Ego-Monitoring: neuer Dienst sammelt eigene Browser-Daten

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Überwachen Sie sich selbst besser selbst im Web und Sie können viel Zeit und Kraft sparen. Nach dieser Logik funktioniert der neue Dienst egoArchive. Der Service speichert selbständig jede von einem Nutzer besuchte Webseite. So ist es später möglich über ein spezielles Backend die vor einiger Zeit besuchten Seiten wiederzufinden oder zu durchsuchen.

Ego

Tatsächlich werden viele Surfer ein prinzipielles Problem damit haben freiwillig ihre gesamten Bewegungen im weltweiten Netz aufzuzeichnen. Doch Web-Worker, die den ganzen Tag über Online sind und ständig eine Vielzahl von Homepages sehen, kennen das Problem nur zu gut, dass es ein echter Zeit- und Ressourcenfresser ist, wenn man eine Seite sucht, sich aber nur noch bruchstückhaft erinnert.

Im Backend von egoArchive wird jede Webseite mit einem Textauszug und einem zoombaren Screenshot gespeichet. Grundvoraussetzung für die Nutzung des Services ist die Installation eine speziellen Browser-Plug-Ins.

Zudem verspricht das Wiener Start-up Diskretion: “Don’t panic: It’s secure and blacklisting of domains is supported! Nothing is shared as long as you do not want to!”, heißt es auf Egoarchive.com.

Den Machern ist offenbar allerdings klar, dass die schönsten Worte, nicht alle Nutzer in Datenschutzfragen überzeugen. Deshalb lassen sie Taten sprechen. Sobald ein Nutzer eine Seite über eine verschlüsselte https-Verbindung ansteuert, werden die Browser-Daten nicht mehr gespeichert. Heißt: Besuche bei der Online-Bank etc. fallen aus dem Monitoring-Raster.

“Was Tools betrifft, die mein Nutzungsverhalten eigenständig aufzeichnen, gehöre ich eher zu der Gruppe vorsichtiger Nutzer”, fasst Martin Weigert von Netzwertig.com die Vor- und Nachteile von egoArchive zusammen. “Die von egoArchive getroffenen Maßnahmen erscheinen mir jedoch angemessen, um den Service mit gutem Gewissen verwenden zu können.”

Noch ist der Dienst in der geschlossenen Beta-Phase. Invites gibt es offenbar jedoch auf Anfrage.

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