielt. Es geht um die fünf wichtigsten Trends der nächsten 12 Monate im Online Marketing. Hierzu hat media-treff.de ein Schaubild veröffentlicht:

eprofessional

Als alter Campaign Manager bei Xenion Isobar (3 Jahre, dort u. a. die Dt. Post, Postbank, Nintendo, EA oder Dell betreut) fand ich den Punkt “Kreativität in der Online-Werbung” natürlich sehr spannend, hätte ihn persönlich jedoch nicht an erster Stelle vermutet. Mittlerweile im Social Media Business Zuhause merke ich tagtäglich, wie das Thema Social Marketing immer mehr mit dem Social Media Monitoring verschmilzt. Was bringt es einem Unternehmen, blindlings Social Media Kampagnen bei der Agentur des Vertrauens zu buchen, wenn nicht gewährleistet ist, dass die Aktionen auch den gewünschten Effekt haben? Social Marketing in Verbindung mit bestmöglichen Monitoring ist das A und O, um im Social Web erfolgreich zu sein (wobei wir den Erfolg jetzt mal nicht näher definieren; für die einen sind es Fans / Follower, für die anderen Abverkäufe / Leads. Oder eben beides :-))

Ich darf media-treff.de zitieren:

Die größten Herausforderungen im Online Marketing liegen laut fast jedem zweiten Experten in der Monetarisierung von Social Media Traffic und im kanalübergreifenden Tracking (beides je 44 Prozent). Mehr als ein Drittel (36 Prozent) empfindet die Komplexität im Online Marketing als sehr herausfordernd. Der aktuell vieldiskutierte Fachkräftemangel in der Branche liegt auf dem vierten Rang (30 Prozent) vor kanalübergreifenden Werbekonzepten (28 Prozent).

80 Teilnehmer an dieser Befragung empfinde ich jetzt nicht als unbedingt repräsentativ, aber es zeigt die Richtung an: Social Media Marketing wird zunehmends wichtiger, auch die Bedürfnisse, Geld aus den Aktivitäten zu ziehen steigt an. Mit dem gridmaster 2.0 Dashboard von uns ist es möglich, z. B. ein Kampagnentracking durchzuführen und durch permanentes Monitoring Trends und Gefahren zu erkennen. Wenn in naher Zukunft dann Google+ mit den Unternehmensseiten loslegt und den Erfolg dort via Analytics messbar machen würde, ist dies ein Indikator der Monetarisierung und kann dann ebenfalls im gridmaster abgebildet werden.

Ich freue mich auf die nächsten Monate, zumal immer mehr Unternehmen verstehen, dass ein einfaches Anlegen einer Facebook Fanpage ohne weitere Betrachtung noch lange nicht zum “Social Media Player” befördert.

Was man als Unternehmen von Google+ erwarten kann

Bisher ist es auf Google+ nur möglich, als “echte Person” in Erscheinung zu treten. Die mit Spannung erwartenden Unternehmensseiten sind noch nicht verfügbar, werden zu Beginn auch nur wenigen Unternehmen zur Verfügung stehen. Hier sind einige Gründe, wieso auch Ihr Unternehmen für das Google+ Business gewappnet sein sollte.

Google+ Seiten treffen auf Suchmaschinenranking

Es ist durchaus denkbar, dass Google die +1 Aktivitäten in Google+ mit gewichtet und dem Suchmaschinen-Algorithmus hinzufügt. So kann man Google indirekt helfen, qualitativ hochwertigen Content von irrelevantem Content zu unterschieden.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Das bedeutet, dass es nicht länger eine Trennung zwischen Social Media Business-Präsenz und Suchmaschinenranking geben wird. Diese beiden Punkte werden verschmelzen. So kann sich die Search Engine Präsenz in Echtzeit ändern und auch kleineren Unternehmen die Chance bieten, ohne große SEO/SEM Kenntnisse mitzuschwimmen, indem möglichst viele +1 Aktivitäten auf den Unternehmensseiten vorkommen.

Organisieren Sie sich Ihre Kunden

Ähnlich wie schon bei den jetzigen, privaten Profilen könnte man bei den Google+ Unternehmensseiten die Fans kategorisieren. Zum Beispiel “Top Kunden” (wenn man vielleicht auch eine Schnittstelle zu Google Analytics und somit Leadmessung herstellen kann), “mehr Infos benötigt” oder “bereits kontaktiert”. Es wird ein ungeheurer Vorteil sein, den Unternehmenscontent nur an die Kunden zu sharen, die sich hierfür auch interessieren.

Google Offers and Maps

Groupon kennt jeder. Google geht hier mit Google Offers gegenan, durchaus also denkbar, dass Offers in die Unternehmensseiten integriert werden. So kann man einen sehr nutzerfreundlichen, weil circle-basierten Kundenkreis damit bedienen. In Verbindung damit könnte Google Maps integriert werden, sodass man z. B. bei Gutscheinen für Kleidung gleich nachsehen kann, wo sich der nächste Store befindet, in dem man seinen Gutschein eintauschen kann.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Durch das Zusammenspiel können ganz neue Wege geschaffen werden, die man bei Groupon bisher so nicht erreicht hat. Die direkte Verdrahtung zum nächsten Store in der Nähe, vielleicht zusätzlich in Kombination mit einem Check-In vor Ort und Extrarabatt ist äußerst interessant. Foursquare, Facebook Places und Co können sich dann warm anziehen.

Dies sind meine Gedankenspiele zu Google+ und deren Unternehmensseiten. Wie sind Ihre? Was erhoffen Sie sich? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Software erkennt das Geschlecht von Twitterern

Targeting-, Monitoring- und Analyse-Experten aufgemerkt: John Burger, John Henderson, George Kim und Guido Zarrella haben ein Programm entwickelt, dass nur anhand eines Tweets erkennen kann, ob es sich beim Zwitscher-Autoren um einen Mann oder eine Frau handelt.

Twitter-Gender

Dazu reichen den Wissenschaftlern lediglich die maximal 140 Zeichen ohne weitere Zusatzinformationen. Bislang haben die Forscher eine Treffergenauigkeit von 76 Prozent.

Zeit Online beschreibt die Funktionsweise: „Am Ende spuckte die Software eine lange Reihe von Worten und Wortbestandteilen aus, die statistisch am meisten bei Männern oder Frauen vorkommen. Entlarvend ist demzufolge zum Beispiel die Verwendung des persönlichen Fürworts my. Logisch ist noch, dass ein Mann eher “my wife” schreibt und eine Frau eher “my husband”. Aber in weiblichen Tweets tauchen offensichtlich auch deutlich häufiger die Kombination “my yoghurt” und “my yoga” auf, während bei Männern hinter my eher “zipper” oder “beer” folgen. Außerdem verwenden Frauen deutlich häufiger Smileys oder Ausrufezeichen als Männer. Frauen tippen “haha” und “love” und “feeling” in die Statusleiste. Männer hingegen deutlich öfter “http” und “google”.“

Die Ziele der Forscher, die ihr Arbeit gerade auf der Conference on Empirical Methods in Natural Language Processing in Edinburgh vorstellten, sind eindeutig wirtschaftlicher Natur. Sie wollen, dass ihr Programm mehr Informationen über den demografischen Hintergrund der einzelnen Twitterer liefert. Denn je mehr ein Werber über seine Zielgruppe weiß, desto gezielter kann er sie ansprechen.

Bereits in ihrer Einführung zu „Discriminating Gender on Twitter“ heißt es deshalb wenig überraschend: „Accurate prediction of demographic attributes from social media and other informal online content is valuable for marketing, personalization, and legal investigation.“ In welche Richtung die vier weiterarbeiten wollen verraten sie am Ende ihrer Abhandlung: „In future work, we will explore how well such models carry over to gender identification in other informal online genres such as chat and forum comments. Furthermore, we have been able to assign demographic features beside gender, including age and location, to our Twitter dataset. We have begun to build classifiers for these features as well.“